KlavierModern – Contemporary Piano Music

In enger Zusammenarbeit mit Pierre-Laurent Aimard und Tamara Stefanovich hat das Klavier-Festivals Ruhr eine preisgekrönte Reihe zur Vermittlung neuer Klaviermusik entwickelt. Ziel dieser Initiative ist es, Kinder und Erwachsene für die Musik unserer Zeit zu begeistern.

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Allzu häufig verbleiben neue Klavierkompositionen im Kreis der Experten. Sie werden im klassischen Konzertbetrieb selten aufgeführt, führen im Instrumentalunterricht häufig ein Schattendasein und sehen sich zudem dem Vorwurf ausgesetzt, für den normalen Hörer schwer zugänglich zu sein. Vor dem Hintergrund dieser Problematik hat das Klavier-Festival Ruhr 2007 eine Reihe zur Vermittlung zeitgenössischer Klaviermusik ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, neue Klavierwerke auf gehaltvolle und spannende Weise zu vermitteln und junge Pianisten und ihre Lehrer dazu zu ermutigen, sich noch intensiver mit zeitgenössischer Musik zu befassen.

Dass es gelang, Pierre-Laurent Aimard und Tamara Stefanovich, die dem Klavier-Festival Ruhr seit langer Zeit verbunden sind, für dieses Projekt zu gewinnen, war ein außerordentlicher Glücksfall. Beide Künstler sind nicht nur ausgewiesene Experten im Feld der zeitgenössischen Musik, sondern auch begeisterte Pädagogen und Vermittler.

In Zusammenarbeit mit Pierre-Laurent Aimard und Tamara Stefanovich konnte die Reihe seit 2007 kontinuierlich weiterentwickelt werden. Das Spektrum der bisher durchgeführten Aktivitäten reicht von Projekten für Klavierschüler und Nachwuchspianisten, über Studientage für Klavierlehrer und Lecture-Recitals für das Festival-Publikum bis zur Vergabe von Kompositionsaufträgen und Erstellung von Internet-Materialien. In unterschiedlichen Formaten werden dabei nicht nur neue Wege der Vermittlung erprobt, sondern auch die schöpferische Beschäftigung mit Musik gefördert.

Ein gutes Beispiel für die Spannweite dieses Ansatzes ist das Projekt „Spiele – Játékok“ aus dem Jahr 2009. Gemeinsam mit Tamara Stefanovich und der Pantomimin Valérie Aimard näherten sich Klavierschüler im Alter von sechs bis elf Jahren der Klaviersammlung Játékok des ungarischen Komponisten György Kurtág nicht nur am Instrument, sondern auch im Feld der Pantomime an. Zugleich studierten sie neue Kinderstücke von Vassos Nicolaou ein, die das Klavier-Festival Ruhr beauftragt hatte. Schließlich entwickelten die Kinder unter der Leitung des aus Zypern stammenden Künstlers in Kompositionsworkshops eigene kleine Klavierstücke, die sie im Rahmen eines Abschlusskonzerts selbst zur Uraufführung brachten.

Im Rahmen der Reihe wurden Auftragswerke der folgenden Komponisten uraufgeführt: Luke Bedford, George Benjamin, Johannes Boris Borowski, York Höller, Hans-Peter Kyburz, Olav Lervik, Vassos Nicolaou und Marco Stroppa. Außerdem wurden in den vergangenen Jahren Projekte zu Klavierwerken von George Benjamin, Elliott Carter, György Kurtág und György Ligeti durchgeführt.

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