Michael Wollny
Klavier
Michael Wollny zählt zu den prägenden Persönlichkeiten des europäischen Jazz und gilt heute als einer der international erfolgreichsten deutschen Jazzpianisten. Bemerkenswert ist, dass er 2001 seine Diplomarbeit noch über die Improvisationskunst von Joachim Kühn schrieb, mit dem er inzwischen selbst regelmäßig musiziert.
Der 1978 in Schweinfurt geborene Pianist erhielt früh Klavier- und Geigenunterricht und entwickelte schon während seiner Studienzeit eine unverwechselbare musikalische Handschrift. Sein Spiel verbindet improvisatorische Freiheit mit einer außergewöhnlichen stilistischen Offenheit. Einflüsse aus Klassik, Jazz, Pop, Literatur und Film verschmelzen bei ihm zu einer ganz eigenen Klangsprache.
Internationale Aufmerksamkeit erlangte Wollny zunächst mit dem Trio [em], später mit dem Michael Wollny Trio, das mit Alben wie Weltentraum, Nachtfahrten und Oslo große Erfolge feierte. Heute gehört er zu den wenigen Jazzmusikern, die regelmäßig auch die großen Konzertsäle füllen.
Zu seinen musikalischen Partnern zählen Künstler wie Joachim Kühn, Heinz Sauer, Nils Landgren, Lars Danielsson, Vincent Peirani, Emile Parisien und Tamar Halperin. Darüber hinaus realisiert er regelmäßig genreübergreifende Projekte mit Komponisten, Schauspielern und Künstlern anderer Sparten.
Neben seiner Konzerttätigkeit ist Wollny Professor an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Seine Kreativität zeigt sich immer wieder in ungewöhnlichen Projekten und Soloaufnahmen wie Mondenkind, das einen besonders persönlichen Einblick in seine musikalische Welt bietet.
Mit seiner stilistischen Unabhängigkeit, seinem großen improvisatorischen Erfindungsreichtum und seiner Fähigkeit, unterschiedlichste musikalische Einflüsse zu verbinden, gehört Michael Wollny heute zu den wichtigsten Stimmen des europäischen Jazz.