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Programm Spielplan Konzerte 2017 Ausgewähltes Konzert
Sonntag | 28. August 2016 | 17:00 Uhr | Achtung Neuer Termin!
Essen | Philharmonie Essen | Alfried Krupp Saal
Preis: € 160 | 140 | 110 | 85 | 50 | Stehplatz € 25
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Erstes Stiftungskonzert zugunsten des Klavier-Festivals Ruhr
Martha Argerich
Preisträgerin des Klavier-Festivals Ruhr 2007
Daniel Barenboim
Preisträger des Klavier-Festivals Ruhr 1999

Achtung Termin- und Programmänderung:

Bitte beachten Sie, dass das Konzert vom 10.07. auf den 28.08.2016 verlegt werden musste. > weitere Infos

Benefizkonzert zugunsten der Stiftung Klavier-Festival Ruhr  

(omm.de, Stefan Schmöe, 28.08.2016)
Martha Argerich und Daniel Barenboim
Bei Liszt finden sie sich

Eigentlich ist das Klavierfestival Ruhr 2016 ja bereits Geschichte, aber das ursprünglich für den 10. Juli vorgesehene Konzert von Martha Argerich und...

 

(omm.de, Stefan Schmöe, 28.08.2016)
Martha Argerich und Daniel Barenboim
Bei Liszt finden sie sich

Eigentlich ist das Klavierfestival Ruhr 2016 ja bereits Geschichte, aber das ursprünglich für den 10. Juli vorgesehene Konzert von Martha Argerich und Daniel Barenboim, ein Benefiz-Veranstaltung zugunsten der Stiftung Klavierfestival Ruhr, musste krankheitsbedingt verschoben werden. Beide Künstler verbindet die Herkunft aus Buenos Aires, wo sie 1941, er 1942 geboren wurde, beide mit russisch-jüdischen Vorfahren, beide Wunderkinder, die bereits in jungem Alter öffentlich auftraten und sich bereits als Kinder kennen lernten. Wenn sie Hand in Hand auf die Bühne kommen, dann wirken sie wie ein altes Ehepaar. Beim Klavierfestival Ruhr sind sie gerne und häufig gesehene Gäste - für Argerich ist es der 18., für Barenboim der 25. Auftritt. Als Duo sind sie hier aber zum ersten Mal zu hören.

Sie beginnen gemeinsam an einem Flügel, vierhändig, mit Mozarts Sonate F-Dur KV 497. Das mollverschattete Werk interpretieren sie ziemlich romantisch, mit viel Legato - das ist alles delikat gespielt, aber es bleibt ein Schleier über der Musik. Barenboim ist in der hohen Stimme der Dominierende, nimmt sich hier und da auch ein paar (nicht immer schlüssige) Freiheiten in der Gestaltung. Auch in Brahms' eigentlich orchestralen Haydn-Variationen in der vom Komponisten selbst erstellten Fassung für zwei Klaviere fällt er mit manchem Detail heraus, da ist Argerich die Gelassenere, Abgeklärtere. Bei manchem schönen Moment ließen sich die Variationen sicher pointierter darbieten, die beiden Instrumente auch schärfer gegeneinander abgrenzen.

Dass sie das können, sich die Bälle raffiniert zuspielen, das zeigen sie erst im zweiten Teil, der Franz Liszt gewidmet ist. Das Concerto Pathetique e-Moll für zwei Klaviere von 1856 basiert auf einem Solowerk (Grand solo des concert) von 1850, ein hochvirtuoses Stück, das aber auch Liszts orchestrales Denken am Klavier zeigt. Die technischen Anforderungen bewältigen Argerich und Barenboim wie nebensächlich, sind hier aber klanglich ganz in ihrem Element. Sie setzen nicht auf Kraft, da bleibt die Interpretation fast verhalten, sondern auf die Zwischentöne, besonders die leiseren. bei den abschließenden Réminiscences de Don Juan, einer Paraphrase über Mozarts Don Giovanni, fehlt dem düsteren Beginn dann auch etwas die tragische Wucht, aber die Variationen des Duetts Là ci darem la mano (Reich' mir die Hand, mein Leben), die spielen sie mit unwiderstehlichem Charme, einer operettenhaften (aber keineswegs falschen) lausbübischen Leichtigkeit und immensem Farbreichtum - das trifft Liszts natürlich salonhafte, aber gerade darin faszinierende Sicht auf Mozart. Stehende Ovationen für die beiden Ausnahmekünstler, die sich mit einem Arrangement von Tschaikowskys Zuckerfee aus dem Nussknacker verabschieden und dabei zeigen, wie leise, zart und weich ein Steinway in der höchsten Lage klingen kann. Ein stiller Ausklang.

 
Warmer Brahms, wuchtiger Liszt  

(WAZ, Pedro Obiera, 30.08.2016)
Martha Argerich und Daniel Barenboim holen ein Konzert des Klavierfestivals nach

ESSEN. Nun ist es doch noch zustande gekommen, das erste Stiftungskonzert zugunsten des Klavier-Festivals Ruhr mit den Klavier- und...

