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Karneval der Tiere - Ein Familienkonzert für, mit und von Kindern

Im Dschungel mit Katia und Marielle Labèque

Wie oft Katia und Marielle Labèque den Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns schon bei Kinderkonzerten in der ganzen Welt aufgeführt haben, wissen sie selbst nicht mehr. Ihr Auftritt mit diesem Werk im Rahmen von zwei ausverkauften Familienkonzerten des Klavier-Festival Ruhr 2007 war deshalb bewusst ganz anders angelegt: Auf der Bühne der zu einem Dschungel umgestalteten Essener Weststadthalle standen am 17. Juni 2007 neben Katia und Marielle Labèque nämlich keine erwachsenen Berufsmusiker, sondern 70 Kinder und Jugendliche.

Ausgangspunkt des dritten Discovery-Projekts des Klavier-Festivals Ruhr war die Idee, gemeinsam mit der Folkwang Musikschule ein Familienkonzert zu gestalten, bei dem sämtliche „Hauptrollen“ von Kindern übernommen werden. Während Schülerinnen und Schüler der Folkwang Musikschule in der ersten Konzerthälfte Kompositionen zu Gehör brachten, die sich in phantasievoller Weise auf verschiedene Tiere bezogen, führten die Labèque-Schwestern im zweiten Teil des Konzerts Camille Saint-Saëns Karneval der Tiere mit jungen Musikern im Alter von 12 bis 16 Jahren auf.

Die Education-Workshops im Vorfeld der Aufführung

Vorbereitet wurde das Familienkonzert in einer Reihe von Text-, Kunst- und Musikworkshops. So stammten z.B. die phantasievollen Zwischentexte zu Saint-Saëns „großer zoologischer Phantasie“ von Schülerinnen und Schüler einer Integrationsklasse der Astrid Lindgren-Schule aus Essen-Horst, die diese gemeinsam mit dem jungen Schriftsteller Sascha Pranschke entwickelt hatten und beim Familienkonzert auch selbst vortrugen.

Große Teile der farbenprächtigen Dschungel-Dekoration der Weststadthalle wurden von Schülern der Antonius-Schule (Essen Freisenbruch) und der Astrid Lindgren-Grundschule im Mai und Juni 2007 in einer Reihe von Kunst-Workshops entworfen und hergestellt. Unterstützt wurden die Kinder von den Karnevals-Künstlern Paul McLaren und Uschi Dresing (den Initiatoren der Gruppe Shademakers), die bei der öffentlichen Generalprobe und den beiden Familienkonzerten das Publikum mit ihren monumentalen Tierkostümen verzauberten. Schließlich präsentierten Schüler des Astrid Lindgren-Schule ihre eigene Dschungel-Musik, die sie im Vorfeld gemeinsam mit Richard McNicol entwickelt hatten.

Der Karneval der Tiere in der Fassung Essener Grundschüler

Ein Löwe, Hühner und Hennen, Schildkröten, Pianisten und viele andere Tiere bevölkern Camille Saint-Saëns Karneval der Tiere. Die folgenden Zwischentexte zu den vierzehn Sätzen der „zoologischen Fantasie“ haben Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a der Astrid-Lindgren-Schule in Essen-Horst im Frühsommer 2007 gemeinsam mit dem Schriftsteller Sascha Pranschke entwickelt.

1. Der Löwe

von Kasia

Der Löwe, der König der Tiere, wollte alle seine Untertanen kennen lernen. Deshalb richtete er in seiner Heimat Afrika eine große Feier aus, den Karneval der Tiere. Für die Dauer des Karnevals befahl der Löwe Frieden zwischen allen Tieren. Als die Feier begann, war er sehr aufgeregt, aber auch stolz. Majestätisch führte er den Karnevalsumzug an und brüllte vor Freude.

2. Die Hühner und Hähne

von Nicola

Hühner und Hähne standen am Meer. Sie sahen einen Wal, und der Hahn Eberhard fragte ihn: „Kannst du uns nach Afrika bringen?“ „Na, klar“, sagte der Wal. Und sie machten sich auf den Weg. Nach fünf Tagen waren sie endlich in Afrika. Beim Karneval der Tiere amüsierten sie sich köstlich. Sie tanzten flatternd und freuten sich, dass sie nur so gackerten.

