Fazıl Say
Alexander Melnikov muss seine Teilnahme am Konzert leider aus unvorhergesehenen beruflichen Gründen absagen. Wir freuen uns sehr, dass Andreas Staier zur Verfügung steht, um für ihn einzuspringen. Das Programm ändert sich nicht, bereits erworbene Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit.
Carl Philipp Emanuel Bachs Doppelkonzert entfaltet im Dialog von Hammerklavier und Cembalo ein farbenreiches, lebendiges Klangbild. Gemeinsam mit dem unverwechselbaren Charakter von Olga Paschchenkos Cembalospiel und dem B’Rock Orchestra entsteht in der Kokerei Hansa Musik, der die Klangwelt des 18. Jahrhunderts in all ihrer Vielfalt erlebbar macht – und zugleich die Brücke zur Klassik schlägt.
Mit Andreas Staier übernimmt kurzfristig einer der profiliertesten Kenner der historischen Aufführungspraxis den Part am Hammerklavier. Als ehemaliger Lehrer von Alexander Melnikov steht er zugleich in einer künstlerischen Linie mit dem ursprünglich angekündigten Solisten. Staier hat wie kaum ein anderer die Wiederentdeckung des Hammerklaviers geprägt und verbindet wissenschaftliche Neugier mit lebendiger musikalischer Gestaltung. Olga Paschchenko, gefeiert für ihre Virtuosität auf Cembalo und Hammerklavier, verbindet technische Brillanz mit einer tiefen stilistischen Sensibilität. Beide Künstler stehen für eine intensive Auseinandersetzung mit historischen Klangwelten – und genau das prägt dieses Programm.
Das B’Rock Orchestra, gegründet 2005 in Gent, gehört zu den innovativsten Originalklang-Ensembles Europas. Mit historischen Instrumenten und einem frischen, experimentierfreudigen Ansatz verbindet es Barock und Klassik mit zeitgenössischen Perspektiven. Das Ensemble ist bekannt für genreübergreifende Projekte, die Musik mit Theater, Tanz und bildender Kunst verknüpfen, und gastiert regelmäßig auf den großen Bühnen der Welt – von der Pariser Philharmonie bis zur BBC Proms. „Wir wollen die Vergangenheit nicht konservieren, sondern sie in die Gegenwart holen“, lautet das Credo des Orchesters.
Der Abend beginnt mit Johann Sebastian Bachs Brandenburgischem Konzert Nr. 5 in D-Dur, BWV 1050, einem Werk, das das Cembalo aus der Begleiterrolle in den Mittelpunkt rückt und mit seiner virtuosen Kadenz bis heute fasziniert. Danach folgt das selten zu hörende Doppelkonzert für Cembalo und Hammerklavier in Es-Dur, Wq 47 von Carl Philipp Emanuel Bach – ein klingender Dialog zweier Tastenwelten, voller Farbigkeit und überraschender Wendungen.
Im zweiten Teil erklingt Joseph Haydns Sinfonie Nr. 98 in B-Dur, eine der berühmten „Londoner“ Sinfonien, die mit ihrem eleganten Humor und orchestraler Brillanz begeistert. Den Abschluss bildet Mozarts Klavierkonzert Nr. 23 in A-Dur, KV 488, ein Werk von lyrischer Schönheit und innerer Leuchtkraft, das in dieser Besetzung seine ganze emotionale Tiefe entfaltet.
Andreas Staier (Klavier)
Olga Paschchenko (Cembalo)
B’Rock Orchestra
Johann Sebastian Bach
Brandenburgisches Konzert Nr. 5 in D-Dur, BWV 1050
Carl Philipp Emanuel Bach
Doppelkonzert für Cembalo und Hammerklavier in Es-Dur, Wq 47
Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 98 in B-Dur, Hob. I:98 („Londoner“)
Wolfgang Amadeus Mozart
Klavierkonzert Nr. 17 in G-Dur, KV 453
S-Bahn: Linie S2 oder RB43
Haltestellen: Dortmund Huckarde Nord oder Dortmund Huckarde (ca. 12–14 Minuten Fußweg)
U-Bahn: Linie U47
Haltestellen: Huckarde Buschstraße (ca. 5 Minuten Fußweg) und Huckarde Parsevalstraße (ca. 9 Minuten Fußweg)
Alle Haltestellen sind stufenfrei erreichbar
(bitte lokale Hinweise beachten)
Buslinien: X13 (Haltestelle „Kokerei Hansa“ direkt in der Nähe) sowie 461, 469, 415 und 462 (Haltestellen in der Nähe der Kokerei Hansa)