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Die folgenden Workshops bauen auf den ersten Workshop und die dort entwickelte Klangimprovisation auf. Bei unserem Projekt im Ruhrgebiet haben die Kinder ihre Walmusik in drei Workshops erfunden und einstudiert. Wenn Ihnen mehr Zeit zur Verfügung steht, können Sie den kreativen Prozess natürlich vertiefen und weitere Aufgaben hinzunehmen.

Einführung von zwei „Walmelodien“ von George Crumb

In Vox Balaenae („Die Stimme des Wals“) gibt es zwei kurze melodische Phrasen, die in unterschiedlichen Teilen des Stücks eine wichtige Rolle spielen. Beide Melodien eignen sich für eine Verwendung bei der Walmusik der Kinder. Wenn Sie die Melodien einbeziehen möchten, können Sie als Instrumente z.B. einen Satz chime bars oder einen Satz Yamaha tone bars verwenden. Damit Sie möglichst wenige Töne mit Vorzeichen verwenden müssen, haben wir im Folgenden beide Melodien um einen Halbton nach oben transponiert. Außerdem wurde der Rhythmus vereinfacht.

Es empfiehlt sich, vor Beginn des Workshops die Töne bereits in der Reihenfolge anzuordnen, in der sie in der jeweiligen Phrase erklingen. Während des Workshops haben Sie dann kein Problem mehr, den Kindern sofort den richtigen Ton zu geben. Sie benötigen für die transponierten Melodien die Töne B, C, D, E, Fis, G und A.

Versuchen Sie auch in dieser Phase des Projekts so wenig wie möglich zu sprechen. Auch die beiden Melodien lassen sich nur mit Gesten beibringen. 

Die erste Melodie

Die erste Melodie besteht aus den Tönen C, D, E und G und lautet folgendermaßen:

Beginnen Sie nicht mit allen vier Kindern gleichzeitig, sondern bauen Sie die Melodie Ton für Ton auf (d.h. zunächst Kind 1, dann Kind 2 usw.).

Geben Sie jedem Kind genug Zeit zu verstehen, wann es spielen soll. Sobald Sie merken, dass die Kinder in der Lage sind, sich bei der Einstudierung der Melodie gegenseitig zu helfen, ohne dabei zu sprechen, können Sie ihnen das Feld überlassen.

Video: Die erste Melodie | © 2007

Die Zweite Melodie

Die zweite Melodie ist länger und lautet folgendermaßen:

Versuchen Sie auch hier, den Kindern die Melodie beizubringen, ohne dabei zu sprechen.

Video: Die zweite Melodie | © 2007

Verwendung von Metallophonen

Die beiden Melodien können auch auf einem Metallophon gespielt werden. Während Sie die erste Melodie auf einem diatonischen Metallophon mit dem Tonvorrat der C-Dur-Tonleiter spielen können, benötigen Sie für die zweite Melodie die Zusatztöne Fis und B.

Manche Kinder finden die Tonfolge auf einem Metallophon ohne große Probleme. Falls Sie den Eindruck haben sollten, dass es Schwierigkeiten geben könnte, empfiehlt es sich, alle Töne zu entfernen, die nicht benötigt werden. 

Die erste Melodie (Metallophon)

Zwei Kinder, die sich gegenüber sitzen, könnten die erste Melodie auf einem Metallophon folgendermaßen spielen:

Die 1. Melodie (Metallophon)

Die zweite Melodie (Metallophon)

Bitten Sie zwei weitere Kinder hinzu. Nun können die beiden hinzugekommen Spieler gemeinsam mit Kind 1 die zweite Melodie spielen. Wichtig ist dabei, dass die Kinder so sitzen, dass sie ihre Töne gut erreichen können. (Kind 3 sitzt neben Kind 2, Kind 4 neben Kind 1.)

