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Über das Klavier-Festival Ruhr Bärenreiter Piano Album

Einführung

Das Klavier-Festival Ruhr Bärenreiter Piano Album ist aus einem Projekt zur Vermittlung zeitgenössischer Klaviermusik hervorgegangen. Es enthält Klavierwerke von Luke Bedford, George Benjamin, York Höller, Olav Lervik, Vassos Nicolaou und Marco Stroppa, die im Auftrag des Klavier-Festivals Ruhr entstanden sind. Der Wunsch nach neuen Klavierstücken war dabei mit einer ungewöhnlichen Aufgabenstellung verknüpft. So wurden alle Komponisten gebeten, neben einem Werk für Klavier zu zwei Händen auch eines für Klavier zu vier Händen zu schreiben. Während der Schwierigkeitsgrad des zweihändigen Stücks nicht näher definiert war, sollte das vierhändige Stück so beschaffen sein, dass mindestens ein Part von einem Spieler übernommen werden kann, dessen pianistische Fähigkeiten noch nicht so weit entwickelt sind. In welchem Verhältnis beide Stücke stehen, wurde dabei bewusst offen gelassen.

Entstanden ist eine Sammlung, die auf vielfältige Weise einsetzbar ist und sich insbesondere für die Verwendung im Klavierunterricht eignet. Sie enthält zwölf Werke verschiedenen Schwierigkeitsgrades, die einen faszinierenden Einblick in unterschiedliche Formen zeitgenössischen Komponierens vermitteln. Jeder Komponist bewegt sich dabei in einer ganz eigenen Klangwelt. Die vierhändigen Stücke bieten jungen Pianisten die Möglichkeit, diese verschiedenen Welten im gemeinsamen Spiel mit ihrem Lehrer oder einem anderen fortgeschrittenen Pianisten zu erkunden. 

Alle Werke wurden von Pierre-Laurent Aimard und Tamara Stefanovich mit Fingersätzen versehen. Außerdem enthält das von Tobias Bleek und Michael Töpel herausgegebene Album einen ausführlichen Textteil.

Das Klavier-Festival Ruhr Bärenreiter Piano Album (BA 9659) ist über den Musikhandel erhältlich. Eine Aufnahme aller Werke ist im Rahmen der Edition Klavier-Festival Ruhr (Vol. 26) erschienen. 

Zur Spieltechnik

Die Musik unterschiedlicher Komponisten stellt den Spieler jeweils vor ganz eigene technische und musikalische Herausforderungen. Bachs Werke für Tasteninstrumente verlangen eine andere Technik als die Klaviermusik von Claude Debussy, das Mozart-Spiel einen anderen Ton als das Chopin-Spiel. 

Auch die im Klavier-Festival Ruhr Bärenreiter Piano Album versammelten Werke fordern vom Pianisten jeweils individuelle spieltechnische und klangliche Lösungen. Obwohl alle Komponisten auf experimentelle Formen der Klangerzeugung wie das Spiel auf den Saiten oder die Präparierung des Instruments verzichtet haben, kommen in einigen Stücken Spieltechniken zum Einsatz, die im klassischen Repertoire in dieser Form nicht zu finden sind. So erkunden Marco Stroppa und Vassos Nicolaou in ihren Werken mittels eines sehr differenzierten Pedalgebrauchs und dem Spiel mit stumm niedergedrückten Tasten die faszinierende Welt der Nachklänge. Die beiden Stücke von Stroppa können dabei nur auf einem Instrument mit einem sehr gut eingestellten Sostenuto-Pedal (mittleres Pedal) ausgeführt werden. Imbalances I und II von Olav Lervik hingegen sind Studien über eine spezifische Form des Glissando, bei dem die Handfläche des Spielers gleichzeitig über die weißen und schwarzen Tasten des Klaviers gleitet.

Im Rahmen unserer Internet-Präsentation stellen Ihnen die Komponisten ausgewählte Spieltechniken vor.

Zu den vierhändigen Klavierstücken im Klavier-Festival Ruhr Bärenreiter Album

Es gibt wohl keine intimere Form der Kammermusik als das vierhändige Klavierspiel. Die beiden Spieler sitzen auf engem Raum am selben Instrument und müssen sich neben der Tastatur auch das Pedal teilen. In den Auftragswerken des Klavier-Festivals Ruhr sind die Komponisten mit dieser besonderen Spielsituation auf sehr unterschiedliche Weise umgegangen. Während sich Primo- und Secondo-Part in den Werken von George Benjamin und York Höller in ihrem Schwierigkeitsgrad kaum unterscheiden, gibt es in anderen Werken eine klare Rollenverteilung. So hat Vassos Nicolaou den anspruchsvollen oberen Part in seinem vierhändigen Klavierstück scene dem Lehrer zugedacht und dabei explizit vorgeschrieben, dass der Primo-Spieler auch das Pedal übernehmen soll. Marco Stroppas Le marteau fantôme hingegen rechnet damit, dass der erfahrenere Spieler den Secondo-Part übernimmt. In Anknüpfung an die traditionelle Rollenverteilung unterliegt ihm dabei auch die feine Arbeit der Pedalisierung.

  • Frage 1:

    Wie übt man vierhändige Klavierstücke und was kann man beim vierhändigen Klavierspiel lernen?


    Aimard / Stefanovich
  • Frage 2:

    Wie sind Sie selbst zum vierhändigen Klavierspiel gekommen und welche allgemeinen Ratschläge würden Sie einem jungen Pianisten geben?


    Aimard / Stefanovich
  • Frage 3:

    Wer übernimmt das Pedal und worauf ist besonders zu achten?


    Aimard / Stefanovich

Weitere Informationen zum Bärenreiter Piano Album

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