Das Programm Archiv Konzert-Archiv 2017 Ausgewähltes Konzert
Sonntag | 16. Juli 2017 | 20:00 Uhr
Preis: € 70 | 60 | 50 | 30 | 18
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JazzLine
Thomas Quasthoff (Vocals)
Frank Chastenier
Dieter Ilg (Bass)
Wolfgang Haffner (Drums)

Setlist

Mornin' (Instrumental–Trio)  Al Jarreau/David Foster (arr. Frank Chastenier)
Can’t we be friends (Quasthoff + Trio)  Kay Swift (arr. Frank Chastenier)
You are so beautiful (Quasthoff +Trio)  Billy Preston (arr. Wolfgang Haffner)
For once in my life (Quasthoff + Trio)  Bob Sherman (arr. Frank Chastenier)
Summertime (Quasthoff + Trio)  George Gershwin (arr. FrankChastenier)
Makin’ whoopee (Quasthoff + Trio)  Walter Donaldson (arr. Frank Chastenier)
In my solitude (Quasthoff + Trio)  Duke Ellington (arr. Frank Chastenier)
Fly me to themoon (Quasthoff + Trio)  Bart Howard (arr. Frank Chastenier)
On the sunny side of the street (Instrumental-Trio)  Jimmy McHugh (arr. Frank Chastenier)
Lost mind (Quasthoff + Trio) Percy Mayfield (arr. Frank Chastenier)
Witchcraft (Quasthoff + Trio)  Cy Coleman (arr. Frank Chastenier)
Mr. Pianoman (Quasthoff + Trio)  Bob Sherman (arr. WolfgangHaffner)
Imagine (Quasthoff + Chastenier)  John Lennon (arr. Frank Chastenier)
Solo-Improvisation (Thomas Quasthoff)
Hallelujah and I love her so (Quasthoff + Trio)  Ray Charles (arr. W. Reissmann & F. Chastenier)


Zugabe

We’ll be together again (Quasthoff + Trio)  Carl Fischer (arr. Frank Chastenier)

Es ist doch enorm spannend, wenn man
seine Fühler ein bisschen ausstreckt.

(Thomas Quasthoff)

Als Kammersänger im klassisch-romantischen Fach erlangte er Weltrang, doch seine Fühler streckte Bassbariton Thomas Quasthoff schon immer gern über die Grenzen dieses Terrains aus. Vom Kunstlied zog es ihn zu Soul und R&B, zu Pop und dem American Songbook. Doch was zunächst eine willkommene Abwechslung war, gewann an Umfang und Bedeutung, nachdem Quasthoff 2012 seine klassische Karriere beendet hatte, und so blieb er der Bühne als Jazzsänger, Schauspieler, anfangs auch als Kabarettist erhalten. Gemeinsam mit einem Trio der Spitzenklasse kommt er jetzt als Jazz- und Soul-Crooner, um eine Auswahl seiner Lieblingssongs zu präsentieren. Wobei er von vornherein klarstellt: „Jazz bedeutet für mich nicht das Ausleben früherer Restriktionen. Es sind zwei ganz verschiedene Genres, und ich habe beide seit je bedient. Nicht ganz gleichberechtigt zwar; ich habe die Klassik sehr ernst genommen, und man kann nur eine Sache richtig machen. Aber Jazz war immer wichtig für mich.“ Und zwar schon sehr früh. „Man wächst ja mit Musik auf“, sagt Quasthoff. Popmusik hörte er sowieso, sein älterer Bruder begeisterte ihn außerdem für Soul, Funk und Jazz von der Frühzeit bis zur Free-Zeit: „Von Bix Beiderbecke über Louis Armstrong oder Oscar Peterson und Cannonball Adderley zu Dizzy Gillespie, Miles Davis, John Coltrane, natürlich auch Don Cherry und Ornette Coleman, bis zu Cecil Taylor, Peter Brötzmann oder Alexander von Schlippenbach.“ Vor Beginn seiner Karriere hatte er, bereits klassisch ausgebildet, auch Jazz und Gospel gesungen, vor seinem ersten Album mit Carl-Loewe-Balladen (1989) schon als Gastsänger am Debütalbum Young Lovers (1980) der Hannoveraner Band The Locals mitgewirkt und unter eigenem Namen die jazzig-gospelige LP Vocal Spirit (1986) herausgebracht.