Die 2. Melodie (Metallophon)

Die Verbindung der beiden Melodien mit der Klangimprovisation aus dem ersten Workshop

  1. Sobald die Kinder in der Lage sind, die beiden Melodien zu spielen, sollten Sie sie an die atmosphärische Raummusik erinnern, die sie im ersten Workshop entwickelt haben. Bitten Sie die Kinder, das improvisierte Stück ohne Ihre Hilfe zu spielen. Wahrscheinlich müssen einige Instrumente neu verteilt werden, weil manche Kinder nun die Crumb-Melodien spielen.
  2. Bitten Sie die Kinder, die die beiden Crumb-Melodien spielen, ihre Schlägel zur Seite zu legen und der Klangimprovisation ihrer Mitschüler aufmerksam zuzuhören. Fragen Sie sie im Anschluss nach ihrer Meinung. Was hat gut geklappt? Was könnte noch verbessert werden? Unterstützen Sie die Kinder dabei, ihr Stück möglichst selbständig zu diskutieren und zu verbessern.
  3. Bitten Sie die Kinder, wenn sie mit der Klangimprovisation zufrieden sind, die beiden Melodien von Crumb hinzuzufügen.

    • Sollen die beiden Melodien langsam oder schnell gespielt werden?
    • Wann sollen sie gespielt werden?
    • Sollte jede Melodie nur einmal erklingen oder könnten sie mehrmals verwendet werden?

Bei unserem Education-Projekt zuVox Balaenae in Duisburg hatten wir das Glück, mit dem Pianisten Michael Wendeberg sowie Alexander Schütz (Flöte) und Wolfgang Sellner (Cello) von den Bochumer Symphonikern zusammenzuarbeiten. Der folgende Filmausschnitt gibt Ihnen einen knappen Einblick in unsere ersten Improvisationen mit den Melodien von Crumb in den Räumen des Wilhelm Lehmbruck Museums.

Video: Die Verbindung der beiden Melodien mit der Klangimprovisation aus dem ersten Workshop | © 2007

Und jetzt noch ein Klavier…

George Crumb hat sein Trio Vox Balenae für Flöte, Cello und Klavier geschrieben. Vielleicht haben Sie ja ein Klavier in Ihrer Schule, das Sie für das Projekt verwenden können.

1. Zu der Musik, die die Kinder erfunden haben, würde der Klang eines Klavieres, das auf traditionelle Weise gespielt wird, vermutlich nicht so gut passen. Berichten Sie den Kindern, dass George Crumb das Klavier auf sehr ungewöhnliche Weise verwendet. Der Pianist spielt nicht nur auf den Tasten, sondern auch im Klavier, indem er zum Beispiel die Saiten zupft. Zur Verfremdung des Klangs benutzt er verschiedene Hilfsmittel, mit denen er das Klavier präpariert.

Video: Und jetzt noch ein Klavier 1 | © 2007

2. Versammeln Sie die Kinder vor dem Klavier und öffnen Sie den Deckel und das Gehäuse des Instruments. Die beiden vorderen Abdeckungen, die sich oberhalb bzw. unterhalb der Tastatur befinden (Oberrahmen bzw. Unterrahmen), lassen sich leicht entfernen, ohne dass das Instrument dabei beschädigt wird. Jetzt haben Sie direkten Zugang zu den Saiten.

3. Laden Sie die Kinder ein, nacheinander mit dem Klavier zu experimentieren, indem sie die Saiten mit ihren Fingern spielen. Es empfiehlt sich, dabei das rechte Pedal (das Tonhaltepedal) zu drücken.

  • Welche verschiedenen Klänge können die Kinder erzeugen?
  • Lassen sich die Saiten mit Schlägeln bespielen?
  • Welche anderen Ideen haben die Kinder?
  • Könnte das Klavier in die Walmusik einbezogen werden, um das Stück noch interessanter zu machen?

Video: Und jetzt noch ein Klavier 2 | © 2007

Weitere musikalische Ideen und Instrumente

In einer der Schulen, mit denen wir zusammengearbeitet haben, entschieden sich die Kinder dazu, kein Klavier zu benutzen. Stattdessen erfanden sie auf anderen Instrumenten (Flötenköpfe, Boomwhackers, Heulschläuche, etc.) Klänge, die ihnen für eine Walmusik geeignet erschienen. 

Weitere Informationen zum Unterrichtsmaterial

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