Lucas & Arthur Jussen
Wenn zwei Pianisten und zwei Schlagzeuger aufeinandertreffen, dann sprühen die Funken, dann jagen sich die Rhythmen, dann gerät der ganze Konzertsaal ins Vibrieren. Erst recht, wenn es sich um die klavierspielenden Brüder Lucas und Arthur Jussen und das famose Schlagzeugduo Alexei Gerassimez und Emil Kuyumcuyan handelt. Bereits 2022 haben die vier auf einer gemeinsamen Tournee die Konzerthäuser in München, Berlin, Antwerpen und Eindhoven zum Kochen gebracht. Lucas Jussen zeigte sich damals in einem Interview begeistert von der Zusammenarbeit: „Wir lernen super viel von den Schlagzeugern. Wir dachten, dass wir gute Rhythmiker sind, unser Vater ist nämlich auch ein Schlagzeuger, ein Paukist. Aber diese Jungs sind so unglaublich rhythmisch, dass wir wirklich darauf achten müssen, dass wir mithalten können …“
Nun setzen die vier ihren fulminanten musikalischen Schlagabtausch beim Klavier-Festival Ruhr im Konzerthaus Dortmund fort. Im Zentrum des Abends steht Béla Bartóks Sonate für zwei Klaviere und Schlagwerk, eines der ganz wenigen Werke, die im Original für diese Besetzung geschrieben sind, ein knapp halbstündiges Klangabenteuer voller Energie, Spannung und überraschender Schönheit – kraftvoll, modern und zeitlos faszinierend. Mit George Gershwins „Rhapsody in Blue“ und Leonard Bernsteins „Symphonic Dances“ gewinnt das Konzert an jazzigen und tänzerischen Farben, während John Adams’ „Short Ride in a Fast Machine“, hier bearbeitet von Gerassimez, den pulsierenden Abschluss bildet – ein furioser Ritt zwischen Präzision und Überschwang, in dem beide Klaviere und das Schlagwerk zu einer flirrenden Skulptur aus Rhythmus und Klang verschmelzen.
Zwei Virtuosen am Klavier, zwei Virtuosen am Schlagwerk, jeder Part voll eigener Ausdruckskraft – kein Beiwerk, keine bloße Verzierung. Gerassimez und Kuyumcuyan sind dabei nicht Begleiter, sondern Partner auf Augenhöhe. Ihre Präsenz, ihre brillante Technik und ihr klangliches Repertoire erweitern die Dimension des Klavierduos um noch mehr Textur und Farbigkeit. Die Jussen-Brüder, die bereits seit vielen Jahren „mit natürlichem Charme, solider Musikalität, gestalterischer Ernsthaftigkeit und frischer Entdeckerfreude die Herzen des Publikums gewinnen“ (so Pedro Obiera in der WAZ), stellen sich erneut einer ungewöhnlichen Herausforderung: Timing, Dynamik und Balance müssen in diesem Konzert neu austariert werden, weil mehr Mitspieler und mehr Klangquellen beteiligt sind.
Der Moment, in dem Klaviere und Schlagwerk zu einem gemeinsamen Atem finden, macht die Faszination dieses Abends aus – ein Konzert, das nicht nur gehört, sondern tief im Körper gespürt wird. Lucas und Arthur Jussen sorgen an der Seite von Alexej Gerassimez und Emil Kuyumcuyan im Konzerthaus Dortmund für ein musikalisches Abenteuer, das in seiner Intensität wohl kaum seinesgleichen findet.
Lucas & Arthur Jussen (Klavier)
Alexei Gerassimez (Schlagwerk)
Emil Kuyumcuyan (Schlagwerk)
Béla Bartók
Sonate für zwei Klaviere und Schlagwerk, Sz. 146
George Gershwin
Rhapsody in Blue für zwei Klaviere
und Werke von
Leonard Bernstein,
John Adams und Alexei Gerassimez
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Das Konzerthaus Dortmund ist vom Hbf Dortmund in 10 Min. zu Fuß über den Ausgang in Richtung Innenstadt, über den Königswall und die Brückstraße erreichbar.
Noch etwas kürzer ist es mit den Stadtbahnlinien U42, U43, U44, U46 bis Haltestelle „Reinoldikirche/Konzerthaus“. Nutzen Sie den Ausgang „Kuckelke/Brückstraße“ und folgen Sie dem roten Nashorn-Logo.
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Die Zugänge sind ebenerdig. Foyer, Parkett sowie 1. und 2. Balkon sind über Aufzüge erreichbar. Das Hauspersonal hilft Ihnen gerne, Ihren Platz im Saal zu finden, und steht Ihnen bei Fragen und Anliegen jederzeit vor Ort zur Verfügung. Garderoben und WC-Anlagen sind im Konzerthaus Dortmund uneingeschränkt zugänglich und über Aufzüge erreichbar.
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