Hélène Grimaud ist nicht nur eine leidenschaftliche Pianistin, die ihr Instrument mit starkem poetischen Ausdruck und unvergleichlichem technischem Können spielt. Sie zeichnet sich ebenso aus als engagierte Naturschützerin, als mitfühlende Menschenrechtlerin und als Buchautorin. 1969 in Aix-en-Provence geboren, studierte Hélène Grimaud am dortigen Konservatorium und anschließend bei Pierre Barbizet in Marseille. Im Alter von nur dreizehn Jahren wurde sie am Pariser Conservatoire angenommen, wo sie schon drei Jahre später 1985 den ersten Preis im Fach Klavier erhielt.
1987 gab sie ihr erfolgreiches erstes Rezital in Tokio, und im selben Jahr lud sie der Dirigent Daniel Barenboim ein, mit dem Orchestre de Paris aufzutreten. Dies war der Beginn von Grimauds glanzvoller Karriere, die gekennzeichnet ist durch Konzerte mit internationalen Spitzenorchestern und berühmten Dirigenten.
Hélène Grimauds außerordentlicher Beitrag zur Welt der klassischen Musik wurde von der französischen Regierung gewürdigt, als sie im Rang eines Ritters in die Ehrenlegion aufgenommen wurde und damit den höchsten Verdienstorden Frankreichs erhielt.
Aus einer zufälligen Begegnung mit einem Wolf in Nord-Florida enstand eine tiefe Liebe zu Wölfen, die sie Ende der Neunzigerjahre das Wolf Conservation Center in Upper New York State gründen ließ.