Akane Sakai
Klavier
Die japanische Pianistin Akane Sakai erhielt ihre Ausbildung an der Toho Gakuen School of Music in Tokio und setzte ihre Studien anschließend in Europa fort. Nach dem Abschluss am Königlichen Konservatorium Brüssel bei Evgeny Mogilevsky studierte sie am Lemmens-Institut bei Alan Weiss sowie später bei Pavel Gililov und Lilya Zilberstein. Früh wurde sie durch Stipendienprogramme gefördert, darunter durch die Japanische Kulturbehörde und die Stiftung Yellow Angel.
Als Solistin gastierte Akane Sakai mit zahlreichen renommierten Orchestern, darunter die Kremerata Baltica, Sinfonia Varsovia, die Hamburger Symphoniker, das Orchestra della Svizzera Italiana, das Tokyo Symphony Orchestra, die Manchester Camerata und das Orchestre de Chambre de Lausanne. Zu ihren musikalischen Partnern zählen Dirigenten wie Alexander Vedernikov, Sylvain Cambreling, Lionel Bringuier, Jean-Jacques Kantorow, Hubert Soudant und Naoto Otomo.
Konzertreisen führten sie zu bedeutenden Festivals in Europa und Asien, darunter La Folle Journée in Nantes und Tokio, das Pacific Music Festival in Sapporo, das Festival de La Roque d’Anthéron, „Chopin and His Europe“ in Warschau, das Lausitz Festival, das Lugano Festival sowie das Beppu Argerich Music Festival.
Ihr Repertoire reicht von Bach bis zu Prokofjew, Bartók, Messiaen und Takemitsu und umfasst zugleich selten gespielte Werke von Komponisten wie Władysław Szpilman, Roman Maciejewski und Mieczysław Weinberg. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Kammermusik ein. Dabei musizierte sie unter anderem mit Martha Argerich, Gidon Kremer, Ivry Gitlis, Nicholas Angelich, Alexander Knyazev, Mayu Kishima und Yuzuko Horigome.
Zu ihren Aufnahmen zählen Mitschnitte des Lugano Festivals für Warner Music und Deutsche Grammophon sowie ihr Soloalbum Stravinsky, Prokofjew, Ravel, das von der japanischen Fachzeitschrift Record Geijutsu besonders ausgezeichnet wurde. 2022 erschien beim deutschen Label Acousence ihr Album Voyages.
Neben ihrer Konzerttätigkeit engagiert sich Akane Sakai intensiv für musikalische Nachwuchsförderung. Als künstlerische Leiterin des Argerich Music Festival in Hamburg, Jurorin bei internationalen Wettbewerben und Dozentin zahlreicher Meisterkurse setzt sie sich für die nächste Generation von Musikerinnen und Musikern ein. Darüber hinaus widmet sie sich regelmäßig schriftstellerischen Projekten.