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Wasserspiele I - Musikworkshops

In einer Reihe von Workshops haben sich eine 2. und eine 4. Klasse der Grundschule Henriettenstraße (Duisburg-Marxloh) sowie Schülerinnen und Schüler der Buchholzer Waldschule, einer Förderschule für geistige Entwicklung in Duisburg-Wedau, musikalisch mit der Wasserthematik beschäftigt. Unter der Leitung von Richard McNicol und Tobias Bleek entwickelten die Grund- und Förderschüler auf Orff-Instrumenten eigene Improvisationen.

Der Ausgangspunkt der kreativen Arbeit war dabei das Spiel des Wassers und seine vielfältigen Klänge und Geräusche: das Prasseln des Regens, das Wogen und Plätschern der Wellen, der Wasserfluss eines Brunnens oder die Bildwelt eines Wassergedichts. Ein wichtiges Anliegen des Projekts war es, nicht nur die musikalische Vorstellungskraft der Kinder anzuregen, sondern auch ihre sozialen Fähigkeiten und ihre Konzentration zu stärken. So erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler ihre Wasserimprovisationen gemeinsam in Kleingruppen. Dabei ging es darum, aufeinander zu hören, gemeinsam zu beginnen und aufzuhören, das Spiel der anderen in der Gruppe wahrzunehmen, sich selbst auch einmal zurückzunehmen und aufeinander zu reagieren. Dieser Prozess des Zusammenspielens in einer Gruppe, der für viele Kinder eine große Herausforderung darstellt, war das eigentliche Ziel der Arbeit. Insofern präsentierten die Schülerinnen und Schüler bei der musikalischen Hafenrundfahrt am 9. Mai keine fertigen Wasser-Stücke, sondern ein „work in progress“.

Familienkonzert

Da die Platzkapazitäten auf dem Schiff begrenzt waren, wurden alle Schüler der Grundschule Henriettenstraße im Vorfeld der Aufführung zu einem moderierten Schulkonzert mit Tamara Stefanovich eingeladen. Auf dem Programm standen neben den Wasser-Improvisationen der Projektteilnehmer mit Claude Debussys Jardins sous la pluie („Gärten im Regen“) und Maurice Ravels Jeux d’eau auch jene Klavierstücke, auf die sich die Kinder in ihrer kreativen Arbeit bezogen hatten.

Wasserspiele I – Kunstworkshops

Ein neuer Brunnen für Duisburg

Während die an den Musik-Workshops beteiligten Schulen 2009 zum ersten Mal an einem Education-Projekt des Klavier-Festivals mitwirkten, wurde in den Kunst-Workshops die 2008 im Rahmen des Discovery-Projekts Musikalische Maschinen MaschinenKunst begonnene Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Albert-Lange Berufskolleg fortgesetzt.

Unter der technischen Leitung ihres Lehrers Christoph Arning bauten 18 Metallbauer im zweiten und dritten Lehrjahr einen transportablen Brunnen aus Stahl. Um die komplexe Aufgabe technisch zu bewältigen, wurde diesmal nicht nur in der schuleigenen Werkstatt, sondern auch in den Räumlichkeiten der Firma In-Steel Kreul in Oberhausen gearbeitet. Für die angehenden Metallbauer bot sich so die Gelegenheit, in einem neu zusammengestellten Team in einem außerschulischen Umfeld zu arbeiten, neue Verfahren und Materialien kennenzulernen und sich bei den verschiedenen Arbeitsschritten gegenseitig zu unterstützen.

Die künstlerische Leitung des Projekts lag wie schon im Jahr zuvor bei dem englischen Bildhauer und Designer Paul McLaren: „Für die Schule ist es nicht neu, auf ungewöhnliche und unorthodoxe Weise zu arbeiten. Für mich ist es spannend zu beobachten, wie sich junge Leute, deren späterer Arbeitsalltag häufig in der industriellen Fertigung liegen wird, mit künstlerischen Ideen und anderen Sichtweisen auf die Wirklichkeit auseinandersetzen.

Die Brunnenskulptur selbst basiert auf der Idee eines maschinenartigen Engels, der in seiner freudigen Erregung die Befreiung von Mühe und Arbeit symbolisiert. Das Wasser fließt durch seine Adern und erzeugt bei seinem Aufprall auf Objekte, die von den Projektteilnehmern in Ergänzung zu dem ursprünglichen Entwurf entwickelt wurden, leise Klänge. Zugleich kann das Wasser hier als ein Element verstanden werden, das die Welt der Natur und die Welt der Industrie verbindet. Es vermittelt jenen Optimismus, der uns erfüllt, wenn ein Arbeitsprozess gelingt.“

Am 9. Mai 2009 wurde der neu entstandenen Brunnen im Rahmen des Familiennachmittags des Klavier-Festivals Ruhr auf der Duisburger Hafenpromenade ausgestellt. Seinen endgültigen Standort soll er im Neubau des Friedrich-Albert-Lange Berufskollegs finden.

Duisburger Brunnen im Bild

In einem Fotoprojekt haben sich Schülerinnen und Schüler der Buchholzer Waldschule mit dem Thema Wasser im Medium der Fotografie beschäftigt. Die jungen Erwachsenen, die die Berufspraxisklassen der städtischen Förderschule besuchen, setzten damit eine Arbeit fort, die sie 2008 im Rahmen des Wasserwettbewerbs des Schulamts Duisburg begonnen hatten. Nachdem sie sich in ihrem Wettbewerbsbeitrag mit den unterschiedlichen Erscheinungsformen des Wassers beschäftigt hatten, stand diesmal das Thema „Brunnen“ im Zentrum der fotografischen Arbeit. Unter der Leitung ihres Lehrers Reinhard Weinem unternahmen sie Exkursionen zu Duisburger Brunnen und erarbeiteten eine Ausstellung, die am 9. Mai 2009 auf der MS Gerhard Mercator präsentiert wurde.

Wasserspiele I – Moderationsworkshops

In sechs Moderationsworkshops haben zehn Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit dem Schriftsteller Sascha Pranschke die Moderation der musikalischen Hafenrundfahrten entwickelt. Die Fünft- und Sechstklässler besuchen die Gesamtschule Ruhrort, die Gustav-Heinemann-Realschule und das Landfermann-Gymnasium.

Zunächst sammelten die Teilnehmer Materialien, unternahmen eine Hafenrundfahrt und beschäftigten sich mit der Frage, was eine gelungene Moderation ausmacht. Der Höhepunkt dieser ersten Projektphase war dabei ein Workshop mit Tamara Stefanovich. So berichtet Sascha Pranschke: „Die Begegnung mit Tamara Stefanovich bot den Schülerinnen und Schülern die einzigartige Gelegenheit, einer professionellen Pianistin über die Schultern zu schauen. Mit großem Einfühlungsvermögen vermittelte sie den Kindern ihren persönlichen Zugang zur Musik von Ravel und Debussy. Dabei war ihr Interesse daran, wie die Kinder diese Musikstücke erleben und welche Sinneseindrücke sie bei ihnen auslösen, ebenso groß wie umgekehrt das Interesse der jungen Moderatoren an Stefanovich Arbeit als Musikerin.“

In der zweiten Projektphase ging es dann darum, auf der Grundlage des gesammelten Materials die Moderation gemeinsam zu entwickeln und sie schließlich in Kleingruppen einzustudieren. Dazu bildeten sich drei „schulübergreifende“ Moderationsteams. Diese führten das Publikum am 9. Mai 2009 durch das Programm der drei musikalischen Hafenrundfahrten.

Weitere Informationen zum Projekt Wasserspiele I

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