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Sonntag | 07. Mai 2017 | 18:00 Uhr
The Americas: Anniversaries
Sebastian Knauer
Klavier-Festival zeigt Musikvielfalt Nord- und Südamerikas  

Sebastian Knauer ist nicht der Typ für den schillernden Auftritt. Eher ein typischer Hamburger: zurückhaltend, aber selbstbewusst, zielstrebig und seriös. So hat er auch seit seinem Debüt als Vierzehnjähriger seine Karriere aufgebaut. Die führte über...

 

Sebastian Knauer ist nicht der Typ für den schillernden Auftritt. Eher ein typischer Hamburger: zurückhaltend, aber selbstbewusst, zielstrebig und seriös. So hat er auch seit seinem Debüt als Vierzehnjähriger seine Karriere aufgebaut. Die führte über eine erste Plattenaufnahme mit Musik von Leonard Bernstein und über zwei begeistert aufgenommene Einspielungen amerikanischer Klaviermusik. Dieses Repertoire seiner Anfangszeit präsentierte Knauer bei seinem Konzert im Rahmen des Klavier-Festivals Ruhr im Ibach-Haus in Schwelm.

Sebastian Knauer ist nicht der Typ für den schillernden Auftritt. Eher ein typischer Hamburger: zurückhaltend, aber selbstbewusst, zielstrebig und seriös. So hat er auch seit seinem Debüt als Vierzehnjähriger seine Karriere aufgebaut. Die führte über eine erste Plattenaufnahme mit Musik von Leonard Bernstein und über zwei begeistert aufgenommene Einspielungen amerikanischer Klaviermusik. Dieses Repertoire seiner Anfangszeit präsentierte Knauer bei seinem Konzert im Rahmen des Klavier-Festivals Ruhr im Ibach-Haus in Schwelm.

Dem ausverkauften Saal mutete Knauer einiges zu: kein „classic light“-Programm für die vermeintliche „Provinz“, sondern anspruchsvolle, hierzulande kaum bekannte Stücke amerikanischer Komponisten: Samuel Barber, dessen Oper „Vanessa“ vor einigen Jahren am Theater Hagen Furore gemacht hat. Aaron Copland, einem der Klassiker der Neuen Welt. Und natürlich George Gershwin, dem genialen, 1937 zu früh verstorbenen Musiker, der wie kaum ein zweiter europäische Tradition und amerikanisches Feeling miteinander verbunden hat.

Das Programm passt genau in den Schwerpunkt des Klavier-Festivals Ruhr, das sich in diesem Jahr der Vielfalt der Musik aus Nord- und Südamerika widmet. Aber welche Überraschung: Wo andere Pianisten sich in der „Rhapsody in Blue“ dem Zauber der Melodie hingeben, formuliert Sebastian Knauer mit Blick auf harmonische Tiefe. Er packt zu und leuchtet aus, was da unter der schmeichelnden Oberfläche verborgen liegt. Und beweist so, dass Gershwin das Komponisten-Handwerk seiner Zeit glänzend beherrschte.

Was Gershwin unter den so kraftvollen wie sensiblen Händen Knauers auszeichnet, ist ein traumhaftes Gespür für das richtige Tempo, für die unendlichen Abstufungen zwischen lyrischem Schweifen und zupackender Schnelle. So entsteht „Swing“ ohne oberflächlichen Effekt. Auch den kurzen Stücken aus Gershwins „Songbook“ prägt Knauer den Stempel des flexiblen Rhythmus‘ auf, der die Musik so „amerikanisch“ wirken lässt.

Der Schritt zu Aaron Coplands „Four Piano Blues“ ist nur klein. Knauer bindet die kurzen Werke des Konzertteils nach der Pause auch sinnvollerweise zusammen. Copland widmete die poetischen Juwelen vier Pianisten, die sich für seine große Klaviersonate eingesetzt haben. Sie schlagen die Brücke zur ersten Hälfte des Abends.

Neue Ruhr Zeitung Schwelm

 

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