Tristan Perich (*1982 in New York) ist ein Komponist und Klangkünstler, der für seine radikale Reduktion und seine Verbindung von Musik, Mathematik und Technologie bekannt ist. International gefeiert für seine Arbeit mit „1-Bit“-Elektronik, erschafft er Klangwelten, die digitale Präzision mit minimalistischer Ästhetik verbinden. Bereits sein Debüt 1-Bit Music (2004) sorgte für Aufsehen: ein Mikrochip, der eigenständig eine elektronische Komposition erzeugt – ein Meilenstein der experimentellen Musik. Mit 1-Bit Symphony (2010) folgte ein weiteres Werk, das die Grenzen zwischen physischem Objekt und musikalischer Erfahrung auslotet.
Perichs Schaffen umfasst nicht nur Alben, sondern auch großformatige Installationen wie Microtonal Wall, präsentiert im MoMA New York, sowie orchestrale Projekte wie Active Field, das 2009 mit dem Ars Electronica Award of Distinction ausgezeichnet wurde. Seine Werke wurden von führenden Ensembles und Orchestern wie dem LA Philharmonic, dem Calder Quartet und Bang on a Can aufgeführt.
Zu seinen jüngeren Kompositionen zählen Surface Image (2014) für Klavier und 40-Kanal-Elektronik sowie Drift Multiply (2020) für 50 Violinen und 50-Kanal-Elektronik – monumentale Klangräume, die akustische und digitale Dimensionen verschmelzen. 2024 erschien Open Symmetry bei Erased Tapes, ein Werk für Vibraphon und 20-Kanal-Elektronik, und für 2025 ist das Projekt Infinity Gradient angekündigt, das Orgel und 100-Kanal-Elektronik kombiniert.
Tristan Perichs Arbeiten wurden weltweit in Museen, Galerien und auf Festivals präsentiert, darunter MoMA, Whitney Museum, Sónar und Ars Electronica. Als Pionier einer neuen Klangästhetik erforscht er die Schnittstellen von Komposition, Technologie und Minimalismus – und schafft dabei Musik, die ebenso konzeptionell wie sinnlich erfahrbar ist.