Kit Armstrong

Seitdem Kit Armstrong vor nahezu zwanzig Jahren die internationalen Bühnen betrat, fasziniert er die Musikwelt. Kaum ein anderer junger Künstler – 2022 wird Kit Armstrong 30 Jahre alt – ist auf derart vielen Gebieten versiert und universell ausgebildet wie er. Von der New York Times als „brillanter Pianist“ gefeiert, der „musikalische Reife und jugendliche Kühnheit in seinem exzeptionellen Spiel verbindet“, hat Kit Armstrong eine ganz eigene künstlerische Handschrift ausgeprägt. Die intensive Beschäftigung mit der Musik steht bei ihm auf selbstverständliche Art und Weise in enger Beziehung mit anderen Künsten sowie mit Naturwissenschaften und Mathematik. Sein Repertoire geht zurück bis ins 16. Jahrhundert, zu den Anfängen der Tastenmusik bei den großen englischen Virginalisten, und reicht bis ins 21. Jahrhundert. Seine Programme sind eine einzigartige Mischung musikalischer Entdeckungen mit den großen Meisterwerken der Klavierliteratur.

So ist es für Kit Armstrong ein konsequenter Schritt, sich auf seinem Debütalbum bei Deutsche Grammophon mit Werken von William Byrd und John Bull, den Gründungsvätern der Musik für Tasteninstrumente, zu präsentieren und damit zu einer größeren Bekanntheit dieser Musik beizutragen. Mit ihren gegensätzlichen Musikerpersönlichkeiten – reine, komplexe Schönheit auf der einen und leidenschaftlicher Selbstausdruck auf der anderen Seite – schufen Byrd und Bull gemeinsam das Universum, das die Instrumentalmusik seither bestimmt. Das Album wird im Juli 2021 veröffentlicht.

Für die kommenden Spielzeiten hat Kit Armstrong einen Zyklus von 500 Jahren Klaviermusik entwickelt. In fünf Programmen nimmt er seine Zuhörer auf eine Reise durch fünf Jahrhunderte Klaviermusik von 1520 bis 2020, von William Byrd bis ins 21. Jahrhundert. Besonders eindrücklich entfalten sich in der von ihm konzipierten Chronologie die musikalischen Strömungen, Einflüsse und Querbezüge für die Hörer. Auch wird Kit Armstrong die Beschäftigung mit Mozart und seine Liebe zu dessen Werk weiter vertiefen. Dabei werden die Klavierkonzerte ebenso eine zentrale Rolle spielen wie die zyklische Aufführung aller Klaviersonaten. Außerdem liegt ein Schwerpunkt auf der Aufführung sämtlicher Violinsonaten mit dem Geiger Renaud Capuçon.

Armstrong arbeitet mit vielen der weltweit gefragtesten Dirigenten zusammen, darunter unter anderem Christian Thielemann, Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly, Kent Nagano, Manfred Honeck, Esa-Pekka Salonen, Mario Venzago und Robin Ticciati. Er ist mit einigen der weltbesten Orchester aufgetreten, darunter die Wiener Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Gewandhausorchester Leipzig, das NHK Symphony Orchestra und die Academy of St Martin in the Fields. Er war Artist-in-Residence bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern 2018 und „Artist-in-Resonance“ am Musikkollegium Winterthur und ist langjähriger Partner der Akademie für Alte Musik Berlin.

Solo-Recitals führten ihn in jüngster Zeit ins Théâtre des Champs-Elysées, ins Münchner Prinzregententheater, zum Klavierfestival Ruhr, in die Philharmonie de Luxembourg und in die Kölner Philharmonie.

