Gabriela Montero

Gabriela Monteros visionäre Interpretationen und ihre einzigartige kompositorische Begabung haben der venezuelanischen Künstlerin in der ganzen Welt den Beifall von Kritikern und eine hingebungsvolle Anhängerschaft beschert. Anthony Tommasini bemerkte in der New York Times, dass „Monteros Spiel alles hatte: knisterndes rhythmisches Brio, subtile Schattierungen, stählerne Kraft… gefühlvolle Lyrik… unsentimentale Expressivität“. Als Absolventin und Fellow der Royal Academy of Music in London konzertierte Montero in so bedeutenden Konzertsälen wie der Wigmore Hall, dem Kennedy Center, dem Wiener Konzerthaus, der Berliner Philharmonie, der Frankfurter Alten Oper, der Kölner Philharmonie, dem Leipziger Gewandhaus, dem Münchner Herkulessaal, dem Opernhaus in Sydney, dem Concertgebouw Amsterdam und der Philharmonie Luxemburg, dem Gulbenkian-Museum Lissabon, der Manchester Bridgewater Hall, und unter vielen anderen bei den Festivals von Edinburgh, Salzburg, Luzern, Bergen und Lugano.

Montero, die für ihre außergewöhnliche Musikalität und Improvisationsfähigkeit gefeiert wird, ist mit vielen der führenden Orchester der Welt aufgetreten, darunter auch mit dem Royal Liverpool, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem NDR Sinfonieorchester Hamburg, der NDR Radiophilharmonie Hannover, dem Zürcher Kammerorchester, der Academy of St. Martin in the Fields, den Sinfonieorchestern von Pittsburgh, Detroit, Houston, Atlanta, Toronto, Baltimore und dem Cleveland Orchestra.

Ihr Debüt als Komponistin gab Montero mit „Ex Patria“, einer Tondichtung, die den Abstieg ihres Heimatlandes Venezuela in Gesetzlosigkeit, Korruption und Gewalt illustriert und anprangert. Das Stück wurde 2011 von der Academy of St. Martin in the Fields uraufgeführt. Monteros erste abendfüllende Komposition, das Klavierkonzert Nr. 1 „Latin Concerto“ wurde im Leipziger Gewandhaus mit dem MDR Sinfonieorchester und Kristjan Järvi uraufgeführt und anschließend mit dem Orchestra of the Americas für den Sender ARTE aufgenommen und gefilmt.

Montero ist eine engagierte Verfechterin der Menschenrechte. Im Jahr 2015 wurde sie von Amnesty International zur Honorarkonsulin ernannt und von der Menschenrechtsstiftung für ihr anhaltendes Engagement für die Menschenrechte in Venezuela mit der Auszeichnung „Outstanding Work in the Field of Human Rights“ geehrt. Sie wurde zur Teilnahme am Festival „Frauen der Welt“ 2013 im Londoner Southbank Centre eingeladen und hat zweimal auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gesprochen. Außerdem wurde sie mit dem Rockefeller-Preis 2012 ausgezeichnet und trat 2008 bei Barack Obamas Amtseinführung als US-Präsident auf.

Die in Venezuela geborene Montero begann ihr Klavierstudium im Alter von vier Jahren bei Lyl Tiempo und gab ihr Konzertdebüt im Alter von acht Jahren in ihrer Heimatstadt Caracas. Dies führte zu einem Stipendium der Regierung für ein Privatstudium in den USA und anschließend an der Royal Academy of Music in London bei Hamish Milne.

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