Julius Asal
Es sind geheimnisvolle Pfade, die durch die Sonaten von Franz Schubert führen. Viele seiner Werke schrieb er, als er sich selbst noch lange nicht für meisterlich hielt, obwohl er schon längst ein Meister war. Drei dieser Sonaten hat der Pianist Julius Asal für sein Konzert beim Klavier-Festival Ruhr ausgewählt.
„Musik war überall“, fasst Asal seine Kindheit im Taunus nahe Frankfurt am Main zusammen. Kein Wunder. Die Oma: Schlagersängerin. Der Vater: Klarinettist. Die Mutter: Pianistin. Aus dieser frühen Zeit rührt auch seine Vorliebe fürs Improvisieren – eine Disziplin, die er inzwischen wie im Schlaf beherrscht, quer durch verschiedene stilistische Terrains. Mit Anfang 20 lockt ihn die Hauptstadt. Auf nach Berlin. Dort studiert er, und von dort reist er zu Konzerten, Wettbewerben und immer wieder nach Kronberg, wo sich an der dortigen Academy eine mehrjährige Zusammenarbeit mit András Schiff entwickelt. Vieles davon prägt Asals Verständnis vom Klavier, das eben kein Schlaginstrument ist, sondern vor allem singen kann.
Asal, der nur so vor Ideen sprüht, liebt neben seinen Musikauftritten auch die Form des Gesprächskonzerts. Dann spricht er gern über unerwartete Zusammenhänge, etwa über die Improvisation als Schlüssel für Bildung oder über den Dichter Georg Büchner und versteckte Parallelen zu Ravels „Gaspard de la nuit“. Und wer kommt schon auf die wagemutige Idee, für sein erstes Album bei einem neuen Label Musik von Scarlatti und Skrjabin miteinander zu kombinieren? Julius Asal zeigt: Das geht. Und wie! Mit großer Überzeugungskraft.
Franz Schubert
Sonate in fis-Moll, D 571 (unvollendet)
Sonate in A-Dur, D 664
Sonate in a-Moll, D 784
Chilly Gonzales
„Eleven Vendettas“ (Uraufführung)
Sergej Prokofiew
„Drei Gedanken“
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