Olli Mustonen
Die Jazzbegeisterung der 1920er Jahre ist legendär. Wie „ein Tornado“ erfassten die US-amerikanische Tanzmusik mit ihren wilden Rhythmen Europa und begeistert nicht nur zahllose Komponisten und Komponistinnen, sondern auch Maler wie Otto Dix. Am Nachmittag vor seinem diesjährigen Abendkonzert beim Klavier-Festival Ruhr können Sie Olli Mustonen in einem ungewöhnlichen Setting erleben. Im Von der Heydt-Museum begibt er sich an der Seite der stellvertretenden Museumsdirektorin Dr. Anna Storm und des Musikwissenschaftlers Prof. Dr. Tobias Bleek auf eine Reise in die jazzbegeisterten 1920er Jahre.
Das Fenster in die Zeit bildet ein Schlüsselwerk der Museumssammlung: „An die Schönheit“ von Otto Dix. Das eigentümliche Selbstporträt aus dem Jahr 1922 zeigt den jungen Maler inmitten einer illustren Gesellschaft, die bei näherer Betrachtung eigentümlich grotesk wirkt. Besonders ins Auge springt ein Schwarzer Schlagzeuger, der in seiner überzeichneten Darstellung wie eine Karikatur wirkt.
Wer sich dahinter verbirgt, was uns das Gemälde über die Jazzkultur der Weimarer Republik verrät und auf welche Weise es gesellschaftliche Entwicklungen der Zeit messerscharf zusammenfasst, erläutern die beiden 1920er-Jahre-Experten Storm und Bleek im Dialog. Im Anschluss führt Olli Mustonen in einem moderierten Kurzkonzert eindrucksvoll vor Ohren, wie der Dix-Freund Erwin Schulhoff und andere junge Komponisten in ihren Klavierwerken den Zeitgeist in Töne fassten und dabei auch eine Brücke zur bildenden Kunst bauten. Danach haben Sie die Möglichkeit, „An die Schönheit“ und andere Werke der Zeit in der Sammlung des Museums zu erkunden.
Olli Mustonen (Klavier)
Dr. Anna Storm (Vortrag)
Prof. Dr. Tobias Bleek (Vortrag und Moderation)
Das Von der Heydt-Museum Wuppertal liegt in der Fußgängerzone des Stadtteils Elberfeld und ist vom Hauptbahnhof (DB, S-Bahn) und der Schwebebahnhaltestelle “Hauptbahnhof (Döppersberg)” in ca. 5 Minuten zu Fuß zu erreichen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Bitte informieren Sie sich frühzeitig über Parkmöglichkeiten in der Wuppertaler Innenstadt. Das Museum befindet sich in einer Fußgängerzone und ist nur fußläufig zu erreichen. Weitere Informationen über Parkmöglichkeiten finden Sie hier.
Das Von der Heydt–Museum bemüht sich um einen barrierefreien Zugang für alle Besucher:innen! Ein Nebeneingang links vom Haupteingang ermöglicht den Zugang für mobilitätseingeschränkte Personen. Rampen und Aufzüge führen zu den meisten Ausstellungsflächen und dem Atelier, mit wenigen Ausnahmen im Mezzanin. Weitere Informationen finde Sie hier.
Im Bereich Wall gibt es 2 Behinderten-Parkplätze. Aufgrund der verkehrsrechtlichen Anordnung als Fußgängerzone sind diese nur innerhalb der Ladezeiten anfahrbar: Vormittags bis 11 Uhr und abends nach 18 Uhr. Eine Übersicht mit ausgewiesenen Parkplätzen finden Sie hier.