Elena Bashkirova

Preisträgerin des Klavier-Festivals Ruhr 2018

„Kammermusik ist die Seele der Musik“, hat Elena Bashkirova einmal gesagt. Diesem Credo folgen die vielfachen Aktivitäten der Pianistin in ihren Rollen als Solistin, Liedbegleiterin, Ensemblemusikerin und Programmgestalterin. Der Geist des einfühlsamen Miteinanders bestimmt Bashkirovas Haltung als Interpretin wie Vermittlerin von Musik.

Zu den Höhepunkten der Saison 2021/22 zählen Klavierabende beim Klavier-Festival Ruhr, der Berliner Philharmonie, im Konzerthaus Blaibach und dem Beethoven Haus Bonn. Liedprogramme mit Thomas Hampson, Olga Peretyatko und im Trio mit Georg Nigl und Martina Gedeck sind u. a. im Prinzregententheater in München, in der Kölner Philharmonie, im Théâtre de la Monnaie in Brüssel und beim Heidelberger Frühling geplant. Als Solistin der Deutschen Kammerakademie Neuss, des ORCAM Orchesters in Madrid, der Hamburger Philharmoniker ist Elena Bashkirova mit de Fallas „Nächte in spanischen Gärten“ und mit Mozarts C-Dur-Konzert KV 415 zu hören. Des Weiteren stehen Kammermusikabende mit den internationalen Solisten des Jerusalem International Chamber Music Festival u. a. im Boulez Saal Berlin, beim Kreuznach Klassik Festival in Bad Kreuznach, im Mendelssohn Haus Leipzig im Kalender. Auch eine Reise nach Südamerika ist geplant.

Bashkirova entstammt einer mehrere Generationen zurückreichenden russischen Musikerdynastie. In Moskau geboren, begann sie ihr Studium im Alter von 15 Jahren in der Klasse ihres Vaters, des legendären Klavierpädagogen Dmitry Bashkirov. Zusammen mit dem Geiger Gidon Kremer, mit dem sie auch regelmäßig im Duo auftrat und mehrere Aufnahmen einspielte, verließ sie 1978 die Sowjetunion und ließ sich in Paris nieder. Künstlerisch geprägt wurde Elena Bashkirova insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Pierre Boulez, Sergiu Celibidache oder Michael Gielen. Mit ihrem Mann Daniel Barenboim lebt sie seit 1992 in Berlin.

1998 gründete Bashkirova das Jerusalem International Chamber Music Festival, das sie als Künstlerische Leiterin seither alljährlich im September gestaltet. Das Kammermusikfest, das einige der herausragenden Solisten aus aller Welt miteinander in Austausch bringt, ist zu einer tragenden Säule des kulturellen Lebens in Israel geworden. Seit 2012 findet alljährlich im April zudem das Festival Intonations im Jüdischen Museum Berlin statt, das ebenfalls viel Beachtung
erfährt. Gemeinsam mit den Musikerinnen und Musikern der beiden Festivals ist Elena Bashkirova regelmäßig bei den bedeutendsten Kammermusikreihen in Europa und Übersee zu Gast. Zu den internationalen Tourneen kommen Auftritte bei Sommerfestivals wie dem Lucerne Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem George Enescu Festival in Bukarest oder dem Beethovenfest Bonn. Mehrere Aufnahmen dokumentieren Höhepunkte der von Bashkirova kuratierten Konzerte in wechselnden Musikerkonstellationen.

Einen zentralen Aspekt der künstlerischen Tätigkeit der Pianistin bildet das Lied. Zu den Sängerinnen und Sängern, mit denen Elena Bashkirova regelmäßig im Duo auftritt, gehören Anna Netrebko, Olga Peretyatko, Dorothea Röschmann, René Pape und Robert Holl. Bashkirovas Einspielung der beiden Tschaikowsky-Zyklen „Die Jahreszeiten“ und „Kinderalbum“ wurde 2017 mit dem ICMA Award in der Sparte „Solo Instrument“ ausgezeichnet. Eine Aufnahme der kompletten „Poetischen Stimmungsbilder“ op. 85 von Antonín Dvořák erschien im Oktober 2020.

Elena Bashkirova trägt die Ehrendoktorwürde der Ben-Gurion University of Negev. 2018 ehrte das Klavier-Festival Ruhr sie mit seinem Preis. Als Nachfolgerin des Dirigenten Kurt Masur wurde Bashkirova in 2020 zur Präsidentin der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung in Leipzig ernannt.

Elena Bashkirova beim Klavier-Festival Ruhr: 24 Konzerte seit 1992

1992          Bochum
Debütkonzert, u.a. mit Fantasie in C-Dur op. 17 von Robert Schumann und Ballade Nr. 2 von Franz Liszt

1993          Oberhausen
Duorezital mit Brigitte Enger, u.a. mit Fantasie für Klavier zu vier Händen op. 103 D940 von Franz Schubert und Réminiscences de ‚Don Juan‘ für zwei Klaviere von Franz Liszt

1996          Dortmund
Solorezital, u.a. mit Drei Petrarca-Sonetten, Franziskus-Legende Nr.1 und Ballade Nr. 2 von Franz Liszt

1997          Gelsenkirchen
Triokonzert mit Maxim Vengerov (Violine) und Boris Pergamenschikow (Violoncello), u.a. mit den Trios Nr. 1-3 für Klavier, Violine und Violoncello von Johannes Brahms

1998         Herten
Solorezital, u.a. Fantasie in d-Moll KV 397, Rondo D-Dur KV 485 von Wolfgang Amadeus Mozart und Sonate für Klavier Sz. 80 von Béla Bartók