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere nahm er dann das von Till Brönner produzierte Jazzalbum Watch What Happens (2006) auf, mit Frank Chastenier, Dieter Ilg und Wolfgang Haffner die Scheibe Tell It Like It Is (2010), auf der er Soul- und R&B-Klassiker interpretierte. „Ich bin nicht die neue Soul-Entdeckung“, bekannte er, „und sicher nicht derjenige, der den Jazzgesang in Deutschland fünf Stufen weiter bringt – darum geht es auch nicht. Wir machen dieses Album, weil wir unheimliche Freude an den Songs haben und ich wirklich gerne mit diesen Musikern zusammenspiele.“ Und mit Recht fügt er hinzu: „Dank der Tiefe meiner Stimme kann ich eine Farbe in diese Musik bringen, die zumindest in Europa nicht sehr häufig ist.“ Im Mutterland des Jazz, wo die Traditionslinie des Bariton-Crooning von Billy Eckstine und Nat King Cole bis zu Gregory Porter reicht, war diese Farbe immer ausgesprochen populär, hierzulande besetzt Quasthoff damit eine Nische. Stellvertretend für das Trio meint Frank Chastenier: „Das Tolle ist einfach, dass wir uns alle mögen. Wir freuen uns auf jedes Konzert – das ist immer wie ein Familientreffen.“ Beim Klavier-Festival Ruhr ist der Pianist längst ein alter Bekannter, heute tritt er hier bereits zum sechsten Mal auf. Chastenier gehört zu jenen Instrumentalisten, die das Gesangliche lieben, gern mit Sängern arbeiten, davon auch geprägt sind und, wie er sagt, versuchen, „auf dem Klavier zu ,singen’, also wie ein Sänger mit dem Atem zu arbeiten, damit der Ton, der aus dem Klavier kommt, aus meinem Inneren kommt und ehrlich klingt. Das Gesangliche ist für mich ein Rieseneinfluss, auch für mein solistisches Spiel.“  Wenn das Gespräch auf Quasthoff kommt, outet sich Chastenier als Liebhaber des Kunstliedes und verrät: „Es war lange mein Traum, mit Thomas mal Schuberts ,Winterreise’ zu machen, und dazu wäre es vielleicht auch gekommen, wenn er nicht seine klassische Karriere beendet hätte. Zu begleiten ist eine eigene Kunst, die im Jazz leider viel zu wenig gewürdigt wird. Das ist etwas völlig anderes, als der Pianist eines Klaviertrios zu sein. Man nimmt sich zurück, hört auf den Sänger, auf dessen Atem, und lässt ihm Raum.“ Und Thomas Quasthoff würdigt den Pianisten mit den schönen Worten: „Von Frank Chastenier am Klavier begleitet zu werden, ist wie nach einem langen Winterspaziergang in die warme Badewanne zu steigen.”

Die Kunst, sich zurückzunehmen, beherrschen auch die anderen Mitglieder des Trios. Wie Chastenier haben auch Bassist Dieter Ilg und Drummer Wolfgang Haffner sich als Bandleader mit eigenen Projekten und Veröffentlichungen hervorgetan. Als noch so herausragende Solisten sind sie sich aber nicht zu schade, mal ins zweite Glied zurückzutreten, einem anderen Solisten zuzuarbeiten und ihn so ins beste Licht zu setzen. Beim Klavier-Festival Ruhr bilden sie in aller Regel die Rhythmusgruppe der Reihe „Till Brönner & His Piano Friends“ und treten heute bereits zum siebten (Ilg) bzw. fünften Mal (Haffner) hier auf. Als „gute Freunde und außerordentliche Musiker“ lobt Quasthoff das gesamte Trio und freut sich: „Ich habe eine ausgesprochen schlagkräftige Truppe dabei.“ Nach seinem Debüt 2015 ist Thomas Quasthoff heute zum zweiten Mal beim Klavier-Festival Ruhr zu erleben.

Berthold Klostermann

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