Bochumer Symphoniker

Orchester

Die Bochumer Symphoniker gehören zu den traditionsreichsten und profiliertesten Orchestern Westdeutschlands. Seit ihrer Gründung im Jahr 1919 haben sie sich weit über die Grenzen ihrer Heimatstadt hinaus einen Namen gemacht. Gastspiele in bedeutenden Konzertsälen wie der Kölner Philharmonie, dem Konzerthaus Dortmund und der Philharmonie Essen sowie regelmäßige Auftritte beim Klavier-Festival Ruhr unterstreichen ihren Rang als vielseitiger Konzertklangkörper.

Für ihre programmatische Kreativität wurden die Bochumer Symphoniker gleich zweimal vom Deutschen Musikverleger-Verband mit dem Preis für das „Beste Konzertprogramm“ ausgezeichnet. Diese Auszeichnung spiegelt eine künstlerische Haltung wider, die Tradition und Entdeckergeist miteinander verbindet.

Auch international ist das Orchester regelmäßig präsent. Konzertreisen führten die Bochumer Symphoniker unter anderem nach Israel, Österreich, Estland, Südkorea, Taiwan und in die USA. Besondere Aufmerksamkeit erregten ihre Auftritte bei der RuhrTriennale, insbesondere die international gefeierte Produktion von Bernd Alois Zimmermanns Oper Die Soldaten. Mit dieser Inszenierung gastierte das Orchester 2008 auf Einladung des renommierten Lincoln Center Festival in New York und wurde dort von Publikum und Presse gleichermaßen begeistert aufgenommen.

Im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 waren die Bochumer Symphoniker an zahlreichen wegweisenden Projekten beteiligt. Gemeinsam mit Herbert Grönemeyer eröffneten sie das Kulturhauptstadtjahr mit der eigens komponierten Ruhrgebietshymne Komm zur Ruhr. Darüber hinaus wirkten sie an der Aufführung von Gustav Mahlers monumentaler Achten Symphonie unter Lorin Maazel mit und begleiteten beim Abschluss des DAY OF SONG mehr als 65.000 Sängerinnen und Sänger in der Veltins-Arena auf Schalke.

Ihre Offenheit gegenüber neuen Formaten zeigt sich auch in zahlreichen genreübergreifenden Projekten. Die Bochumer Symphoniker musizierten mit Künstlern wie Herbert Grönemeyer, Sting, Ian Anderson von Jethro Tull und dem Vokalensemble Take 6. Selbst in der Harald Schmidt Show übernahmen sie zeitweise die Rolle der Studioband und präsentierten klassische Orchestermusik in einem neuen Kontext.

Auch auf Tonträgern hat das Orchester wichtige Akzente gesetzt. Besonders beachtet wurden Einspielungen der Werke des Spätromantikers Joseph Marx, von denen eine sogar für einen Grammy nominiert wurde. Weitere Aufnahmen mit Musik von George Antheil, Gustav Mahler und Wolfgang Rihm dokumentieren die große stilistische Bandbreite des Orchesters.

Mit ihrer Verbindung aus künstlerischem Anspruch, programmatischer Neugier und großer Offenheit für neue Ideen zählen die Bochumer Symphoniker heute zu den spannendsten Orchestern Deutschlands. Sie stehen gleichermaßen für die Pflege des klassischen Repertoires, für musikalische Entdeckungen und für die Überzeugung, dass ein Orchester immer auch Teil des kulturellen Lebens seiner Zeit sein sollte.