Samstag | 15. Juli 2017 | 20:00 Uhr
JazzLine
Joey Alexander
Alexander Claffy (Bass)
Willie Jones III (Drums)

Setlist:

Time Remembered (B. Evans)
Epistrophy (Monk)
Space (J. Alexander)
Soul Dreamer (J. Alexander)
City Lights (J. Alexander)
My Favorite Things (Oscar & Hammerstein)
Countdown (Coltrane)
Sunday Waltz (J. Alexander)
Straight No Chaser (Monk)


Zugaben:

I Am Thine, O Lord (Gospel)
Blackbird (McCartney)

„Jazzpiano-Wunderkind“ – selbst die seriöse New York Times schwärmte in den höchsten Tönen, als im Mai 2015 Joey Alexanders erstes Album erschien. Das war sechs Wochen vor seinem 12. Geburtstag. Was der Junge aus Indonesien da unter dem Titel My Favorite Things vorlegte, waren keine leichten Klassiketüden oder Popsongs. Joey spielte Modern Jazz von John Coltrane, Thelonious Monk oder Billy Strayhorn. Los ging’s mit einer über zehnminütigen Version von Coltranes „Giant Steps“, dessen harmonische Finessen der Kleine nicht nur spielend meisterte, er verstand dem Klassiker auch eine eigene Note zu geben.

Zu der Zeit hatte er schon allenthalben für Erstaunen gesorgt, Preise gewonnen, Herbie Hancock beeindruckt und war von Wynton Marsalis ins Lincoln Centre eingeladen worden. 2003 auf Bali geboren, hörte er von klein auf hin, wenn sein Vater, ein Amateurpianist, Jazzplatten spielte. Mit sechs bekam er ein Mini-Keyboard – und spielte als erstes Monks „Well, You Needn’t“ nach Gehör. Ein paar Grundlagen vermittelte ihm Daddy, alles Weitere brachte er sich selbst bei: „Ich hab’ Platten gehört“, sagt er. „Und YouTube.“ Nach Joeys ersten Preisen und Festivalauftritten gaben die Eltern ihr Reisebüro in Jakarta auf und zogen 2014 mit ihm nach New York. Nun gibt er als jüngster Jazzpianist bei unserer JazzLine sein Debüt.