Mittwoch | 15. März 2017 | 20:00 Uhr


Klavier-Festival Ruhr EXTRA
Daniel Barenboim
Preisträger des Klavier-Festivals Ruhr 1999
Franz Schubert
Sonate Nr. 4 in a-Moll D537 | Sonate Nr. 19 in c-Moll D 958 | Sonate Nr. 20 in A-Dur D 959

Wohl kaum ein Pianist ist so eng mit dem Klavier-Festival Ruhr verbunden wie Daniel Barenboim. In den letzten 23 Jahren war er in 19 Festivals mit insgesamt 26 Konzerten zu Gast – und damit häufiger als jeder andere Pianist von Weltformat.

Unter anderem führte er 2007 mit der Staatskapelle Berlin sämtliche Konzerte von Ludwig van Beethoven auf. Als er 2015 einen Solo-Abend mit späten Schubert-Sonaten gab, brachte er seinen eigenen, neu gebauten Flügel mit, ein Instrument, das für Barenboim „historisches Klangideal und moderne Technik“ miteinander vereint. Dieser Flügel habe sein „klangliches Spektrum“ verändert – hin zu mehr Klarheit und zu einer differenzierteren Abmischung.

Gerade die Musik von Franz Schubert ist für Barenboim in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus gerückt. Inzwischen hat er sämtliche elf vollendeten Sonaten auch auf CD festgehalten. Einige davon hatte er zuvor nie öffentlich gespielt, allenfalls im kleinen privaten Kreis. Erst als über 70-jähriger habe er diese „zugleich lachenden und weinenden Wunderwerke des poetischen Ausdrucks“ endgültig für sich entdeckt. Nun lässt sich diese Wahlverwandtschaft nicht mehr verheimlichen – für die Klavier-Festival-Gemeinde ein großes Glück, zumal bei einem Konzert, das ein Wuppertaler Gönner in der von im hoch geschätzten Historischen Stadthalle ermöglicht hat.