Yaara Tal & Andreas Groethuysen

Preisträger des Klavier-Festivals Ruhr 2022

Die israelische Pianistin Yaara Tal und ihr deutscher Partner Andreas Groethuysen bilden heute eines der weltweit führenden Klavierduos und konzertieren in den renommiertesten Veranstaltungsrahmen. Stellvertretend für viele seien genannt: Concertgebouw Amsterdam, Philharmonie Berlin, Alte Oper Frankfurt, Elbphilharmonie Hamburg, Hongkong Arts Festival, Philharmonie Köln, Teatro alla Scala Mailand, Philharmonie München, Radio France, Frick Collection New York, Forbidden City Concert Hall Peking, Klavierfestival La Roque d´Anthéron, Klavierfestival Ruhr, Salzburger Festspiele, Wiener Musikverein, Tonhalle Zürich, Festwochen Luzern.

Ein besonderes Markenzeichen von Tal & Groethuysen ist die Kreativität in der Gestaltung der Programme, in denen auch immer wieder zu Unrecht vernachlässigte Schätze des Repertoires zu neuer Geltung kommen – z.B. Ralph Vaughan Williams‘ Konzert für zwei Klaviere und Orchester (u.a. mit dem Gewandhausorchester Leipzig und dem Musikkollegium Winterthur), oder die Konzerte von Czerny, Lipatti, Bach oder Veress. Auch das Recital-Repertoire für zwei Klaviere ist vielfältig: neben beliebten Kompositionen wie der Mozart-Sonate für zwei Klaviere oder Strauss’ Till Eulenspiegel spielen Tal & Groethuysen ebenfalls unbekannte Werke von Komponisten wie Babin oder Casella. Mit der Rheinberger/Reger-Transkription der Goldberg-Variationen für zwei Klaviere begeistert das Duo regelmäßig das Publikum. Daneben werden auch die Klassiker der vierhändigen Klavierliteratur nicht vernachlässigt: Schubert, Dvořáks Slawische Tänze, sowie selten gehörte Bearbeitungen, z.B. Mendelssohns Oktett oder Hebriden-Ouvertüre in der vierhändigen Fassung des Komponisten, oder Brahms’ Bearbeitung seines 1. Klavierkonzerts zu vier Händen.

Ein wesentlicher Bestandteil des internationalen Erfolges des Duos Tal & Groethuysen ist die exklusive Zusammenarbeit mit SONY Classical: In über 30 Jahren nahm das Duo mehr als 35 Alben auf. Darunter eine ganze Serie von Aufnahmen vierhändiger Klaviermusik (größtenteils in Ersteinspielung), die in bemerkenswerter Anzahl mit dem “Preis der Deutschen Schallplattenkritik” ausgezeichnet wurden und international ein außergewöhnliches Echo bei Publikum und Presse gefunden haben.

Ein besonderer Schwerpunkt der Schallplattenproduktionen war die erste und vielbeachtete Gesamteinspielung des vierhändigen Werkes von Franz Schubert, die mit dem deutschen “Echo”-Schallplattenpreis 1997 und dem “Cannes Classical Award” 1998 ausgezeichnet wurde. Zum Mozart-Jahr 2006 vervollständigte das Duo eine dreiteilige Gesamteinspielung sämtlicher Werke von Wolfgang A. Mozart für zwei Pianisten, wovon zwei Teile ebenfalls jeweils mit dem “Echo“-Preis für die beste Kammermusikaufnahme ausgezeichnet wurden.

Auch die Veröffentlichung mit Choral-Préludes von Johannes Brahms, Reinhard Febel und Max Reger erhielt einen “Preis der Deutschen Schallplattenkritik”. Anlässlich des Wagner-Jahres 2013 veröffentlichte SONY das ebenfalls mit einem „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnete Album Götterdämmerung, mit Transkriptionen von Wagneropern für zwei Klaviere, unter anderem von Alfred Pringsheim. Auch die Einspielung 1915 (VÖ 2015) mit Werken von Claude Debussy und Reynaldo Hahn wurde mit diesem Preis bedacht.

Zwei weitere Einspielungen wurden 2021 veröffentlicht, darunter das dritte Solo-Album von Yaara Tal Tracing Bach (VÖ August 2021), welches Präludien von J. S. Bach den Fugen von zehn weiteren Komponisten gegenüberstellt, u.a. von L.F. Prinz von Preußen, Alkan, Chopin, Feininger und Reinhard Febel, um einige zu nennen. Dem Album wurde u.a. von WDR, BR Klassik und Süddeutscher Zeitung höchstes Lob zugesprochen. Das 2020 veröffentlichte Album der 18 Studies on The Art of Fugue von Reinhard Febel erhielt 2021 einen OPUS Klassik für die beste Kammermusik-Aufnahme – nachdem ihm 2020 als elfte Aufnahme des Duos der “Preis der Deutschen Schallplattenkritik” zugesprochen worden war.

Höhepunkte der vergangenen Saisons waren u.a. Wiedereinladungen zum Klavier-Festival Ruhr, zum Mozartfest Würzburg sowie einige Konzerte im Quartett mit Sergey Malov (Violine) und Raphaela Gromes (Violoncello) mit Bearbeitungen großer Sinfonien für kammermusikalische Besetzung.

Im Wintersemester 2014/15 folgte das Klavierduo dem Ruf für eine Professur „Klavier solo und Klavierduo“ am Mozarteum Salzburg, an dem Andreas Groethuysen zudem die Abteilungsleitung „Tasteninstrumente“ innehat.

