Vadym Kholodenko
Vadym Kholodenko gehört zu den Pianisten, die Virtuosität nicht als Selbstzweck verstehen, sondern als Mittel, um musikalische Geschichten zu entfalten. Kritiker loben seine „kristalline Präzision“ und die Fähigkeit, selbst komplexeste Passagen mit poetischer Klarheit zu gestalten. Sein Spiel verbindet technische Brillanz mit einer interpretatorischen Tiefe, die an die großen Meister der Goldenen Ära erinnert – und doch ist seine Handschrift unverkennbar modern.
Was Kholodenko auszeichnet, ist die Art, wie er Programme konzipiert: Er stellt Werke in Dialog, sucht nach verborgenen Linien zwischen Epochen und Stilen. So kombiniert er bisweilen Bach und Byrd mit zeitgenössischen Stimmen wie Frederic Rzewski oder Thomas Adès und macht hörbar, wie sich musikalische Ideen über Jahrhunderte entwickeln. In seinen Rezitalen begegnet man nicht bloß einer Abfolge von Stücken, sondern einer dramaturgisch durchdachten Erzählung, die den Zuhörer in die Klangwelt der Komponisten hineinzieht.
Vadym Kholodenkos Repertoire ist weitgesteckt und dokumentiert seine Vielseitigkeit. Doch wichtiger als die Vielfalt ist die Haltung dahinter: Für Kholodenko ist das Konzert kein Schaulaufen, sondern ein Raum für Reflexion, Spannung und emotionale Tiefe. Er verbindet Tradition und Innovation, Virtuosität und Intellekt – und schafft so Interpretationen, die nicht nur beeindrucken, sondern berühren.
Beim Klavier-Festival Ruhr wird Vadym Kholodenko diese künstlerische Vision unter Beweis stellen: Mit Klavierfassungen von Mozarts „Requiem“ und Berlioz’ „Symphonie fantastique“ wagt er den Schritt in orchestrale Dimensionen. Hier zeigt sich seine Fähigkeit, monumentale Werke in eine intime, aber nicht minder dramatische Klangsprache zu übertragen – ein Programm, das den Zuhörer in eine neue, faszinierende Perspektive auf zwei Meisterwerke führt.
Wolfgang Amadeus Mozart
Requiem in d-Moll, KV 626 (Arr. Karl Klindworth)
Hector Berlioz
Symphonie fantastique, Op. 14 (Arr. Franz Liszt)
Hbf Essen oder aus Richtung Gelsenkirchen > SB 107 (Kulturlinie) > Haltestelle Zollverein-Süd > ca. 15 Min. Fußweg über Fritz-Schupp-Allee bis Arendahls Wiese > von dort der Beschilderung folgen. Zur „ExtraSchicht – Die Nacht der Industriekultur“ verkehren Sonderbusse.
Kostenlos vor Areal C (Kokerei Zollverein) auf Parkplatz C, von dort ca. 600 m zu Fuß.
Alternativ: Parkdeck Zollverein auf der Kokerei, Im Welterbe 11 (von dort ca. 150 m). Das Parkdeck ist kostenpflichtig (1,80 €/Stunde, Tagesticket 7,50 €). Es ist keine Barzahlung möglich, aktuell kann nur mit EC-Karte gezahlt werden. Hier befinden sich vier Ladeplätze (22 kW Schnell-Lader) für E-Autos.
Die Spielstätte ist barrierefrei. Für unsere Konzertgäste mit einer Gehbehinderung ist die Vorfahrt zum Salzlager über Tor 3, Heinrich-Imig-Str. 11 möglich. Zum Parken wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter vor Ort.