Francesco Piemontesi

Francesco Piemontesi ist ein Pianist von außerordentlicher Ausdruckskraft, die sich mit einem hohen technischen Können verbindet. Weithin bekannt für seine Interpretation von Mozart und des frühromantischen Repertoires, hat Piemontesis künstlerische Sensibilität auch eine enge Affinität zum Repertoire des späteren 19. und 20. Jahrhunderts wie Brahms, Liszt, Dvořák, Ravel, Debussy, Bartók und darüber hinaus. Von einem seiner großen Lehrer und Mentoren, Alfred Brendel, sagt Piemontesi, dass dieser ihn lehrte, „die Details der Dinge zu lieben“.

Francesco Piemontesi tritt weltweit mit großen Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic, dem Boston Symphony Orchester, dem NHK Symphony Orchestra, dem Cleveland Orchestra, dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern, dem London Philharmonic Orchestra, dem Gewandhausorchester, den Wiener Symphonikern, dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem Czech Philharmonic, dem Budapest Festival Orchestra, dem Oslo Philharmonic, dem Swedish Radio Symphony Orchestra, den St Petersburger Philharmonikern, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre symphonique de Montréal, dem Orchestre National de France, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Orchester de la Suisse Romande, dem Orchestra Sinfonica Nazionale Rai, dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia.

Er arbeitete bisher mit Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Charles Dutoit, Ivan Fischer, Daniel Harding, Manfred Honeck, Marek Janowski, Neeme Järvi, Emmanuel Krivine, Ton Koopman, Zubin Mehta, Sir Roger Norrington, Gianandrea Noseda, Sir Antonio Pappano und Juri Temirkanov.

Zu Beginn der Saison 20/21 gab Piemontesi sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern und Lahav Shani. Die Berliner Zeitung beschrieb Piemontesis Spiel als „eine fesselnde Geschichte in ständig wechselnden Farben“. Während der Saison 20/21 ist Piemontesi Artist in Residence beim Orchestre de la Suisse Romande, der ersten Residenz des Orchesters überhaupt.

Piemontesi spielt auch Kammermusik mit einer Vielzahl von Partnern wie Leif Ove Andsnes, Yuri Bashmet, Renaud und Gautier Capuçon, Leonidas Kavakos, Stephen Kovacevich, Heinrich Schiff, Christian Tetzlaff, Jörg Widmann, Tabea Zimmermann und dem Emerson Quartett.

Als Solist trat er in vielen renommierten Konzertsälen auf, darunter das Amsterdam Concertgebouw, der Berliner Philharmonie, dem Wiener Musikverein, der Londoner Wigmore Hall, der Carnegie Hall und der Avery Fisher Hall in New York sowie der Suntory Hall in Tokyo.

2019 veröffentlichte Piemontesi eine CD mit dem Titel Schubert Last Piano Sonatas bei Pentaton. Sie wurde von BR Klassik als Album der Woche ausgezeichnet, der schrieb: „In dieser Musik steckt einfach alles drin: Euphorie und Verzweiflung, abgründige Ruhe und mitreißende Energie. Und das überstrahlt von einer süchtig machenden, in jedem Ton zum Herzen sprechenden Schönheit. Hier steckt wirklich Schuberts Essenz“. Darüber hinaus beschrieb die Süddeutsche Zeitung, „selten Schuberts Werk so unprätentiös und so umfassend und nachdenklich gespielt zu hören“, und das Wall Street Journal sprach von seinem „perlenden Ton“ und seiner „außergewöhnlichen Einsicht“. Zu seinen bisherigen
Einspielungen gehören Liszts Années de Pelerinage, Mozarts Klavierkonzerte mit dem Scottish Chamber Orchestra und Andrew Manze bei Linn, und für Naïve hat er Debussy-Préludes und Mozarts Soloklavierwerke aufgenommen.

Francesco Piemontesi studierte bei Arie Vardi, bevor er bei Alfred Brendel, Murray Perahia, Cécile Ousset und Alexis Weissenberg arbeitete. Er erlangte internationale Bekanntheit mit Preisen bei mehreren großen Wettbewerben, darunter 2007 Queen Elisabeth Competition. Seit 2012 ist Piemontesi künstlerischer Leiter der Settimane Musicali di Ascona.

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