Als leidenschaftlicher Kammermusiker hat Kit Armstrong enge künstlerische Partnerschaften mit anderen führenden Instrumental- und Vokalsolisten entwickelt. Zusammen mit Renaud Capuçon spielte er alle Mozart-Violinsonaten bei der Mozartwoche Salzburg und im Berliner Boulez-Saal. Mit Christiane Karg, Julian Prégardien und Benjamin Appl hat er wichtiges Liedrepertoire aufgeführt. Armstrong trat auch mit Orgelkonzerten in der Berliner Philharmonie, der Kölner Philharmonie und im Konzerthaus Wien auf. Die Edition Peters verlegt seine Kompositionen. Zu Auftraggebern seiner Werke gehören das Gewandhaus Leipzig und das Musikkollegium Winterthur.

Als Kit Armstrong im Jahr 2012 eine Kirche im nordfranzösischen Städtchen Hirson nahe der belgischen Grenze erwarb, begann eine einzige Erfolgsgeschichte, die seither ein großes Echo in den Medien findet. Mit der Kirche St. Thérèse ist es ihm gelungen, ein sozio-kulturelles Zentrum zu schaffen, das regelmäßig Konzerte und interdisziplinäre Projekte für ein regionales und überregionales Publikum veranstaltet.

Zu Armstrongs bisherigen Soloalben gehören Liszts Symphonic Scenes („handsomely demonstrates the startling rich context given to the Mephisto Waltz when heard after the multi-dimensional Procession by Night“ – Gramophone) und Bach, Ligeti, Armstrong („eine der ganz wenigen CDs, auf die die Welt gewartet hat“ – Kulturradio RBB), beide erschienen bei Sony Classical. Der audiovisuelle Live-Mitschnitt eines Solo-Recitals mit Bachs Goldberg-Variationen und früheren Werken von Byrd, Bull und Sweelinck im Concertgebouw Amsterdam, der 2017 von Unitel/C major veröffentlicht wurde, erhielt weltweites Lob als eine der herausragenden Aufzeichnungen auf DVD (Instrumental Choice December 2017, BBC Music Magazine).

Geboren 1992 in Los Angeles, studierte Armstrong am Curtis Institute of Music und an der Royal Academy of Music in London. Mit 7 Jahren begann er ein Kompositionsstudium an der Chapman University und ein Physikstudium an der California State University, später auch Chemie und Mathematik an der University of Pennsylvania und Mathematik am Imperial College London. Er erwarb einen Master in Mathematik an der Universität Paris VI.

Alfred Brendel, der Kit Armstrong seit 2005 als Lehrer und Mentor begleitet, schreibt ihm „Verständnis der großen Klavierliteratur als eine Einheit von Gefühl und Verstand, Frische und Verfeinerung“ zu. Die einzigartige Beziehung zwischen Armstrong und Brendel wurde in dem Film des britischen Regisseurs Mark Kidel Set the Piano Stool on Fire festgehalten.

Kit Armstrong beim Klavier-Festival Ruhr: 18 Konzerte seit 2009

2009      Mülheim
Debüt-Rezital „Hommage à Alfred Brendel“ mit dem Italienischen Konzert in F-Dur BWV 971 von Johann Sebastian Bach, der Sonate Nr. 6 in D-Dur KV 284 von Wolfgang Amadeus Mozart, der Sonate Nr. 15 op. 28 „Pastorale“ von Ludwig van Beethoven, Études von György Ligeti und einem Werk von Kit Armstrong

2011       Mülheim
„Alfred Brendel zum 80.“: Solo-Rezital mit Werken von Johann Sebastian Bach, u.a. Chromatische Fantasie und Fuge BWV 903, und Franz Liszt, u.a. Franziskus-Legende Nr. 1

2011       Mülheim
„Alfred Brendel zum 80.“: Triokonzert mit Andrej Bielow (Violine) und Adrian Brendel (Violoncello) und Sonate Nr. 8 in G-Dur für Klavier und Violine op. 30/3 sowie Trio Nr. 1 in Es-Dur für Klavier, Violine und Violoncello op. 1/1 von Ludwig van Beethoven sowie Werken von Franz Liszt und der Urauführung von Time flies like an Arrow von Kit Armstrong

