Montag | 19. Juni 2017 | 20:00 Uhr
Haydn, Schumann, Tschaikowsky
Radu Lupu
Preisträger des Klavier-Festivals Ruhr 2012
Joseph Haydn
Variationen in f-Moll Hob. XVII:6
Robert Schumann
Fantasie in C-Dur op. 17
Peter Iljitsch Tschaikowsky
Die Jahreszeiten op. 37b

Zugabe:

Franz Schubert
Impromtu D899 Nr. 3

„Man muss Radu Lupu einfach lieben für seine Fähigkeit, den Konzertsaal zum Wohnzimmer werden zu lassen. Wie er sich zu Beginn auf seinen Stuhl absenkt, den gestreckten Arm an der Zarge des Konzertflügels eingehängt; wie er seinen Oberkörper wohlig über die Stuhllehne nach hinten biegt, den Prophetenbart Richtung Saaldecke gereckt; wie er erst kurz vor dem Einsatz seine Hände aus gemütlicher Verschränkung nimmt – das strahlt alles eine angenehme Seelenruhe, Selbstvergessenheit aus.“ Treffender als der Clemens Haustein 2013 in der „Frankfurter Rundschau“ kann man den Auftritt dieses Ausnahmepianisten kaum beschreiben.

Radu Lupu sprengt jede Konvention, weil Musik bei ihm immer zugleich Verinnerlichung bedeutet. Nie Show. Nie Event. Das spiegelt sich auch in seinem Anschlag, der oft etwas einzigartig Samtiges besitzt. Nachahmung ausgeschlossen. Der in Rumänien geborene Pianist genießt in der Klavierszene Kult-Status, obwohl oder gerade weil er sich der Öffentlichkeit weitgehend entzieht.

2012 bekam er den Preis des Klavier-Festivals Ruhr. Jetzt kehrt Lupu, der einzig die Musik sprechen lässt, aber Interviews geradezu stoisch ablehnt, mit einem klassisch-romantischen Programm bereits zum sechsten Mal zum Klavier-Festival Ruhr zurück – mit Peter Tschaikowskys großem „Jahreszeiten“-Zyklus im Mittelpunkt.

Wir danken unseren Donatoren