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Dienstag | 30. Mai 2017 | 20:00 Uhr

Im Vorverkauf seit 10. November 2016

Sacre du Printemps
Katia & Marielle Labèque
Klavierduo Labèque überzeugt mit Temperament und Feingefühl  

Katia und Marielle Labèque waren beim Klavierfestival Ruhr schon häufig zu Gast. Dennoch sind die Auftritte der Schwestern immer wieder spannend.

Wenn jemand bereits 17 Mal beim Klavierfestival Ruhr aufgetreten ist wie das französische Klavierduo...

 

Katia und Marielle Labèque waren beim Klavierfestival Ruhr schon häufig zu Gast. Dennoch sind die Auftritte der Schwestern immer wieder spannend.

Wenn jemand bereits 17 Mal beim Klavierfestival Ruhr aufgetreten ist wie das französische Klavierduo Katia & Marielle Labèque, sind Riesenüberraschungen nicht mehr zu erwarten. Mit ihrem gleichermaßen ausgeprägten Sensorium für hypersensible Anschlagsnuancen und ihrem explosiven Temperament kommt bei den Schwestern jedoch nie Einförmigkeit auf.

Die Mischung gegensätzlicher Eigenschaften wie Feingefühl und Energiegeladenheit kommt einem Werk wie Strawinskys „Le Sacre du Printemps“, das diese Attribute in radikaler Schroffheit ausreizt, dankbar entgegen. Mit weichen Linien, in abgeklärter Ruhe leuchten die Labèques die ruhigen Teile aus, um die dynamischen Sperrfeuer umso härter herauszumeißeln.

Kleine Wunder an diffizil ausgefeilten impressionistischen Klangwundern vollführen die Labèque-Schwester nach der Pause mit den bewusst schmucklos-schlicht gehaltenen „Six épigraphes antiques“ von Debussy. Mit Anschlagskultur und innerer Ausgeglichenheit gelingt ihnen ein entmaterialisierter Klang, der den Stücken jede Erdenschwere nimmt und eine Atmosphäre von bestrickender Sinnlichkeit verströmt.

Strawinsky und Debussy setzen eine Messlatte, die selbst ein hoch gelobter Guru wie Philip Glass, der in diesem Jahr mit dem Preis des Klavierfestivals ausgezeichnet wird, nicht überspringen kann. Glass gehört glücklicherweise nicht zu den stumpfsinnigsten Vertretern des Minimalismus und in seinen „Four Movements for Two Pianos“ veredelt er seinen Repetitionseifer mit Anleihen an spätromantische Vorbilder. Eine virtuos angereicherte Melange, die trotz des Einsatzes der Labèque-Schwestern erheblich altmodischer wirkt als die Musik Strawinskys oder Debussys.

Gleichwohl: Das Publikum brach nach Glass vollends in Begeisterung aus, die die Französinnen mit zwei Zugaben beantworteten: Mit einer vitalen Sequenz aus Bernsteins „West Side Story“ und einem zerbrechlich zarten Stück aus Ravels „Ma mère l’Oye“.

WAZ, Pedro Obiera

 
Wieder Klavier-Gipfel mit den Labèque-Schwestern  

Zum 17. Mal gastierte eines der führenden Klavierduos der Gegenwart jetzt beim Klavier-Festival Ruhr, wieder einmal in Duisburg und in der ausverkauften Gebläsehalle im Landschaftspark Nord: Katia und Marielle Labèque sind seit langem bewährt.

Das...

 

Zum 17. Mal gastierte eines der führenden Klavierduos der Gegenwart jetzt beim Klavier-Festival Ruhr, wieder einmal in Duisburg und in der ausverkauften Gebläsehalle im Landschaftspark Nord: Katia und Marielle Labèque sind seit langem bewährt.

Das erste Werk auf dem Programm war das älteste, längste und stachligste, nämlich "Le sacre du printemps" ("Das Frühlingsopfer", 1912/13) von Igor Strawinsky, hier nicht in der eigenen Fassung des Komponisten für ein Klavier zu vier Händen, sondern in einer nicht ganz so anspruchsvollen Bearbeitung für zwei Klaviere. Dann kam schon die Pause und danach deutlich leichtere Kost. Claude Debussy setzte seine konzentrierte Komposition "Six épigraphes antiques" ("Sechs antike Inschriften", 1914) sehr eng zu vier Händen, so dass sich die französischen Klavier-Schwestern das Leben etwas leichter machten, indem sie das Original auf zwei Klaviere verteilten. Überraschend gut passten dazu jene "Four Movements for Two Pianos" ("Vier Sätze für zwei Klaviere"), die Philip Glass 2008 als Auftragswerk des Klavier-Festivals Ruhr komponierte, denn zum einen hatte der vor 80 Jahren geborene Meister einst in Paris bei Nadia Boulanger studiert, zum anderen ging er in diesem Werk mit prägnanten Melodien und Rhythmen deutlich über einen monotonen Minimalismus hinaus.

Die Labèques spielten wie eh und je, nämlich perfekt zusammen, sehr souverän und virtuos, mal temperamentvoll bis der aufgestellte Klavierdeckel wackelt und mal streichelzart, mal oberflächlich und mal magisch. Und zur zweiten der beiden Zugaben, "Le jardin féerique" ("Der Feengarten") aus "Ma mère l'oye" ("Mutter Gans") von Maurice Ravel, setzten sich Katia und Marielle Labèque dann doch noch vierhändig an ein Klavier.

Die nächste Duisburger Veranstaltung des Klavier-Festivals ist am Freitag, 23. Juni, um 17.30 Uhr, in der Gebläsehalle, die Präsentation des integrativen Education-Projekts "Strawinskys Welt", mit Grundschülern und Gesamtschülern aus Marxloh (Tanz und Musik) sowie Fabian Müller und Lorenzo Soulès (Klavier). Auch dieser Abend ist längst ausverkauft.

Rheinische Post, Ingo Hoddick

 
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