2013       Düsseldorf
„Der Mentor Alfred Brendel“: Duokonzert mit Adrian Brendel (Violoncello) und Werken von Johann Sebastian Bach, Brett Dean, Rued Langgaard, der „Arpeggione-Sonate“ D 821 von Franz Schubert sowie der Sonate für Violoncello und Klavier in g-Moll op. 65 von Frédéric Chopin

2015      Düsseldorf
Konzert mit Alfred Brendel (Vortrag), Andrej Bielow (Violine) und Adrian Brendel (Violoncello) und dem „Notturno“ für Klavier, Violine und Violoncello in Es-Dur D 897 sowie dem Trio für Klavier, Violine und Violoncello in B-Dur D 898 von Franz Schubert

2015       Mülheim
Solo-Rezital mit Werken von William Byrd, Jan Pieterszoon Sweelinck, John Bull sowie den „Goldberg-Variationen“ BWV 988 von Johann Sebastian Bach 

2018       Mülheim
Triokonzert mit Andrej Bielow (Violine) und Adrian Brendel (Violoncello) und Werken von Jean-Philippe Rameau, Charles-Marie Widor, Claude Debussy, Franz Liszt sowie dem Trio in a-Moll von Maurice Ravel

2019       Essen
Mit Alfred Brendel (Lesung) und Werken von Johann Sebastian Bach und Joseph Haydn

2020      Herten
Zwei Solo-Rezitale auf dem Hammerflügel mit den Sonaten Nr. 3 in C-Dur op. 2 / 3, Nr. 24 in Fis-Dur op. 78 „À Thérèse“ und Nr. 14 in cis-Moll op. 27/2 „Mondscheinsonate“ von Ludwig van Beethoven

2020      Herten
Zwei Solo-Rezitale auf dem Hammerflügel mit den Sonaten Nr. 30 in E-Dur op. 109 und Nr. 29 in B-Dur op. 106 „Hammerklavier-Sonate” von Ludwig van Beethoven

2021        Düsseldorf
„Alfred Brendel zum 90.“: Triokonzert mit Andrej Bielow (Violine) und Adrian Brendel (Violoncello) und Werken von Joseph Haydn, Harrison Birtwistle und Kit Armstrong, u.a. der Uraufführung von fast zu ernst

2023        Bochum
Fünf Solo-Rezitale „Fünf Jahrhunderte Klaviermusik – Eine musikalische Zeitreise“

Konzertimpressionen

Website

11
Sa
Samstag, 11. März 2023 | 17:00 Uhr
Bochum Anneliese Brost Musikforum Ruhr

€ 35 | ermäßigt 25

11
Sa
Samstag, 11. März 2023 | 20:00 Uhr
Bochum Anneliese Brost Musikforum Ruhr

€ 35 | ermäßigt 25

12
So
Sonntag, 12. März 2023 | 11:00 Uhr
Bochum Anneliese Brost Musikforum Ruhr

€ 35 | ermäßigt 25

12
So
Sonntag, 12. März 2023 | 17:00 Uhr
Bochum Anneliese Brost Musikforum Ruhr

€ 35 | ermäßigt 25

12
So
Sonntag, 12. März 2023 | 20:00 Uhr
Bochum Anneliese Brost Musikforum Ruhr

€ 35 | ermäßigt 25

Vergangene Konzerterlebnisse

Vergangene Konzerterlebnisse

Dienstag, 21. Sep. 2021 | 20:00 Uhr
Düsseldorf Robert-Schumann-Saal im Kunstpalast
Dienstag, 30. Juni 2020 | 20:30 Uhr
Herten Schloss Herten
Dienstag, 30. Juni 2020 | 17:00 Uhr
Herten Schloss Herten
Montag, 29. Juni 2020 | 20:30 Uhr
Herten Schloss Herten
Montag, 29. Juni 2020 | 17:00 Uhr
Herten Schloss Herten
Donnerstag, 12. Juli 2018 | 20:00 Uhr
Mülheim an der Ruhr Stadthalle Mülheim

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