 

 Yaara Tal & Andreas Groethuysen beim Klavier-Festival Ruhr: 16 Konzerte seit 1997

1997      Bochum
Duo-Debütkonzert mit Joachim Kaiser (Moderation) im Rahmen des Schubert-Brahms-Zyklus, u.a. mit Variationen über ein Originalthema op. 35 D 813 für Klavier zu vier Händen von Franz Schubert und Variationen für Klavier zu vier Händen op. 23 „Schumann-Variationen“ von Johannes Brahms

1998      Duisburg
Duorezital mit Werken von Max Reger anlässlich des 125. Geburtstags des Komponisten, u.a. mit Variationen und Fuge über ein Thema von W.A. Mozart zu vier Händen op. 132

2000      Hamm
Duorezital, u.a. mit „Jeux d’enfants“ op. 22 für Klavier zu vier Händen von Georges Bizet und Ouvertüre aus „Tannhäuser“ in der Fassung für vier Hände von Richard Wagner

2003      Bochum
Duorezital, u.a. mit Sonate für Klavier zu vier Händen op. 30 D 617 „Grande Sonate“ von Franz Schubert und Variationen und Fuge über ein Thema von F. Schubert für zwei Klaviere op. 2 von Adolf Busch

2005      Essen
Duorezital, u.a. mit Klavierquartett op. 47 in der von Johannes Brahms transkribierten Fassung für Klavier zu vier Händen von Robert Schumann und Klavierkonzert Nr. 1 op. 15 in der Originaltranskription für Klavier zu vier Händen von Johannes Brahms

2007      Mülheim an der Ruhr
Duorezital, u.a. mit Klaviertrio op. 66 Nr. 2 in der Originaltranskription für Klavier zu vier Händen von Felix Mendelssohn Bartholdy und Scarlattiana op. 45 in der Fassung für zwei Klaviere von Andreas Groethuysen von Alfredo Casella

2008      Mülheim an der Ruhr
Duorezital mit Werken von Franz Schubert, u.a. mit Acht Variationen über ein eigenes Thema op. 35 D 813 und Sonate D-Dur op. posth. 140 D 812 „Grand Duo“

2009      Essen
Entdeckungen – Discovery Project 5 – Präsentation des Education-Projekts unter dem Titel „Wasserspiele 2 – La Mer“ mit Schülerinnen und Schülern aus dem Ruhrgebiet, den Bochumer Symphonikern und Richard McNicol (Moderation und Leitung), u.a. mit „Reflets dans l’eau“ für Klavier zu vier Händen und „Jeux de vogues“ (Spiel der Wellen) aus La Mer, Satz Nr. 2 von Claude Debussy

2009      Recklinghausen
Abschlusskonzert mit dem Leipziger Streichquartett mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, u.a. mit Sinfonie Nr. 1 op. 11 in der bearbeiteten Fassung des Komponisten für Klavier zu vier Händen, Violine und Violoncello und Streichoktett op. 20 in der von Carl Burchard bearbeiteten Fassung für Klavier zu vier Händen und Streichquartett

2010      Essen
Werkwoche Polyphonie – Präsentation der Workshop-Ergebnisse mit OberstufenschülerInnen und Studierenden (Musik und Tanz), u.a. zu Auszügen aus den „Goldberg-Variationen“ von Johann Sebastian Bach

2010      Mülheim an der Ruhr
Duorezital mit Konzerteinführung mit den „Goldberg-Variationen“ in der von Joseph Rheinberger bearbeiteten und von Max Reger revidierten Fassung für zwei Klaviere von Johann Sebastian Bach

2013      Essen
„Die Berauschte“ – Wagner Verehrung an beiden Rheinufern – Duorezital, u.a. mit Götterdämmerung. Siegfrieds Tod in der von Alfred Pringsheim 1879 bearbeitenden Fassung für zwei Klaviere von Richard Wagner und „Prélude à l’après-midi d’un faune“ für zwei Klaviere von Claude Debussy

2015      Duisburg
Eröffnungskonzert, u.a. mit Peer Gynt Suite Nr. 1 op. 46 in der von Richard Simm für zwei Klaviere arrangierten Fassung von Edvard Grieg und „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ op. 28 in der von Otto Singer für 2 Klaviere arrangierten Fassung von Richard Strauss

2018      Düsseldorf
Duorezital, u.a. mit Sonate für Klavier zu vier Händen in c-Moll op. 49 von Louis Théodore Gouvy und „Six épigraphes antiques“ für Klavier zu vier Händen von Claude Debussy

2018      Hünxe
Gala-Konzert für die Mitglieder des Jubilee Circle, u.a. mit Sonate für Klavier zu vier Händen in D-Dur KV 381 von Wolfgang Amadeus Mozart und Fantasie für Klavier zu vier Händen op. 103 D 940 von Franz Schubert

2020      Bochum
Duorezital, u.a. mit Ludwig van Beethovens Großer Fuge op. 135 und den Studien über J.S. Bachs Kunst der Fuge (2014) von Reinhard Febel

 

Konzertimpressionen

Video

08
Fr
Freitag, 08. Juli 2022 | 20:00 Uhr
Herne Kulturzentrum

€ 55 | 45 | 35 | 25

Vergangene Konzerterlebnisse

Mittwoch, 25. April 2018 | 20:00 Uhr
Düsseldorf Robert-Schumann-Saal im Kunstpalast

Donnerstag, 03. Sep. 2020 | 20:00 Uhr
Bochum Anneliese Brost Musikforum Ruhr

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