Elisabeth Leonskaja

Preisträgerin des Klavier-Festivals Ruhr 2011

Seit Jahrzehnten gehört Elisabeth Leonskaja zu den gefeierten großen Pianistinnen unserer Zeit. In einer von den Medien dominierten Welt bleibt Elisabeth Leonskaja sich und der Musik treu, ganz in der Tradition der großen sowjetischen Musiker wie u.a. David Oistrach, Swjatoslaw Richter und Emil Gilels, denen es trotz schwierigster politischer Bedingungen stets um die Quintessenz der Musik ging. Ihre fast legendäre Bescheidenheit macht Elisabeth Leonskaja noch immer medienscheu. Betritt sie aber die Bühne spürt das Publikum die Kraft, die daraus erwächst, dass sie die Musik als ihre Lebensaufgabe empfindet und pflegt.

In einer russischen Familie in Tiflis geboren, gab sie schon mit 11 Jahren ihre ersten Konzerte. Später, noch als Studentin des Moskauer Konservatoriums gewann sie Preise bei den berühmten internationalen Klavierwettbewerben: Enescu, Marguerite Long und Queen Elisabeth. Elisabeth Leonskajas musikalische Entwicklung wurde entscheidend von ihrer Zusammenarbeit mit Swjatoslaw Richter geprägt. Der geniale Pianist erkannte ihr außergewöhnliches Talent und förderte sie, indem er sie einlud etliche Duo-Konzerte mit ihm zu spielen. Ein musikalisches Ereignis! Die musikalische und persönliche Freundschaft zwischen Swjatoslaw Richter und Elisabeth Leonskaja hielt bis zum Ableben Richters im Jahre 1997 an. 1978 verließ Elisabeth Leonskaja die Sowjetunion, um Wahlwienerin zu werden.

Elisabeth Leonskaja trat als Solistin mit fast allen erstklassigen Orchestern der Welt auf wie dem New York Philharmonic, Los Angeles Philharmonic Orchestra, Cleveland Orchestra, London Philharmonic und Symphony Orchestras, Royal Philharmonic Orchestra, BBC Symphony Orchestra London, Tonhalle Orchester Zürich, Berliner Philharmoniker, Gewandhausorchester Leipzig, den Orchestern der Rundfunkanstalten Hamburg, Köln, München, der Tschechischen Philharmonie und vielen anderen; unter der Leitung der großen Dirigenten ihrer Zeit, u.a. Kurt Masur, Sir Colin Davis, Christoph Eschenbach, Christoph von Dohnany, Kurt Sanderling, Mariss Jansons, Yuri Temirkanov, Tugan Sokhiev, Jiří Bělohlávek und Ivan Fischer.

Elisabeth Leonskaja ist ein gern gesehener und regelmäßiger Gast bei den bedeutenden Sommerfestivals wie den Wiener Festwochen, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, der Schubertiade Schwarzenberg und Hohenems wie auch in den Klavierreihen der großen musikalischen Zentren wie Paris, Madrid, Berlin, Barcelona, Prag, Warschau, Bukarest, London, Wien und Tokio.

Bei aller solistischen Tätigkeit behält die Kammermusik einen großen Platz in ihrem Schaffen und sie konzertiert immer wieder mit den Quartetten Emerson, Belcea, Borodin und Artemis. Mit dem Alban Berg Quartett hat sie regelmäßig konzertiert; ihre gemeinsamen Schallplatten mit Klavierquintetten gehören zu den legendären Kammermusikaufnahmen.

Viele Schallplattenaufnahmen zeugen von dem hohen künstlerischen Niveau der Pianistin und wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Ihre Solo-CD „PARIS“, erschienen bei eaSonus (www.easonus.com) mit Werken von Ravel, Enescu und Debussy, wurde zuletzt als Solo Einspielung des Jahres 2014 von der ICMA Jury ausgewählt. Eine Aufnahme der späten Klaviersonaten von Schubert ist ebenso bei eaSonus im Februar 2016 erschienen.

Im November 2017 erschien „SAUDADE“, eine Platte mit Solo-Werken von Tschaikowsky, Schostakowitsch und Rachmaninow und das zweite große Schubert Buch mit den frühen Klaviersonaten von Schubert erscheinen im Mai 2019.

In ihrer zweiten Heimat, der Republik Österreich, ist sie Ehrenmitglied des Wiener Konzerthauses. Im Jahre 2006 wurde ihr das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erster Klasse für besondere Verdienste um die Kultur des Landes verliehen, die höchste Auszeichnung Österreichs.  In Georgien ist sie 2015 zur Priesterin der Kunst ernannt worden, die höchste Auszeichnung für einen Künstler.

Elisabeth Leonskaja: 26 Mal beim Klavier-Festival Ruhr seit 1990 

1990      Bochum
Debütkonzert, u.a. mit Sonate Nr. 1 C-Dur op. 1 von Johannes Brahms und Sonate Nr. 2 h-Moll op. 64 von Dimitri Schostakowitsch

1991      Duisburg
Solorezital, u.a. mit Sonate in A-Dur op. 120 D 664 von Franz Schubert und Sonate in fis-Moll op. 11 von Robert Schumann

1992      Mülheim an der Ruhr
Kammermusikkonzert mit Wolfgang Loebner (Flöte), Uwe Kleinsorge (Oboe), Thomas Ziesch (Klarinette), Ralf Götz (Horn) und Hans Schlag (Fagott), u.a. mit Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Es-Dur KV 452 von Wolfgang Amadeus Mozart und Sextett für Klavier, Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott von Francis Poulenc

