Alexandra Dovgan
„Ihr Klavierspiel ist zwar ein Wunder, hat aber nichts Kindliches an sich. Ihre Interpretationen sind die einer Erwachsenen, einer voll ausgeformten Persönlichkeit.“
Der Schritt vom virtuosen Wunderkind zur ernstzunehmenden Künstlerin ist oftmals kein leichter. Alexandra Dovgan jedoch war bereits mit zwölf Jahren, als sie ihr sensationelles Debüt bei den Salzburger Festspielen gab, dem Wunderkind-Status entwachsen. Ihr Mentor, der große Grigory Sokolov, stellte sie damals mit den Worten vor: „Ihr Klavierspiel ist zwar ein Wunder, hat aber nichts Kindliches an sich. Ihre Interpretationen sind die einer Erwachsenen, einer voll ausgeformten Persönlichkeit.“
„Das musikalische Ereignis scheint aus sich selbst heraus zu entstehen und nicht gespielt zu werden.“
Und Helmut Mauro schwärmte drei Jahre später in der Süddeutschen Zeitung von Dovgans „so unwiderstehlich ehrlicher Musikalität, wie man sie nur sehr selten hört. Es ist nichts Gekünsteltes in ihrem Spiel, nichts Übertriebenes oder gar Didaktisches. Das musikalische Ereignis scheint aus sich selbst heraus zu entstehen und nicht gespielt zu werden.“
Es ist beeindruckend und faszinierend, den künstlerischen Weg dieser Pianistin zu verfolgen, deren Spiel mit jedem Jahr an Ausdruckskraft und Tiefe gewinnt. Werke von Schubert und Beethoven, besonders aber auch Bach und Chopin stellt die junge Russin, die mit ihrer Familie im spanischen Malaga lebt, gerne in den Mittelpunkt ihrer Programme. Bei ihrem Auftritt in Bottrop dürfen wir uns auf Werke von Sergei Prokofiew, Johann Sebastian Bach und Frédéric Chopin in den frischen, authentischen Interpretationen der inzwischen 18-Jährigen freuen.
Johann Sebastian Bach
Toccata in e-Moll, BWV 914
Sergej Prokofiew
Sonate Nr. 2 in d-Moll, Op. 14
Frédéric Chopin
Barcarolle in Fis-Dur, Op. 60
Sonate Nr. 3 in h-Moll, Op. 58