Julia Hamos
Klavier
Die amerikanisch-ungarische Pianistin Julia Hamos verbindet ihre unterschiedlichen kulturellen Wurzeln mit großer Neugier und einem ausgeprägten Entdeckergeist. Ihr Repertoire reicht von Bach bis zur Musik der Gegenwart, stets geprägt von einem persönlichen Zugang, künstlerischer Offenheit und einer spürbaren Begeisterung für die Werke, die sie spielt. Ihre natürliche Musikalität, ihre gestalterische Freiheit und ihre außergewöhnliche Präsenz am Klavier machen sie zu einer der interessantesten jungen Künstlerinnen ihrer Generation.
Julia Hamos studierte an der Royal Academy of Music in London bei Christopher Elton sowie am Mannes College of Music in New York bei Richard Goode. Weitere wichtige Impulse erhielt sie von Sir András Schiff an der Barenboim-Said Akademie in Berlin sowie an der Kronberg Academy, wo sie von der Henle-Stiftung gefördert wurde. Während ihrer Studienzeit arbeitete sie außerdem mit Daniel Barenboim und György Kurtág zusammen und setzte sich intensiv mit Werken Beethovens und der Musik des ungarischen Komponisten auseinander.
Als Solistin und Kammermusikerin gastiert Julia Hamos regelmäßig in bedeutenden Konzertsälen Europas und Nordamerikas, darunter die Wigmore Hall in London, die Carnegie Hall und das Lincoln Center in New York, die Liszt-Akademie Budapest, die Kölner Philharmonie, die Philharmonie Luxemburg sowie der Pierre Boulez Saal in Berlin. Darüber hinaus ist sie bei renommierten Festivals wie Verbier, Lockenhaus, Lucerne Festival, Prussia Cove, Ravinia, Spoleto und Kronberg zu erleben.
Zu ihren Auszeichnungen zählen der Sterndale Bennett Prize der Royal Academy of Music, der Fidelman Prize für zeitgenössische Musik des Mannes College of Music, der Grand Prix der International Virtuoso Competition in New York sowie der Durini Prize, der ihr 2024 in Mailand verliehen wurde. Die Fachzeitschrift Gramophone führte sie in ihrer Reihe „One to Watch“ als besonderes Nachwuchstalent.
Auf Einladung von Sir András Schiff war Julia Hamos Teil der europäischen Konzertreihe Building Bridges. Zu den Höhepunkten der vergangenen Spielzeiten zählen Auftritte mit dem National Polish Radio Symphony Orchestra in Katowice, Debüts in der Carnegie Hall und im Pierre Boulez Saal sowie Aufführungen von Ligetis Klavierkonzert unter der Leitung von Matthias Pintscher.
2024 unterzeichnete sie einen Exklusivvertrag mit dem französischen Label naïve Records. Ihr erstes Album „Ellis Island“ erschien 2025 und erhielt hervorragende Kritiken in internationalen Fachmagazinen. Die Aufnahme wurde für zahlreiche Rundfunkproduktionen ausgewählt und für einen International Classical Music Award nominiert. Neben ihrer Konzerttätigkeit arbeitet Julia Hamos heute auch als Assistentin von Sir András Schiff im Nachwuchsprogramm der Kronberg Academy und begleitet dort junge Pianistinnen und Pianisten auf ihrem künstlerischen Weg.