1993      Bochum
Duorezital mit Philippe Hirschhorn, u.a. mit Violinsonate Nr. 3 Es-Dur op. 12/3 von Ludwig van Beethoven und Violinsonate Nr. 2 A-Dur op. 100 von Johannes Brahms

1993     Hamm
Duorezital mit Philippe Hirschhorn, u.a. mit Violinsonate Nr. 7 c-Moll op. 30/2 von Ludwig van Beethoven

1994      Essen
Solorezital, u.a. mit den Scherzi Nr. 1-4 von Frédéric Chopin

1994      Bochum
Solorezital, u.a. mit Sonate Nr. 21 in B-Dur op. posth. D 960 von Franz Schubert

1995      Bochum
Solorezital, u. a. mit Carnaval op. 9 von Robert Schumann

1995      Mülheim an der Ruhr
„Frédéric Chopin – eine zyklische Präsentation des Gesamtwerkes“ – Solorezital mit Joachim Kaiser (Moderation), u.a. mit Mazurkas Nr. 1-4 op. posth. 67, Polonaises Nr. 1 & Nr. 2 op. 26 und Sonate Nr. 2 b-Moll op. 35 von Frédéric Chopin

1996      Duisburg
Solorezital mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, u.a. mit Klaviersonate Nr. 6 D-Dur KV 284, Klaviersonate Nr. 11 A-Dur KV 331 und Klaviersonate Nr. 14 c-Moll KV 457

1996      Dortmund
Solorezital mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, u.a. mit Rondo Nr. 3 a-Moll KV 511 und Fantasie c-Moll KV 475

1997      Essen
Solorezital, u.a. mit Klaviersonate Nr. 16 G-Dur op. 31/1 und Klaviersonate Nr. 17 d-Moll op. 31/2 „Der Sturm“ von Ludwig van Beethoven

1997      Bochum
„Schubert-Brahms-Zyklus“ – Solorezital mit Joachim Kaiser (Moderation), u.a. mit Sonate Nr. 19 in c-Moll op. posth. D 958 von Franz Schubert und Fantasien Nr. 1-7 op. 117 von Johannes Brahms

2005      Mülheim an der Ruhr
Solorezital mit den Sonaten Nr. 19-21 op.posth. 958-960 von Franz Schubert

2006      Mülheim an der Ruhr
Abschlusskonzert des Mozart-Zyklus: Klavierkonzerte“ – Orchesterkonzert mit dem Kölner Kammerorchester unter der Leitung von Helmut Müller-Brühl, u.a. mit Klavierkonzert Nr. 18 B-Dur KV 456 und Klavierkonzert Nr. 27 B-Dur KV 595 von Wolfgang Amadeus Mozart

2007      Essen
Solorezital, u.a. mit Impromptus op. post. 142 D 935 von Franz Schubert und Klaviersonate G-Dur op. 37 von Peter Iljitsch Tschaikowsky

2008      Essen
Kammermusikkonzert mit dem Alban Berg Quartett, Heinrich Schiff (Violoncello) und Alois Posch (Kontrabass) mit Werken von Franz Schubert, u.a. mit Klavierquintett A-Dur op. posth. 114 D 667 „Die Forelle“

2009      Essen
Solorezital, u.a. mit Valses nobles et sentimentales von Maurice Ravel und Klaviersonate Nr. 1 fis-Moll op. 24/1 (1924) von Georges Enescu

2010      Recklinghausen
Solorezital, u.a. mit Ballade Nr. 3 in As-Dur op. 47 und Nocturnes Nr. 1-2 op. 48 von Frédéric Chopin sowie Wanderer-Fantasie C-Dur op. 15 D 760 von Franz Schubert

2011      Gelsenkirchen
Solorezital, u.a. mit Zwei Petrarca-Sonette aus: »Années de pèlerinage. Deuxième année: Italie« von Franz Liszt und Symphonische Etüden op. 13 von Robert Schumann sowie Ehrung mit dem Preis des Klavier-Festivals Ruhr 

2014      Düsseldorf
Solorezital, u.a. mit Sonate Nr. 4 in a-Moll op. 164 D 537 und Sonate Nr. 15 in C-Dur D 840 von Franz Schubert sowie Sonate op. 1 von Alban Berg

2016      Mülheim an der Ruhr
Solorezital, u.a. mit Sonate Nr. 11 in f-Moll D 625 von Franz Schubert und Elf Humoresken von Jörg Widmann (*1973)

2020      Düsseldorf
Zwei Solorezitale mit den Klaviersonaten Nr. 30-32 op. 109-111 von Ludwig van Beethoven

2021      Bochum
Orchesterkonzert mit dem Jerusalem Symphony Orchestra unter der Leitung von Steven Sloane, u.a. mit dem Klavierkonzert Nr. 4 in G-Dur op. 58 von Ludwig van Beethoven

2023      Mülheim an der Ruhr
Solorezital u.a. mit der Wanderer-Fantasie sowie weiteren Werken von Franz Schubert

 

 

19
Mo
Montag, 19. Juni 2023 | 20:00 Uhr
Mülheim an der Ruhr Stadthalle Mülheim

€ 55 | 50 | 45 | 35 | 25

Vergangene Konzerterlebnisse

Vergangene Konzerterlebnisse

Donnerstag, 24. Juni 2021 | 20:00 Uhr
Bochum Anneliese Brost Musikforum Ruhr
Montag, 06. Juli 2020 | 20:30 Uhr
Düsseldorf Robert-Schumann-Saal im Kunstpalast
Montag, 06. Juli 2020 | 17:00 Uhr
Düsseldorf Robert-Schumann-Saal im Kunstpalast
Montag, 27. Juni 2016 | 20:00 Uhr
Mülheim an der Ruhr Stadthalle Mülheim

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