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Programm Spielplan Konzerte 2017 Ausgewähltes Konzert
Donnerstag | 09. März 2017 | 20:00 Uhr

(Gemeinsam mit den Bochumer Symphonikern)

Klavier-Festival Ruhr EXTRA
zum 70. Geburtstag von Gidon Kremer und 20-jährigen Jubiläum der Kremerata Baltica
Martha Argerich
Preisträgerin des Klavier-Festivals Ruhr 2007
Gidon Kremer (Violine)
Lucas Debargue
Kremerata Baltica

Wunschkonzert für Gidon Kremer  

Wenn ein Weltstar wie Gidon Kremer 70 Jahre alt wird, darf er sich alle Wünsche erfüllen. So entstand eine kleine Tour mit der Pianistin Martha Argerich und seinem Kammerorchester Kremerata Baltica, die ihn auch ins neue Bochumer Musikforum führte -...

 

Wenn ein Weltstar wie Gidon Kremer 70 Jahre alt wird, darf er sich alle Wünsche erfüllen. So entstand eine kleine Tour mit der Pianistin Martha Argerich und seinem Kammerorchester Kremerata Baltica, die ihn auch ins neue Bochumer Musikforum führte - und dort Begeisterungsstürme entfachte. Das Konzert war ein Extra-Programmpunkt des Klavier-Festivals Ruhr, das eigentlich erst im Mai startet.

Bevor die Stars auftraten, überließen sie die Bühne der Kemerata und dem 1990 in Paris geborenen Pianisten Lucas Debargue. Kremer unterstrich damit die Wichtigkeit zweier Anliegen: der Nachwuchsarbeit und der Renaissance des polnischen Komponisten Mieczyslaw Weinberg, die er angestoßen hat.

Dessen Klavierquintett in f-Moll in der Fassung für Streichorchester stammt aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs: Es beginnt mit einem erstarrenden Walzer und erlebt seinen Höhepunkt in einem wuchtigen, emotional aufgeladenen Largo, bei dem Debargue exzessivem Pedaleinsatz nicht abgeneigt war.

Als ob sie einer Wolke entstiegen, setzten Gidon Kremer und Martha Argerich nach der Pause völlig unvermittelt aus dem Stimmen zu Schumanns Sonate Nr. 1 für Violine und Klavier an. Das Publikum im ausverkauften Saal erlebte Weltstars, die in blindem Verständnis, großer Eleganz und mit feinen erzählerischen Bögen beglückend zusammen musizierten.

Das Konzert für Violine, Klavier und Orchester, das Mozart eigentlich für Flöte, Harfe und Orchester geschrieben hatte, versprühte Leichtigkeit und Unbeschwertheit aus der Hoch-Zeit der Wiener Klassik. Doch Mozart wäre nicht Mozart, hätte er vor das strahlende Finale des Rondeaus nicht noch einen grüblerischen Einschub gesetzt. Das Publikum klatschte Zugabe um Zugabe und bekam Piazzolla, Ravel und - "Happy Birthday".

Ruhrnachrichten, Max Florian Kühlem

 
Kühn und flirrend - und intim wie ein Hauskonzert  

Das Bochumer Musikforum verwandelt sich, wenn Musikerpersönlichkeiten wie Pianistin Martha Argerich und Geiger Gidon Kremer das Haus beehren. 1986 hatten der damals politische Emigrant Gidon Kremer und die international gefeierte Pianistin Martha...

 

Das Bochumer Musikforum verwandelt sich, wenn Musikerpersönlichkeiten wie Pianistin Martha Argerich und Geiger Gidon Kremer das Haus beehren. 1986 hatten der damals politische Emigrant Gidon Kremer und die international gefeierte Pianistin Martha Argerich Schumanns erstes Violinkonzert auf Schallplatte aufgenommen. Nun, 30 Jahre später und in ganz anderen politischen Zeiten, spielten sie es für ein Sonderkonzert des Klavier-Festivals Ruhr im neuen, ausverkauften Bochumer Haus, das Kammermusikalisches sehr gut verträgt.

Die Intimität von Hausmusik verströmend, gelang dem Klavier-Festival ein Coup des Understatements mit vollendeter Technik und weitsichtigem Ausdruck beider Musiker. So erlaubten sie sich, Mozarts Doppelkonzert KV 299 statt mit Flöte und Harfe für Geige und Klavier gesetzt zu spielen. Eine Kühnheit, die luftig-flirrende Flötenstimme durch den konzen­trierten Ausdruck des Geigentons zu ersetzen. Diese Variante schien wie ein Bekenntnis zu Persönlichkeit und Wagnis.

Gerade diese eigene Handschrift machte den Abend zu Ehren von Gidon Kremers 70. Geburtstag aus. Der geborene Lette, der entscheidende Studienjahre in Moskau verbrachte und seit jeher ein Wanderer zwischen Ost und West ist, schickte sein Orchester Kremerata Baltica voran (auch dieses feierte 20. Jubiläum), um ein Werk Mieczysław Weinbergs zu spielen. Das Klavierquintett op. 18 des gebürtigen Polen und Flüchtlings vor dem NS-Regime hatte Kremer eigens für Klavier und (sein) Orchester gesetzt.

Voller polytonaler und satztechnischer Dichte, faserte es gegen Ende allerdings zunehmend aus. Wie ein Ausruf geriet ein Terzmotiv der Klavierstimme (Klavier: Lucas Debargue. Die entwaffnende stilistische Varianz der Kremerata Baltica (ohne Dirigent) sprach Bände. Politische Absicht und kompositorische Klasse laufen in der Musik jedoch nicht selten Gefahr, sich wechselseitig im Wege zu stehen.

Piazolla-, Satie- und Ravel-Zugaben und stehende Ovationen im Bochumer Musikforum!

WAZ, Nina Schröder

 
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