Samstag | 13. Mai 2017 | 20:00 Uhr
Beethoven und Liszt
Yulianna Avdeeva
Ludwig van Beethoven
Sonate Nr. 27 in e-Moll op. 90 | 32 Variationen über ein Originalthema in c-Moll WoO 80 | Sonate Nr. 26 in Es-Dur op. 81a „Les Adieux“
Franz Liszt
La lugubre gondola (Trauergondel) | Unstern.Sinistre.Disastro | R.W. Venezia (1883) | Sonate in h-Moll

Zugabe:

Frédéric Chopin 
Nocturne cis-Moll o. op.

„Yulianna Avdeeva ist eine Künstlerin, die das Klavier wirklich singen lassen kann“ – dieses schöne Kompliment stammt vom britischen Musikmagazin Gramophone. Mit ihrem zupackenden, burschikosen Auftreten überrascht Yulianna Avdeeva immer wieder, dabei wirkt ihr Spiel filigran und fein.

2010 gewann sie den renommierten Chopin-Wettbewerb in Warschau, eine Auszeichnung, die als letzte Frau vor ihr 1965 Martha Argerich erhalten hatte – es war der Startschuss für eine fulminante internationale Karriere. Yulianna Avdeeva studierte an der Zürcher Hochschule der Künste und lernte dort auch die deutsche Sprache, für sie eine wichtige Voraussetzung für die Beschäftigung mit der Musiksprache von Bach, Beethoven und Brahms. „Um richtig phrasieren zu können, muss man die Sprachmelodie beherrschen. Auch in der Agogik spiegelt sich die Sprache wider“, sagt Yulianna Avdeeva, die heute in ihrer Wahlheimat München lebt.

Bei ihrem klug ausgewählten Programm mit Sonaten von Beethoven und Liszt gesellen sich russisches Temperament und unbedingter Gestaltungswille zum sensiblen Gespür für die musikalische Sprache.