Alexander Gergelyfi
Gesprächskonzert mit historischen Tasteninstrumenten
Conrad Tao ist „die Art von Musiker, die die Zukunft der klassischen Musik gestalten“, so das New York Magazine. Geboren 1994 in Urbana, Illinois, studierte Tao Klavier in Chicago und New York sowie Komposition bei Christopher Theofanidis an der Yale School of Music. Schon früh verband er virtuos-klangliche Brillanz mit einer unorthodoxen Neugier auf Komposition und künstlerische Kollaborationen.
Beim Klavier-Festival Ruhr gab Conrad Tao 2024 sein Debüt mit dem „Rachmaninow Songbook“ – ein Programm wie ein Porträt des russischen Komponisten, der in die USA emigrierte und sich
dort vom Jazz beeinflussen ließ. Im Jahr 2026 kehrt er wieder und widmet sich den Werken eines Komponisten, der als Kind russisch-jüdischer Einwanderer den American Dream lebte: George Gershwin. Das wird sicher ein Feuerwerk – titelt die Berliner Morgenpost doch bereits 2024 über Conrad Tao: „Wenn der Mann am Klavier bei Gershwin lustvoll explodiert“. Taos Programm kombiniert den „Rhapsody in Blue“-Komponisten mit Arnold Schönberg, Erich Korngold, Claude Debussy, Maurice Ravel, Scott Joplin und Billy Strayhorn.
Tao improvisiert, experimentiert mit Klangräumen und formt Konzerte zu eigenständigen narrativen Einheiten. Seine Aufnahmen dokumentieren sein Interesse an Kontrasten: virtuos, lyrisch, oft unkonventionell. Er arbeitet kompromisslos an der Substanz jedes Stücks. Das macht ihn zu einem Künstler, der klassische Musik ernst nimmt, aber ihre Formate neu denkt. Aus New York operierend, gilt Conrad Tao als eine der einflussreichsten Stimmen seiner Generation: Pianist, Komponist und Grenzgänger zwischen Tradition und Innovation.
George Gershwin
„The Man I Love“
Arnold Schönberg
Klavierstück, Op. 33a
George Gershwin
„Clap Yo Hands“
Irving Berlin
„All By Myself“
Conrad Tao
Improvisation über Rhapsodie über ein Thema von Paganini, Op. 43, Variation 15, von Sergei Rachmaninow
Harold Arlen / Art Tatum
„Over the Rainbow“
Sergei Rachmaninow
Rhapsodie über ein Thema von Paganini, Op. 43, Variation 18
Billy Strayhorn
„Lush Life“
Scott Joplin
„Maple Leaf Rag“
Arnold Schönberg
Klavierstück, Op. 33b
Erich Korngold
„Randy and Drake“, aus der „Kings Row Suite“
George Gershwin
„I Loves You Porgy“ (Arr. Conrad Tao)
„I Got Rhythm“
Claude Debussy
Etúde Nr. 11 „Pour les arpèges composés“
Billy Strayhorn
„Chelsea Bridge“ (Arr. Conrad Tao)
Maurice Ravel
Mouvement de menuet, aus der Sonatine, M. 40
sowie Werke von
George Gershwin
Rhapsodie in Blue (Arr. Conrad Tao)
Maurice Ravel
„Le Jardin féerique“, aus: „Ma mère l’oye“
Das Hagener Kunstquartier liegt in der Innenstadt und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.
Mit dem ÖPNV: Von Hagen HBF mit den Buslinien 510-520, 524, 527, 541-42, 547 bis zur Haltestelle „Volme Galerie/ Stadtmitte“, 5 min. Fußweg
Navigationsinfo: Hochstr. 73