2000          Gelsenkirchen
Kammermusikkonzert mit Wolfgang Schulz (Flöte), Hansjörg Schellenberger (Oboe), Norbert Träubl (Klarinette) und Daniele Damiano (Fagott), u.a. mit „Gassenhauertrio“ Trio Nr. 4 op. 11 für Klavier, Klarinette und Violoncello von Ludwig van Beethoven und Trio für Klavier, Oboe und Fagott von Francis Poulenc

2001          Essen
Eröffnungskonzert mit Brigitte Engerer und den Bochumer Symphonikern unter der Leitung von Steven Sloane, u.a. mit dem Auftragswerk des Klavier-Festival Ruhr „Widerspiel“ Konzert für zwei Klaviere und Orchester von York Höller und Konzert für zwei Klaviere und Orchester in Es-Dur KV 365 von Wolfgang Amadeus Mozart

2002          Recklinghausen
Solorezital, u.a. mit Humoreske op. 20 von Robert Schumann und Fünf Stücke für Klavier von York Höller

2005         Duisburg
Kammermusikkonzert mit Renaud Capuçon (Violine), Felix Schwartz (Viola) und Gautier
Capuçon (Violoncello), u.a. mit den Klavierquartetten Es-Dur KV 493 und g-Moll KV 478 von Wolfgang Amadeus Mozart

2005         Bochum
Solorezital, u.a. mit Sonate Nr. 14 KV 457 von Wolfgang Amadeus Mozart und Sonate für Klavier Sz. 80 von Béla Bártok

2006         Bochum
Kammermusikkonzert mit Matthias Glander (Klarinette), Felix Schwartz (Viola) und Danjulo
Ishizaka (Violoncello), u.a. mit „Kegelstatt-Trio“ in Es-Dur KV 498 von Wolfgang Amadeus Mozart, „Gassenhauertrio“ Trio Nr. 4 op. 11 von Ludwig van Beethoven und Trio in a-Moll op. 114 von Johannes Brahms

2008          Duisburg
Triokonzert mit Michael Barenboim (Violine) und Timothy Park (Violoncello) und Werken von Franz Schubert, u.a. mit Trio Nr. 1 in B-Dur für Klavier, Violine und Violoncello op. posth. 99 D 898

2009         Duisburg
Liederabend mit Robert Holl (Bariton), u.a. mit Dichterliebe op. 48 von Robert Schumann und Fünf Lieder nach Joseph von Eichendorff von Hugo Wolf

2010          Duisburg
Kammermusikkonzert mit Michael Barenboim, Petra Schweiger (Violine), Madeleine Caruzzo (Viola) und Timothy Park (Violoncello) und Werken von Robert Schumann, u.a. mit Quintett für Klavier, zwei Violinen, Viola und Violoncello Es-Dur op. 44

2011         Duisburg
Solorezital, u.a. mit Funérailles aus „Harmonies poétiques et religieuses“ S 173 von Franz Liszt und Intermittences von Elliott Carter

2012          Rheinberg
Solorezital, u.a. mit Papillons op. 2 von Robert Schumann und „Die Jahreszeiten“ op. 37b von Peter Iljitsch Tschaikowski

2013         Essen
Kammermusikkonzert mit Michael Barenboim, Tatjana Masurenko (Viola), Nicolas Altstaedt (Violoncello) und Pascal Moraguès (Klarinette), u.a. mit Klavierquartett in Es-Dur KV 493 von Wolfgang Amadeus Mozart und Quartett für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier von Paul Hindemith

2014         Schwelm
Duorezital mit Michael Barenboim, u.a. mit „Frühlingssonate“ in F-Dur op. 24 von Ludwig van Beethoven, Sonate für Violine und Klavier von Leoš Janáček und Fantasie für Violine und Klavier in C-Dur op. posth. 159 D 934 von Franz Schubert

2015         Düsseldorf
Solorezital, u.a. mit Vier Nachtstücke op. 32 von Robert Schumann und 5 Cantos de Espana op. 232 von Isaac Albéniz

2016         Münster
Triokonzert mit Michael Barenboim und Julian Steckel (Violoncello) und den Trios Nr. 1-3 für Klavier, Violine und Violoncello von Johannes Brahms

2018         Wuppertal
2. Stiftungskonzert „30 Jahre Klavier-Festival Ruhr“ mit einer Auswahl aus Kinderalbum op. 39 von Peter Iljitsch Tschaikowski

2018         Hünxe
Solorezital, u.a. mit Sonate Nr. 1 in fis-Moll op. 11 von Robert Schumann, Sonate Nr. 4 op. 30 von Alexander Skrjabin und einer Auswahl aus Douze Notations pour piano von Pierre Boulez

2019          Hamm
Solorezital, u.a. mit Variationen in A-Dur KV Anh. 137 über ein Thema aus dem Klavierquintett KV 581, Sonate Nr. 13 KV 333 von Wolfgang Amadeus Mozart und Poetische Stimmungsbilder op. 85 von Antonín Dvořák

2021          Wuppertal
Gala-Konzert für die Mitglieder des Jubilee Circle mit Michael Barenboim, u.a. mit Sonate Nr. 2 in a-Moll für Violine und Klavier D 385 op. posth. 137,2 und Sonate in a-Moll für Arpeggione und Klavier D 821 von Franz Schubert

Konzertimpressionen

Vergangene Konzerterlebnisse

Sonntag, 19. Mai 2019 | 18:00 Uhr
Hamm Gustav-Lübcke-Museum
Dienstag, 19. Juni 2018 | 20:00 Uhr
Hünxe Wasserschloss Gartrop
Dienstag, 31. Mai 2022 | 20:00 Uhr
Rheda-Wiedenbrück Schloss Rheda – Orangerie

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