Ivo Pogorelich
Das Klavier-Festival Ruhr startet 2026 in Dortmund mit einem Abend, der auf einen Blick zeigt, wofür dieses Festival steht: für große musikalische Tradition – und für die Freude, Dinge neu zu denken.
Im ersten Teil widmen sich Yulianna Avdeeva, Omer Meir Wellber und das WDR Sinfonieorchester Bartóks drittem Klavierkonzert. Dieses späte Werk ist Bartóks bekanntestes Klavierkonzert und ein Meilenstein der Musik: leuchtend, virtuos, voller rhythmischer Energie. Avdeeva bringt darin jene Mischung aus Klarheit und emotionaler Intensität ein, für die sie seit Jahren geschätzt wird.
Nach der Pause nähern sich Omer Meir Wellber – diesmal am Akkordeon – sowie Guy Mintus und Jakob Reuven Beethovens Tripelkonzert mit der Frage: Was kann dieses Werk uns heute erzählen? Ihre Antwort ist ein neues Arrangement für Jazzpiano, Mandoline und Akkordeon, das den Originalklang des Orchesters respektiert, gleichzeitig aber Raum für Improvisation schafft. Wenn die drei Solisten miteinander ins musikalische Gespräch kommen, entsteht ein lebendiger, manchmal auch wilder Dialog zwischen Klassik, Jazz und Weltmusik.
Wellber dirigiert dabei mit dem Akkordeon in der Hand vom Barhocker aus – und das WDR Sinfonieorchester zeigt sich als vielseitiger Partner, der sich auf diese musikalische Expedition voller Offenheit einlässt. Am Ende verlässt man den Saal mit einem Gefühl zwischen Staunen und Leichtigkeit – und vielleicht mit der Frage, ob man gerade ein klassisches Konzert oder ein Jazzkonzert erlebt hat. Die beste Antwort: Es war beides, und damit ein idealer Start in das Klavier-Festival Ruhr 2026.
Yulianna Avdeeva (Klavier)
Guy Mintus (Klavier)
WDR Sinfonieorchester
Omer Meir Wellber (Leitung & Akkordeon)
Jakob Reuven (Mandoline)
Béla Bartók
Klavierkonzert Nr. 3 in E-Dur, Sz. 119
Ludwig van Beethoven
Tripelkonzert in C-Dur, Op. 56 (arr. Guy Mintus für Mandoline, Klavier und Akkordeon)
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Das Konzerthaus Dortmund ist vom Hbf Dortmund in 10 Min. zu Fuß über den Ausgang in Richtung Innenstadt, über den Königswall und die Brückstraße erreichbar.
Noch etwas kürzer ist es mit den Stadtbahnlinien U42, U43, U44, U46 bis Haltestelle „Reinoldikirche/Konzerthaus“. Nutzen Sie den Ausgang „Kuckelke/Brückstraße“ und folgen Sie dem roten Nashorn-Logo.
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Die Zugänge sind ebenerdig. Foyer, Parkett sowie 1. und 2. Balkon sind über Aufzüge erreichbar. Das Hauspersonal hilft Ihnen gerne, Ihren Platz im Saal zu finden, und steht Ihnen bei Fragen und Anliegen jederzeit vor Ort zur Verfügung. Garderoben und WC-Anlagen sind im Konzerthaus Dortmund uneingeschränkt zugänglich und über Aufzüge erreichbar.
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