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EmscherKids beim Klavier-Festival Ruhr 2012

Musik und tRaum

Die Kooperation zwischen Emschergenossenschaft und dem Education-Projekt des Klavier-Festivals Ruhr ermöglichte den EmscherKids auch in diesem Jahr wieder, die im Projekt erarbeiteten Inhalte zu vermitteln und zu präsentieren. Zudem sorgte die Kooperation für viele bereichernde Impulse und neue Perspektiven der EmscherKids auf Fragen rund ums Wasser, den Klimawandel, die Renaturierung von Gewässern und den Wandel unserer Region.

Nach einer intensiven halbjährlichen Unterrichtsreihe näherten sich die EmscherKids auf unterschiedlichste Weise den genannten Themen. Ziel der EmscherKids war es, mit selbst hergestellten Arbeitsmaterialien, Anschauungsstücken und Demonstrations-Experimenten ihre Erkenntnisse und Erfahrungen über Führungen und Präsentationen Kindern und auch Erwachsenen zu vermitteln.

In den diesjährigen EmscherKids-Projekten an der Gesamtschule Essen-Holsterhausen, der Evangelischen Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck, der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule Recklinghausen und der Janusz-Korczak-Gesamtschule Castrop-Rauxel wagten sich die beteiligten Schülerinnen und Schüler auf für sie neues kreatives Terrain. Beginnend mit einführenden Workshops zum Werk von Charles Ives stellten sich die EmscherKids der Aufgabe, ihre Themen in Bezug zum Orchesterwerk Three Places in New England von Charles Ives zu setzen. Unter der Gesamtleitung der Künstlerin Katja Langer waren der Kreativität der EmscherKids keine Grenzen gesetzt und so entstand eine Vielfalt an Ausstellungsstücken.

In Gelsenkirchen zum Beispiel arbeiteten die EmscherKids unter der Anleitung der Künstlerin Claudia Lüke in ihrem Atelier unter professionellen Bedingungen an einem Bildobjekt. Grundlage der Auseinandersetzung war die Kompositionsmethode von Charles Ives. Der Komponist bedient sich der Überlagerung und Collage verschiedener Musikstücke, Genres und tonaler Raumverhältnisse. In ihrer Vorgehensweise konzentrierten sich die EmscherKids auf die Collage und Neuordnung geschaffener Einzelelemente und setzten die gemeinsam erarbeitete Gesamtkomposition in ein Bildobjekt um.

Einen ganz anderen Weg beschritten die EmscherKids der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule Recklinghausen. Mit der Bildhauerin Edda Gerusel begaben sich die Schülerinnen und Schüler in die Natur und verknüpften die Thematiken „Musik“ und „Wasser“ mittels der Kunstform Land Art. Zwei Tage hielten sich die EmscherKids in ihrer heimatlichen Landschaft auf und schufen kleine, den Ort und seine Materialien aufgreifende Kunstwerke. Die Kunstform Land Art basiert auf der Vergänglichkeit der erschaffenen Werke in der Natur. Um sie nachhaltig wahrnehmbar zu machen, ist sie eng verknüpft mit der Fotografie. So entstand in diesem Projekt eine fotografische Dokumentation.

An der Janusz-Korcak-Gesamtschule Castrop-Rauxel und der Gesamtschule Essen-Holsterhausen begaben sich die EmscherKids auf das Terrain der Medienkunst und trafen auf die Video- und Medienkünstlerin Zita Diedler. Unter ihrer Anleitung wurden die Schüler und Schülerinnen zu Drehbuchautoren, Produzenten, Regisseuren, Schauspielern und Animationskünstlern. Sie filmten an realen Orten ihrer unmittelbaren Umgebung oder in modellhaften Räumen, führten Regie und waren am Schnitt beteiligt. Mit hoher Eigenverantwortung erstellten sie ihre Medienbeiträge und konnten erleben, wie aufwändig selbst die kleinste Entwicklung einer filmischen Szene ist. Während die Schüler und Schülerinnen in Essen mit viel Geduld eine Stop-Motion-Animation mit Knetfiguren zur visuellen Untermalung des Konzertes umsetzten, erstellten die Jugendlichen in Castrop-Rauxel ein Musik-Clip. Mit der Fokussierung auf den dritten Satz „Spaziergang am Fluss“ verbanden beide Gruppen auf ihre ganz eigene Art die Themen Wasser, Erinnerung, Übergänge, tRaum und Wandel.

Wie Charles Ives haben sich die Schüler auf den Weg gemacht, Vorhandenes mit Neuem zu verschmelzen und viele spannende Perspektiven umgesetzt.

Fluss, Wandlung, Übergang, Erinnerung und tRaum: Die Emscherregion im Wandel

Vor mehr als hundert Jahren wurde aus einer dünn besiedelten Auenlandschaft ein industrieller Ballungsraum, aus der ungebändigten Emscher ein von Menschen geformtes System offener Abwasserläufe, in deren Umfeld immer noch Nutzungsansprüche von Mensch und Natur konkurrieren. Diese Ansprüche in ein nachhaltiges Gleichgewicht zu bringen, macht sich die Emschergenossenschaft zur Aufgabe. Mit der Umgestaltung des Emschertals widmet sie sich einer anspruchsvollen planerischen, technischen und logistischen Herausforderung, die eine ganze Region nachhaltig verändern wird.

Der Emscher-Umbau ist dabei weit mehr als ein rein wasserwirtschaftliches oder ökologisches Projekt. Seine Impulse schaffen ökonomischen, ökologischen und sozialen Fortschritt für die ganze Metropolregion.

Ein dichtes Wegenetz erschließt Freizeitangebote an den neu geschaffenen naturnahen Wasserläufen. Wohnen und Arbeiten am Wasser machen das Neue Emschertal attraktiv. Der Hinterhof einer ganzen Region wird zu ihrem Vorgarten – ein Generationenprojekt, das in viele Lebensbereiche der Menschen eingreift, Räume verändert und neue Chancen für die Zukunft bietet. Aktives Entdecken und Begreifen des heutigen Lebensraumes ist eine wichtige Voraussetzung für die Teilhabe an den stattfindenden Wandlungsprozessen und für die Identifikation mit dem Entstehenden. Die Emschergenossenschaft hat sich deshalb auf den Weg gemacht, vor allem Schülerinnen und Schülern den Emscherraum mit seinen vielfältigen Facetten näher zu bringen und zum Gegenstand eigener Aktivitäten und Entfaltung werden zu lassen.

Unter dem Motto „Kinder aktiv für Kinder“ begeben sich seit Juni 2005 mit dem Projekt EmscherKids interessierte Schülerinnen und Schüler der Region auf Erkundungsreise ins Emschertal.

Ulya Waldraff / Katja Langer

Weitere Informationen zum Projekt Musik und tRaum

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