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Etudes - Ein spartenübergreifendes Projekt zu György Ligeti

Ausgangspunkt

Bei der Komposition seiner Klavieretüden ließ sich György Ligeti nicht nur von musikalischen Ideen leiten, sondern auch von zahlreichen außermusikalischen Phänomenen anregen. Denn, wie der Komponist einmal formulierte: „Oft entsteht qualitativ Neues aus der Verbindung von schon bekannten, aber getrennt rangierenden Bereichen.“

Wie alle großen Etüden der musikalischen Tradition sind Ligetis 18 Etudes pour piano Studien in einem mehrfachen Sinne. Während sie den Instrumentalisten zwingen, seine Spieltechnik und seine motorischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, stellen sie den Komponisten vor die Herausforderung, mit einem begrenzten Materialbestand möglichst kreativ umzugehen und ausgehend von den spezifischen Eigenschaften des Instruments und den anatomischen Gegebenheiten der Hand „akustischmotorische Genüsse“ zu erfinden. So schreibt Ligeti in einem Einführungstext zu den zwischen 1985 und 2001 komponierten Werken: „Es sind virtuose Klavierstücke, Etüden im pianistischen wie im kompositorischen Sinne. Sie gehen stets von einem sehr einfachen Kerngedanken aus und führen vom Einfachen ins Hochkomplexe.“

Video: Etudes - Werkwoche | © 2014

Zum Projekt

Das interdisziplinäre Projekt „Etudes“, das das Klavier-Festival Ruhr in Zusammenarbeit mit der Folkwang Universität der Künste veranstaltet, führte junge Musiker und Tänzer zusammen. In spartenübergreifenden Teams entwickelten die Bachelor- und Masterstudenten sowie Mitglieder des Folkwang Tanzstudios Stücke für Tänzer, Instrumentalisten und Live-Elektronik sowie eine Choreographie zu Ligetis Etude Nr. 13 L’escalier du diable.

Ziel des Projekts war es, Tänzer und Musiker miteinander ins Gespräch zu bringen, die Lust am Experimentieren und Erkunden von Neuland zu wecken und unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit zu erproben. Einen wichtigen
Bezugspunkt der schöpferischen Arbeit bildete dabei die Musik und Gedankenwelt von György Ligeti. Die künstlerische Leitung lag bei der Tänzerin und Choreographin Henrietta Horn und dem Komponisten Vassos Nicolaou.

Wochenendworkshop mit Pierre-Laurent Aimard

Das Projekt begann im April 2014 mit einem Wochenendworkshop. In einem Lecture-Recital gab Pierre-Laurent Aimard, der mit dem Komponisten über zwei Jahrzehnte eng zusammengearbeitet hat, eine faszinierende Einführung in Ligetis Klavieretüden. Im Anschluss begannen die Teilnehmer mit einer praktischen Erkundung des Themenfeldes und entwickelten erste Ideen für eigene Stücke. Zum Teil griffen sie dabei Ideen und Fragestellungen auf, mit denen sich Ligeti in seinen Klavieretüden beschäftigt hat: beispielsweise das Spiel mit Illusionen oder die Entwicklung eines einfachen Kerngedankens zu einem komplexen Gebilde.

Intensivphase

Die eigentliche schöpferische Arbeit fand dann zwischen dem 27. Juni und dem 5. Juli 2014 statt. Zu Beginn der zehntägigen Intensivphase bildeten Tänzer und Musiker feste Teams, um ihre Ideen gemeinsam auszuarbeiten und im Dialog mit Henrietta Horn und Vassos Nicolaou weiterzuentwickeln: „Diese enge und gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen Musikern und Tänzern ist für mich der spannendste Aspekt des Projekts“, erklärt Vassos Nicolaou: „Es ist eine sehr interessante Form der schöpferischen Tätigkeit, weil aus dem Zusammenspiel von Musik und Tanz neue Ideen und Motivationen erwachsen.“

Ergänzend zu den Proben und Workshops im Team erhielten die beteiligten Musiker im Lauf des Projekts auch individuellen Kompositionsunterricht bei Vassos Nicolaou. Ziel war es dabei, die über unterschiedliche Vorerfahrung
verfügenden Studierenden bei der Umsetzung ihrer musikalischen Ideen zu unterstützen und sie in die Lage zu versetzen, Mittel der Live-Elektronik in ihre Kompositionen einzubeziehen.

In Kooperation mit
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Weiter Informationen zum Projekt Etudes

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