Der amerikanische Pianist und Komponist Conrad Tao zählt zu den originellsten Künstlerpersönlichkeiten seiner Generation. Internationale Aufmerksamkeit erregt er gleichermaßen als Interpret des klassischen Repertoires wie als Komponist, der immer wieder neue Verbindungen zwischen Tradition und Gegenwart schafft. Das New York Magazine bezeichnete ihn als einen Musiker, „der die Zukunft der klassischen Musik gestaltet“, während die New York Times seine „forschende Intelligenz und offene künstlerische Vision“ hervorhob.
In der Saison 2026/27 übernimmt Tao als erster „Spotlight Artist“ eine besondere Rolle bei der Academy of St Martin in the Fields. Gemeinsam mit dem renommierten Londoner Ensemble präsentiert er ein neues, eigens für die Academy komponiertes Werk und geht mit dem Orchester auf Tournee durch die USA. Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Mozart und Bach. Auch beim Klavier-Festival Ruhr ist diese Zusammenarbeit zu erleben.
Als Solist gastiert Tao regelmäßig bei führenden Orchestern in Nordamerika und Europa. Zu den Höhepunkten der Saison zählen Debüts und Wiedereinladungen beim Cleveland Orchestra, Cincinnati Symphony Orchestra, Houston Symphony Orchestra und Los Angeles Chamber Orchestra. Neben Werken von Ravel und Beethoven präsentiert er dabei immer wieder eigene Kompositionen, die häufig in unmittelbaren Dialog mit dem klassischen Repertoire treten. So verbindet er Beethovens Erstes Klavierkonzert mit seinem eigenen Werk The Hand, das als zeitgenössische Ergänzung zu Beethovens Musik entstanden ist.
Auch als Komponist hat sich Tao einen herausragenden Ruf erarbeitet. Seine Werke werden von bedeutenden Orchestern und Festivals in Auftrag gegeben und uraufgeführt. Zu seinen jüngsten Projekten gehören Pacific 88 für die Los Angeles Philharmonic, Everything Must Go für das New York Philharmonic sowie eine Orchesterbearbeitung von Frederic Rzewskis The People United Will Never Be Defeated für das 250-jährige Jubiläum der Vereinigten Staaten. Regelmäßig arbeitet er zudem mit Künstlern anderer Disziplinen zusammen, darunter Tänzer, Choreografen, bildende Künstler und Jazzmusiker.
Zu den besonderen Konstanten seines Schaffens gehören das Junction Trio mit dem Geiger Stefan Jackiw und dem Cellisten Jay Campbell sowie Kooperationen mit Künstlern wie Patricia Kopatchinskaja und Caleb Teicher. Mit Teicher entwickelte er mehrere vielbeachtete Projekte, die Musik und Tanz auf innovative Weise verbinden.
Daneben ist Conrad Tao ein erfolgreicher Aufnahmekünstler. Seine bei Warner veröffentlichten Alben Voyages, Pictures und American Rage wurden von der Kritik begeistert aufgenommen. Für seine künstlerische Arbeit erhielt er unter anderem den Avery Fisher Career Grant, den Gilmore Young Artist Award sowie den renommierten Bessie Award für seine Zusammenarbeit mit Caleb Teicher.
Mit seiner außergewöhnlichen Kombination aus pianistischem Können, kompositorischer Fantasie und stilistischer Offenheit gehört Conrad Tao heute zu den spannendsten Stimmen der internationalen Musikszene. Seine Konzerte zeigen immer wieder, dass musikalische Tradition und kreative Neugier keine Gegensätze sein müssen.