3. Die Wildpferde

von Dennis

Wildpferde sind sehr scheue Tiere. Auf dem Weg nach Afrika hatten sie große Angst vor Fressfeinden und waren immer auf der Hut. Beim Karneval angekommen beruhigten sie sich, weil der Löwe Frieden zwischen den Tieren befohlen hatte. Sie feierten ausgelassen, klapperten wild mit den Hufen und sprangen herum zur Musik.

4. Die Schildkröten

von Adil

Weil der Löwe wusste, wie langsam Schildkröten sind, hatte er ihre Einladung zum Karneval bereits zwei Wochen vor allen anderen verschickt. Die Schildkröten liefen quer durch die Sahara. Als sie bei der Veranstaltung ankamen, waren sie erschöpft und mussten zunächst essen und trinken. Danach tanzten sie ... aber ganz langsam.

5. Der Elefant

von Jule

Ein Elefant namens Otto machte die weite Reise von Indien zum Karneval. Er forderte eine afrikanische Elefantenfrau zum Tanz auf. Sie hatte wesentlich größere Ohren als Otto und war als Tanzmariechen verkleidet. Bis in den frühen Morgen trotteten die beiden langsam und schwerfällig im Takt. Vor Freude trompetete Otto so laut, dass eine Schildkröte sich vor Schreck unter ihrem Panzer versteckte.

6. Die Kängurus

von Hasan

Kängurus sind sehr neugierig. Deshalb freuten die Kängurus sich darauf, beim Karneval andere Tiere kennen zu lernen. Auf dem Rücken eines Walhais reisten sie von Australien nach Afrika. Unterwegs wurden sie von heftigen Stürmen überrascht, so dass ihnen übel wurde. Zum Glück hatten sie Beutel dabei. Als sie endlich beim Karneval ankamen, sprangen sie vor Freude von einem Tier zum anderen und tanzten bis zum Morgen.

7. Die Fische

von Sahim

Über die Weltmeere und den Nil schwammen die Fische zum Karneval der Tiere in den Viktoriasee. Von dort aus konnten sie die Feier miterleben. Unter Wasser wackelten sie mit ihren Flossen und schlugen Purzelbäume. Danach schliefen sie ein und begannen zu träumen.

8. Die Esel

von Kevin

Die Esel machten eine lange Reise von Saudi-Arabien nach Afrika, um aufs Karnevalsfest des Löwen zu gehen. Da sie so träge und langsam waren, brauchten sie viele Tage für die Reise. Endlich angekommen stießen sie vor Freude ihr lautes I-Ah aus.

9. Der Kuckuck

von Anna

Der Kuckuck hatte keine Freunde unter den Vögeln, weil er sehr eigensinnig war. Deshalb freute er sich besonders über die Einladung zum Karneval. Dort tanzte er mit allen anderen Tieren. Vor Stolz und Begeisterung rief der Kuckuck laut: „Juhu, ich habe viele Freunde und bin nicht mehr allein! Kuckuck! Kuckuck!“

10. Die Vögel

von Anja

Aus allen Teilen der Welt kamen Vögel zum Karneval der Tiere geflogen. Sie waren ganz schön aufgeregt und gesellig, und sie staunten, wie farbenprächtig die Vögel in Afrika waren. Noch ganz nervös von der Reise flatterten sie wild durcheinander und bezauberten alle Gäste mit ihrem Gesang.

11. Die Pianisten

von Fabienne

Zwei dürre Pianisten saßen an Flügeln in der Savanne. Sie trugen schwarze Fräcke und saßen mit steifem Rücken. Es war eine Ehre für sie, als Menschen beim Karneval der Tiere spielen zu dürfen, und sie waren stolz darauf. Konzentriert schauten sie auf die Klaviertasten und hatten keinen Blick für die feiernden Tiere um sie herum.

12. Die Fossilien

von Artur und Alexander

Seit Millionen von Jahren waren sie unter der Erde. Niemals war etwas passiert. Aber eines Tages lud der König der Tiere auch sie zu einem rauschenden Fest ein. Die Fossilien gruben sich einen Weg durch die Erde nach oben. Dabei klapperten sie fröhlich mit ihren Knochen. Beim Karneval der Tiere machten die Fossilien zusammen mit den Pianisten Musik. Die anderen Tiere hatten Angst vor den steinalten Gästen. Nur einige besonders mutige trauten sich, ihre Knochen wie Klanghölzer zu benutzen.

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