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Folk Songs I – Musikworkshops

In den Musikworkshops ging es darum, zu ausgewählten Liedmelodien instrumentale Begleitungen zu erfinden. Ausgehend von den unterschiedlichen Charakteren der Melodien entwickelten die Kinder in Gruppenarbeit einfache Begleitungen und Zwischenspiele. Unterstützt wurden sie bei dieser Arbeit von ihren Klassenlehrern sowie von Richard McNicol und Tobias Bleek. Wichtig war dabei zum einen, dass die Grundschüler ihre eigenen Ideen erprobten und verwirklichten und in der Gruppenarbeit gemeinsam musikalische Entscheidungen treffen mussten. Zum anderen sollte ein musikalischer Ablauf entstehen, der bestimmten Regeln folgt und insofern nicht nur für die Beteiligten, sondern auch für das Publikum nachvollziehbar ist.

Die Erstklässler der Grundschule an der Sandstraße entwickelten in mehrmonatiger Arbeit mit ihrem Klassenlehrer Klaus Hagge ein zusammenhängendes Stück von etwa zehnminütiger Dauer. Als Material dienten dabei drei selbst gesammelte Lieder aus Bulgarien, Deutschland und der Türkei sowie die sardische Melodie aus Berios Folk Songs. Ausgangspunkt für die instrumentalen Begleitungen auf Orff-Instrumenten waren die Themen und Stimmungen der Lieder: die gespenstische Atmosphäre des deutschen Volkslieds „Dunkel wird’s um Mitternacht“, der klagende Charakter der sardischen Weise „Mottetu de Tristura“ oder die fröhlichen Klänge eines türkischen Liedes.

Für die Viertklässler der Hövelschule bot das Projekt die Möglichkeit, neben Orff-Instrumenten auch eigene Instrumente in die kreative Arbeit einzubringen. Während bei unserer ersten Zusammenarbeit mit der Klasse im Sommer 2008 nur ein Kind ein Instrument spielte, hatten – bestärkt durch den Erfolg dieses ersten Projekts – in der Zwischenzeit viele Kinder mit dem Erlernen eines Instruments begonnen. Die kreative Arbeit in der Hövelschule konzentrierte sich auf ein chinesisches Lied, das die Kinder von der Choreographin Yasha Wang gelernt hatten, sowie auf das französische Liebeslied „Rossignolet du bois“, das Berio in seinen Folk Songs verwendet.

Folk Songs I – Tanzworkshops

Die Schülerinnen und Schüler der Hövelschule beschäftigten sich seit Februar 2009 zusätzlich zu den Musikworkshops in zahlreichen Tanzworkshops unter der Leitung von Yasha Wang mit dem Thema Folk Songs. Bereits 2008 hatten die Kinder mit der chinesischen Tänzerin und Choreographin im Rahmen eines Discovery-Projekts des Klavier-Festivals Ruhr zur Musik des ungarischen Komponisten György Ligeti zusammengearbeitet. Den musikalischen Bezugspunkt bildeten diesmal zwei Volksliedbearbeitungen, die Salome Kammer und Rudi Spring auf das Programm ihres Volkslied-Abends beim Klavier-Festival gesetzt hatten: Benjamin Brittens The trees they grow so high und der Azerbaijan Love Song aus Berios Folk Songs.

Auch bei diesem neuen Projekt ging es in den Tanzworkshops um die Erforschung des Zusammenspiels von Musik und Bewegung, die Schulung der Bewegungsfähigkeit sowie die Weiterentwicklung der Raum- und Körperwahrnehmung. Die intensive Arbeit des letzten Jahres ermöglichte es allerdings, nun auf einer anderen Ebene anzusetzen: Während die Choreographie beim Ligeti-Projekt von Yasha Wang stammte, wurden die Grundschüler beim Folk Songs-Projekt aktiv in die choreographische Arbeit einbezogen. Bei Improvisationen zu verschiedenen Themen lernten sie nicht nur, sich selbst auszudrücken, sondern auch eigene Bewegungsideen und choreographische Elemente zu entwickeln. Bezugspunkt waren dabei Affekte und Ausdrucksgesten, die in den Volksliedbearbeitungen Berios und Brittens eine Rolle spielen. Außerdem führten einige Kinder traditionelle Tänze und Tanzschritte aus ihren Herkunftsländern vor, die ebenfalls in die Choreographie einflossen.

Während die Viertklässler in der Einstudierungsphase mit einer eigens von Salome Kammer und Rudi Spring angefertigten Aufnahme gearbeitet hatten, lernten sie in der Endphase des Projekts die beiden Musiker auch persönlich kennen. So kam Salome Kammer zu einem Workshop in die Schule, nahm an mehreren Proben mit den Kindern teil und sang die Volksliedbearbeitungen von Britten und Berio bei den Aufführungen der Choreographie.

Weitere Informationen zum Projekt Folk Songs I

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