Emanuel Ax

Emanuel Ax erregte 1974 internationale Aufmerksamkeit, als er im Alter von 25 Jahren den ersten Arthur-Rubinstein-Klavierwettbewerb in Tel Aviv gewann. Fünf Jahre später erhielt er außerdem den Avery-Fisher-Preis in New York.

Seither ist der amerikanische Pianist polnischer Herkunft ein gefragter Solist bei den bedeutenden Symphonieorchestern weltweit wie den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem London Symphony Orchestra und dem Orchestre National de France sowie bei den großen Klangkörper der Vereinigten Staaten in New York, Los Angeles, San Francisco, Chicago und Boston. Er arbeitet regelmäßig mit renommierten Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Mariss Jansons, Sir John Eliot Gardiner, Vladimir Jurowski, Bernard Haitink, Yannick Nezet-Seguin, Iván Fischer und Sir Colin Davis zusammen. Mit dem DSO trat Emanuel Ax zuletzt in der vergangenen Spielzeit in Berlin und bei Tourneekonzerten unter der Leitung von Kent Nagano auf.

Als Kammermusiker hat sich Emanuel Ax an der Seite von Künstlerpersönlichkeiten wie Isaac Stern, Peter Serkin, Yefim Bronfman und Itzhak Perlman einen herausragenden Ruf erworben. In der letzten Saison tourte er gemeinsam mit Yo-Yo Ma und Leonidas Kavakos mit den Klaviertrios von Johannes Brahms, die sie 2017 bei Sony Classical eingespielt haben, mit großem Erfolg durch Europa.

Zu seinen weiteren Veröffentlichungen gehören Mendelssohn Bartholdys Klaviertrios mit Itzhak Perlman und Yo-Yo Ma sowie Gesamteinspielung von Chopins Werk für Klavier und Orchester. Seine Aufnahme der Klaviersonaten Haydns sowie von Werken Beethovens und Brahmsʼ wurde mit einem Grammy Award ausgezeichnet. 2013 erhielt er einen ECHO Klassik für sein Solo-Album ›Variations‹.

In den letzten Jahren richtete der Pianist seine Aufmerksamkeit auf die Musik des 20. Jahrhunderts und brachte u. a. Werke von John Adams, Christopher Rouse, Melinda Wagner, HK Gruber, Bright Sheng und Krzysztof Penderecki zur Uraufführung.

Emanuel Ax wurde an der Juilliard School von Mieczyslaw Munz unterrichtet. Außerdem studierte er Französisch an der Columbia University und wurde von den Universitäten Yale und Columbia zum Ehrendoktor für Musik ernannt.

 

Emanuel Ax beim Klavier-Festival Ruhr: 11 Konzerte seit 1991

1991      Bochum
Debütkonzert, u.a. mit Händel Variationen und Fuge in B-Dur op. 24, Sonate Nr. 3 in f-Moll op. 5 von Johannes Brahms und Variations von André Previn

1994      Gelsenkirchen
Meisterklasse

1994      Moers
Solorezital, u.a. mit Partita Nr. 2 BWV 826 von Johann Sebastian Bach und Suite von Béla Bartók

2000      Mülheim an der Ruhr
Solorezital, u.a. mit Images I + II von Claude Debussy und Partita Nr. 1 BWV 825 von Johann Sebastian Bach

2006      Essen
Solorezital, u.a. mit Vier Balladen op. 10 von Johannes Brahms und Balladen Nr. 1-4 von Frédéric Chopin

2007      Duisburg
Solorezital, u.a. mit Sonate Nr. 2 op. 2/2 & Sonate Nr. 3 op. 2/3 von Ludwig van Beethoven

2009      Düsseldorf
Solorezital, u.a. mit Fantasiestücke op. 12 von Robert Schumann und Andante spianato et Grande op. 22 von Frédéric Chopin

2010      Duisburg
Solorezital, u.a. mit der deutschen Erstaufführung von Three Mazurkas von Thomas Adès

2013      Wuppertal
Duorezital mit Frank Peter Zimmermann (Violine), u.a. mit den Violinsonaten Nr. 1-3 von Johannes Brahms

2016      Düsseldorf
Solorezital mit Werken von Ludwig van Beethoven, u.a. Sonate Nr. 8 „Pathétique“ op. 13, Sonate Nr. 16 op. 31/1 und Sonate Nr. 23 „Appassionata“ op. 57

2019      Bochum
Solorezital, u.a. mit Zwei Rhapsodien op. 79 von Johannes Brahms und Piano Figures – Ten pieces for piano solo (2004) von George Benjamin

 

Konzertimpressionen

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Vergangene Konzerterlebnisse

Freitag, 13. Mai 2022 | 20:00 Uhr
Düsseldorf Robert-Schumann-Saal im Kunstpalast

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