Sir Stephen Hough

Tickets
Ort
Erich-Brost-Pavillon
auf Zeche Zollverein
Fritz-Schupp-Allee 14
45309 Essen
Infos zur Spielstätte
Zeiten
Konzertbeginn
20:00 Uhr
Pause
ca. 20 Minuten
Dauer
ca. 2 Stunden
Voraussichtliches Veranstaltungsende
22:00 Uhr
Reihe und Abo

Zu diesem illustren Kreis zählt man sich doch gerne: 20 lebende Universalgelehrte hat das Magazin The Economist ausgewählt, und er zählt dazu: der Pianist Stephen Hough, einer der „bedeutenden Klaviervirtuosen der Gegenwart“ (Rheinische Post). Doch in Deutschland ist er fast unbekannt. Ganz anders im englischsprachigen Raum. Seine Einspielung der Chopin-Nocturnes etwa wurde 2021 von der New York Times, im New Yorker sowie vom Gramophone-­Magazin zu den Alben des Jahres gezählt.

Stephen Hough, geboren 1961 unweit von Liverpool, wächst in einer zwar beschaulichen, teilweise aber auch einengenden Welt auf. Früh erfolgt jene Begegnung, die sein Leben prägen wird: „Ein braunes Klavier mit gelben Tasten. Da stand ein kleiner Junge von vier Jahren den Zähnen dieser Tasten Auge in Auge gegenüber und drückte sanft und zaghaft einige dieser elfenbeinfarbigen Dinger herunter.“

Stephen macht schnell Fortschritte, nimmt an kleineren Wettbewerben teil und kommt erstmals nach London. Bei einem dieser frühen Wettbewerbe gewinnt er zwar keinen Preis, doch der Jury-Vorsitzende heißt Gerald Moore. Der große Liedpianist lobt den erst acht Jahre alten Stephen, und der entwickelt sein Potenzial systematisch weiter. Er wird heimisch in den großen Konzertzentren – und im Aufnahmestudio.

Rund 60 Einspielungen liegen inzwischen vor, nicht nur mit Musik bekannter Komponisten, sondern auch mit Werken vieler, die weit unter dem öffentlichen Radar unterwegs sind: York Bowen etwa, oder Franz Xaver Scharwenka oder Alan Rawsthorne. Auch eigene Werke hat Hough eingespielt, darunter sein Klavierkonzert.

In der Vergangenheit konnten die Musikfreunde im Ruhrgebiet den zum Sir geadelten Briten schon mehrfach erleben, auch weil Alfred Brendel sich hartnäckig für seinen Kollegen eingesetzt hatte. Jetzt kehrt Stephen Hough nach Essen zurück. Und dort beweist er seine ganze Vielseitigkeit: Wer außer ihm würde sich heutzutage trauen, Musik von Schönberg und Stockhausen direkt neben Beethoven, Schubert und Schumann zu stellen? Dazu präsentiert sich Hough auch als Arrangeur: mit seiner Klavierfassung von ­Richard M. Shermans „Mary Poppins“.

Schon als Kind liebt er den Hang zu Überraschung und Spieltrieb: „Am Ende meiner frühesten Kompositionsversuche unterschrieb ich: Frédéric Chopin. Dieser Name symbolisierte all das, was ich am Klavier sein wollte.“ In seinen Erinnerungen mit dem wortspielerischen Titel „Enough“ gesteht Hough allerdings auch, dass Klavierspielen vor Publikum für ihn immer die Offenbarung seines Inneren bedeutet.

Dabei wirkt so vieles ungewöhnlich leicht: die Art, wie Hough in seinen Konzerten Namen und Werke zueinander in Beziehung setzt, und wie er den Flügel behandelt. Nie leidet sein Spiel unter zu viel Ballast, es atmet frei und klingt selbst in den vertracktesten Momenten mühelos. Hough ist ein wahres Multitalent – als Pianist und Komponist, als Buchautor und passionierter Leser, als Teilzeitphilosoph und als oft pädagogisch denkender Künstler.

Konzertprogramm

Ludwig van Beethoven
Sonate Nr. 21 in C-Dur, Op. 53 „Waldstein“

Robert Schumann
Carnaval, Op. 9

Richard M. Sherman
Mary Poppins Suite (Arr. Stephen Hough)

sowie Werke von Johannes Brahms, Franz Schubert, Karl-Heinz Stockhausen und Arnold Schönberg

Zugabe

Frédéric Chopin
Nocturne Nr. 8 in Des-Dur, Op. 27 Nr. 2

Aufzeichnung
Das Konzert wird vom WDR 3 aufgezeichnet und am 4. September 2026 ab 20  Uhr im Rahmen des ARD Radiofestivals ausgestrahlt.
Anreise und Parken
Erich-Brost-Pavillon
auf Zeche Zollverein
Fritz-Schupp-Allee 14
45309 Essen

Mit dem ÖPNV

Anreise mit ÖPNV: Straßenbahn 107 (Haltestelle: Zollverein) und Bus 183 (Haltestelle: Kohlenwäsche).

Zum Anfahrtsplaner

Mit dem PKW

Anreise mit dem Auto: Parkplätze A1 und A2, Zufahrt über Fritz-Schupp-Allee oder Bullmannaue.

Zum Routenplaner

Hinweise zur Barrierefreiheit

Der Erich-Brost-Pavillon ist barrierefrei und über die Rolltreppe am Werner-Müller-Platz und Aufzüge erreichbar. Am Foyer Nord des Ruhr Museums befinden sich barrierefreie Fahrstühle.

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