Jason Moran (1975 in Houston, Texas) zählt zu den einflussreichsten Jazzpianisten und Komponisten der Gegenwart. Bekannt für seine kreative Vielseitigkeit und die Verbindung von Musik, Bildender Kunst und gesellschaftlichen Themen, gilt er als einer der innovativsten Köpfe des modernen Jazz. Schon früh geprägt von Thelonious Monk, studierte Moran an der Manhattan School of Music bei Jaki Byard und startete seine Karriere in der Band von Greg Osby.
1999 erschien sein Debütalbum Soundtrack to Human Motion bei Blue Note, gefolgt von wegweisenden Aufnahmen wie Facing Left, Black Stars und Modernistic. Mit seinem Trio „The Bandwagon“ setzte er neue Maßstäbe für Interaktion und Improvisation. Moran erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den renommierten MacArthur Fellowship „Genius Grant“ (2010), und wurde 2011 Artistic Director für Jazz am Kennedy Center in Washington.
Neben seiner Arbeit als Pianist und Komponist ist Moran ein gefragter Kurator und Multimediakünstler. Er entwickelte Projekte wie In My Mind (eine Hommage an Thelonious Monk) und All Rise: A Joyful Elegy for Fats Waller, die Jazz mit Performance und visueller Kunst verbinden. Seine Kooperationen mit Künstlerinnen wie Kara Walker und Joan Jonas führten ihn in Museen wie das Whitney Museum und das MoMA. Auch bei der Whitney Biennale war er mit dem Projekt BLEED vertreten.
Als Lehrer am New England Conservatory und Gründer des Labels Yes Records engagiert sich Moran für die Förderung junger Musiker. Mit seiner einzigartigen Mischung aus Tradition und Innovation, Jazzgeschichte und Avantgarde prägt er die Szene weltweit – ein Künstler, der den Jazz ins 21. Jahrhundert führt.