 

(WAZ, Pedro Obiera, 30.08.2016)
Martha Argerich und Daniel Barenboim holen ein Konzert des Klavierfestivals nach

ESSEN. Nun ist es doch noch zustande gekommen, das erste Stiftungskonzert zugunsten des Klavier-Festivals Ruhr mit den Klavier- und Musiklegenden Martha Argerich und Daniel Barenboim in der voll besetzten Essener Philharmonie. Zwei Persönlichkeiten, die in Buenos Aires im Abstand eines Jahres geboren sind und die eine fast lebenslange künstlerische Freundschaft verbindet, die noch länger währt als die zum Klavierfestival. Und die kann sich mit 17 Auftritten von Martba Argerich und gar 25 von Daniel Barenbeim auch sehen lassen. Als Klavier-Duo treten die beiden seit zwei Jahren intensiv und eindrucksvoll in Erscheinnng, wie auch die Ovationen zeigen, mit denen das Essener Publikum die Künstler bedachte.

Dass Martha Argerich kürzlich ihren 75. Geburtstag feierte und Barenbeim in drei Monaten 74 wird, schlägt sich zwar in einer gewissen Gelassenheit nieder, die die Frische und Natürlichkeit ihres Spiels jedoch nicht im Geringsten belastet. Obwohl beide denkbar unterschiedliche stilistische Unterschriften erkennen lassen, fasziniert das künstlerische Einverständnis dieser Partnerschaft. Daniel Barenboim, trotz seiner anderweitigen Verpflichtungen immer noch ein extrem starker Pianist, bevorzugt eine klare, markante Ansage, während sich Martba Argerich biegsamer in Ton und Ausdruck präsentiert. Das führte in Mozarts vierhändiger Sonate in F-Dur KV 497 zu einer zeitweiligen Dominanz Barenboims, die das Klangbild leicht eindickte. Wie intensiv die Musiker aufeinander hören, bewiesen sie allerdings schon mit den ersten Takten des Kopfsatzes, einer ausdrucksvoll gestalteten Adagio-Einleitung.

An zwei Klavieren ging es weiter. Zunächst mit Brahms' orchestral ausladenden Haydn-Variationen, die das Duo mit warmer Klangfülle fütterte, ohne die filigranen Satzstrukturen zu verkleistern. Schade, dass mit zwei Schlachtrössern von Pranz Liszt nicht ganz das spektakuläre kompositorische Niveau erreicht wurde, mit dem die Beiden in früheren Programmen mit Werken von Bartók oder Strawinsky begeisterten. Liszts "Concerto pathétique" für zwei Klaviere macht seinem Namen alle Ehre. Ein wuchtiger Virtuosenritt, der allenfalls im lyrischen Seitensatz Gelegenheit bietet, das Klavier feinfühlig zum Klingen zu bringen. Eine Gelegenheit, die sich Argerich & Barenboim nicht entgehen ließen. Subtiler angelegt sind Liszts "Réminiscences de Don Juan", mit denen der offizielle Teil des Abends wirkungsvoll schloss. 

Das Publikum gab sich damit nicht zufrieden und erklatschte sich als Zugabe ein fein poliertes Sätzchen aus Tschaikowskys "Nussknacker". 

 
Argerich und Barenboim spielten wie ein altes Ehepaar  

(RuhrNachrichten, Klaus Stübler, 30.08.2016)
ESSEN. Wie ein altes Ehepaar schlenderten sie am Sonntagnachmittag aufs Podium der Philharmonie Essen: Martha Argerich (75) und Daniel Barenboim (73) kamen um das Publikum gemeinsam mit ihrer Musik zu...

 

(RuhrNachrichten, Klaus Stübler, 30.08.2016)
ESSEN. Wie ein altes Ehepaar schlenderten sie am Sonntagnachmittag aufs Podium der Philharmonie Essen: Martha Argerich (75) und Daniel Barenboim (73) kamen um das Publikum gemeinsam mit ihrer Musik zu beglücken.

Und das Klavier-Festival Ruhr dazu, denn beide spielten ohne Gage. Der Erlös des ursprünglich bereits für den 10. Juli vorgesehenen Konzerts floss ganz der Stiftung des Festivals zu, bei dem sie zum 18. Mal und er sogar schon zum 25. Mal auftrat.

Der Eindruck eines gegenseitig vertrauten und sich blind vertrauenden Ehepaars setzte sich auch beim Klavierspiel fort, egal, ob Martha Argerich und Daniel Barenboim Seite an Seite an einem Flügel oder sich gegenüber an zwei Instrumenten saßen. Musikalisch waren sie fast immer einer Meinung, ihr Anschlag war manchmal kaum voneinander zu unterscheiden.

Mitreißende Fantasie
Mozarts F-Dur-Sonate zu vier Händen legten sie gewichtig an, im zweiten Satz ging die Melodie an einer Stelle nahtlos durch alle vier Hände. Die Haydn-Variationen von Brahms klangen verträumt bis lärmend-euphorisch, mit großen Steigerungswellen. Im Concerto pathétique von Liszt beeindruckten die wechselseitigen poetischen Soli wie der gemeinsame kraftvolle Zugriff.

In Liszts "Don Giovanni"-Fantasie rissen das zarte "Reich mir die Hand, mein Leben"-Duett und die spritzige Champagner-Arie das Publikum von den Sitzen, das generationsübergreifend bunt gemischt war und den Saal trotz Eintrittspreisen bis zu 160 Euro pro Karte bis hinauf in den dritten Rang füllte.

Ein letzter Gruß: Tschaikowsky
Nach allen Seiten hin bescheiden dankend, flanierte das Weltklasse-Pianistenpaar anschließend über die Bühne, und Daniel Barenboim zupfte Martha Argerich noch eine Rose aus seinem Blumenstrauß.

Als letzten musikalischen Gruß ans Publikum gab’s den "Tanz der Zuckerfee" aus dem "Nussknacker" von Tschaikowsky.

 
Benefizkonzert zugunsten der Stiftung Klavier-Festival Ruhr

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