Eintritt frei!

Beethoven Experience Day

mit Kit Armstrong

Ort
UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein Essen
Gelände
Gelsenkirchener Str. 181
45309 UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein Essen
Infos zur Spielstätte
Zeiten
Konzertbeginn
14:00 Uhr
Dauer
ca. 4 Stunden
Voraussichtliches Veranstaltungsende
18:00 Uhr
Reihe und Abo

Wäre das nicht großartig, Ludwig van Beethoven persönlich zu treffen, und ihm Fragen zu seinem Leben und seiner Musik stellen zu können? Beim „Beethoven Experience Day“ ist zumindest der Geist des Komponisten auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen zwischen Förderturm und Kokskohlenbunker unterwegs, wenn der Dirigent Jan Caeyers, der Pianist Kit Armstrong und Musiker aus dem Orchester Le Concert Olympique in Beethovens musikalisches Universum einladen.

Der belgische Dirigent und Musikwissenschaftler Jan Caeyers ist der Beethoven-Experte schlechthin. In seiner Biografie „Beethoven: Der einsame Revolutionär“ legt er die Gedanken- und Gefühlswelt des Komponisten detailreich und höchst anschaulich offen, und mit seinem 2010 gegründeten Orchester Le Concert Olympique hat er sich ganz den Werken von Beethoven verschrieben. Für Caeyers ist Beethovens Musik so extraordinär, weil sie – anders als bei manch anderem Komponisten – Emotion und Intellekt immer miteinander verbindet. Und auch der amerikanische Pianist Kit Armstrong ist ein echter Beethoven-Bewunderer: Er sagt, er fühle sich durch dessen Musik stets aufs Neue herausgefordert, weil sie Dinge ausdrücke, über die er nie nachgedacht habe, sie dann am Klavier aber als Pianist verkörpern könne.
Zusammen haben sich Caeyers und Armstrong mit ihrem über mehrere Jahre laufenden Projekt „Beethoven27“ das Ziel gesetzt, bis 2027, wenn die Musikwelt Beethovens 200. Todestag begeht, die Biografie des Komponisten klingend nachzuvollziehen – und dabei auch andere Herangehensweisen zu wählen als die der klassischen Konzertsituation. Beim „Beethoven Experience Day“ auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen wird genau das Realität: In einer „Werkstatt-Runde“ können Besucher an verschiedenen Stationen in Beethovens Musikwelt eintauchen. Sowohl Schülerinnen und Schüler der Folkwang Musikschule werden als Kammermusikensembles spielen, genauso wie auch Studierende der Folkwang Universität der Künste und eine Gruppe von erwachsenen Laien. Und dann heißt es: sich treiben lassen, zwischen diesen Kammermusikstationen umherwandeln und dabei sein, wenn Jan Caeyers, Kit Armstrong und Mitglieder von Le Concert Olympique die unterschiedlichen Ensembles unterrichten. Ganz nah dran am Probenprozess kann man unmittelbar erleben, wie Beethovens Musik Gestalt annimmt, und nebenbei allerlei darüber erfahren, in welcher Lebenssituation der Komponist die entsprechenden Werke geschrieben hat.

Nach der „Werkstatt-Runde“ sind dann am Nachmittag vom „Beethoven Experience Day“ in der „Beethoven-Runde“ die Profis aus dem Orchester Le Concert Olympique dran: Sie musizieren und präsentieren im Gespräch an mehreren Stationen frühe, mittlere und späte Kammermusikwerke von Ludwig van Beethoven. Für Jan Caeyers ist es dabei besonders wichtig, ein breites Publikum für den Schaffensprozess und die Entstehungsumstände von Beethovens Werken zu begeistern – und zwar immer in wissenschaftlich fundierter und gleichzeitig unterhaltsamer Art und Weise.

Am folgenden Tag steht im Anneliese Brost Musikforum in Bochum Beethovens „Eroica“ im Fokus. Besonders bekannt ist die Anekdote, dass Beethoven seine 3. Sinfonie ursprünglich Napoleon habe widmen wollen. Als der sich dann aber zum Kaiser krönen ließ, soll Beethoven voller Wut ausgerufen haben: „Ist der auch nichts anders, wie ein gewöhnlicher Mensch! Nun wird er auch alle Menschenrechte mit Füßen treten.“

Wie viel an dieser Geschichte dran ist, warum Beethoven seine Sinfonie später „Sinfonia Eroica“ nennt und welcher Held im Trauermarsch, dem zweiten Satz, zu Grabe getragen wird: All das sind Fragen, die sich um Beethovens 3. Sinfonie ranken. Jan Caeyers bringt in einer Podiumsdiskussion vor dem Konzert Licht ins Dunkel und erläutert außerdem sein Projekt „Beethoven27“. Anschließend erklingen dann Beethovens „Eroica-Variationen“ am Klavier mit Kit Armstrong und die Eroica-Sinfonie in einer kammermusikalischen Fassung als Klavierquartett, die der Beethoven-Schüler Ferdinand Ries angefertigt hat.

Und wenn Sie Beethovens Musik am „Beethoven Experience Day“ in der Essener Zeche Zollverein von vielen Seiten betrachtet und bei Podiumsdiskussion und Konzert im Bochumer Anneliese Brost Musikforum Ihre Eindrücke vertieft haben: Dann werden Sie sich vielleicht doch so fühlen, als hätten Sie Beethoven höchstpersönlich getroffen.

 

Keine Buchung erforderlich!

Mitwirkende

Kit Armstrong (Klavier)

Jan Caeyers (Dirigent)
Friedemann Breuninger (Violine)
Florian Peelman (Viola)
Franz Ortner (Violoncello)

Konzertprogramm

Ludwig van Beethoven
Werkauswahl sind Teil des Experience Day

Anreise und Parken
UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein Essen
Gelände
Gelsenkirchener Str. 181
45309 UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein Essen

Mit dem ÖPNV

Hbf Essen oder aus Richtung Gelsenkirchen > SB 107 (Kulturlinie) > Haltestelle Zollverein-Süd > ca. 15 Min. Fußweg über Fritz-Schupp-Allee bis Arendahls Wiese > von dort der Beschilderung folgen

Sonderbusse:
Zur „ExtraSchicht – Die Nacht der Industriekultur“ verkehren Sonderbusse.

Zur Fahrplanauskunft

Mit dem PKW

Kostenlos vor Areal C (Kokerei Zollverein) auf Parkplatz C, von dort ca. 600 m zu Fuß.
Alternativ: Parkdeck Zollverein auf der Kokerei, Im Welterbe 11 (von dort ca. 150 m). Das Parkdeck ist kostenpflichtig (1,80 €/Stunde, Tagesticket 7,50 €). Es ist keine Barzahlung möglich, aktuell kann nur mit EC-Karte gezahlt werden. Hier befinden sich vier Ladeplätze (22 kW Schnell-Lader) für E-Autos.

Zum Routenplaner

Hinweise zur Barrierefreiheit

Die Spielstätte ist barrierefrei. Für unsere Konzertgäste mit einer Gehbehinderung ist die Vorfahrt zum Salzlager über Tor 3, Heinrich-Imig-Str. 11 möglich. Zum Parken wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter vor Ort.

Wir danken