Das Programm Archiv Konzert-Archiv 2017 Ausgewähltes Konzert
Mittwoch | 21. Juni 2017 | 20:00 Uhr
Bach, Beethoven, Chopin
Rafał Blechacz

Klavier-Festival Ruhr@Museum Folkwang:
Kombinieren Sie den Besuch des Konzertes mit der Austellung Gerhard Richter. Die Editionen. und sparen Sie bares Geld!

Nutzen Sie Ihre Eintrittskarte für dieses Konzert, um zwischen dem 7. Juni und dem 3. Juli 2017 die Ausstellung Gerhard Richter. Die Editionen. im Museum Folkwang zu besuchen und 3 Euro Eintritt zu sparen! Dazu genügt es, dass Sie die Eintrittskarte an der Kasse des Museums Folkwang vorzeigen!
(Gilt nicht für ermäßigte Karten und nur im angegebenen Zeitraum.)

Verblüffend abgeklärtes Chopin-Spiel  

Nun ist es wieder passiert. Wieder beim Klavierfestival Ruhr. Mitten in Chopins b-Moll-Sonate platzte nach dem ersten Satz heftiger Applaus in der gut gefüllten Philharmonie Essen. Der in Kürze 32-jährige polnische Pianist Rafal Blechacz nahm es...

 

Nun ist es wieder passiert. Wieder beim Klavierfestival Ruhr. Mitten in Chopins b-Moll-Sonate platzte nach dem ersten Satz heftiger Applaus in der gut gefüllten Philharmonie Essen. Der in Kürze 32-jährige polnische Pianist Rafal Blechacz nahm es gelassen.

Dasselbe war drei Tage zuvor seinem elf Jahre jüngeren Landsmann Szymon Nehring als Sieger im Arthur-Rubinstein-Klavierwettbewerb ebenfalls in der b-Moll-Sonate widerfahren. Nun erscheint es bei Chopin fast noch entschuldbar, wenn eine solch lautstarke Zäsur den inneren Zusammenhang der Sätze zerreißt, da hier jeder Satz auch als eigenständiges Stück bestehen kann. Ein Sakrileg indes ist es, wie Khatia Buniatishvili als Festival-Gast vor drei Wochen im Konzerthaus Dortmund erleben musste, bei Beethovens „Pathétique“.

Der hochsensible Pole Krystian Zimerman hätte sich vermutlich entrüstet wie nach jenem Smartphone-Zwischenfall in der Essener Philharmonie, als er das Konzert unterbrach. Drei Jahrzehnte nach ihm hat Rafal Blechacz 2005 als bislang letzter Pole den Chopin-Wettbewerb in Warschau gewonnen. Der direkte Vergleich desselben Werkes in verschiedenen Interpretationen zählt zum Reiz dieses Festivals. So lebhaft Szymon Nehring Chopins b-Moll-Sonate meisterte, so abgeklärt spielte sie der philosophierende Blechacz. Mit einer wilden Agitato-Jagd im Kopfsatz, einem in Tiefenschichten lotenden Scherzo, einem alles andere als verklärenden, brachial harten Trauermarsch und einem aufgewühlten Presto-Finale. Chopins f-Moll-Fantasie gerät ihm doch noch zum Bravourstück. Und das fis-Moll-Nocturne entzückt durch gesangliche Qualitäten.

Spielerisch im Themenwechsel zwischen Linker und Rechter meistert der mit Akribie zu Werk gehende Pianist die Vier Duette aus Bachs „Clavierübung“. In Beethovens G-Dur-Rondo lässt er nach reizvollen Arabesken die Pranke heraus. Und Beethovens dritte Sonate in C-Dur birgt bei aller Härte sanfte Entrückung. Als Zugabe legte Blechacz Chopins cis-Moll-Walzer und den dritten Satz aus Beethovens früher A-Dur-Sonate drauf.

 

Recklinghäuser Zeitung, Bernd Aulich

 
Pianist Blechacz überrascht sein großes Publikum  

Gleich mit den ersten Stücken gelingt es dem polnischen Pianisten Rafal Blechacz, sein großes Publikum in der Philharmonie Essen zu überraschen: Bach klingt bei ihm wie Beethoven und Beethoven wie Mozart. Ovationen bringen ihm im Rahmen des...

 

Gleich mit den ersten Stücken gelingt es dem polnischen Pianisten Rafal Blechacz, sein großes Publikum in der Philharmonie Essen zu überraschen: Bach klingt bei ihm wie Beethoven und Beethoven wie Mozart. Ovationen bringen ihm im Rahmen des Klavier-Festivals Ruhr dann allerdings erst wunderbare Chopin-Interpretationen ein.

Seit dem Sieg beim Klavierwettbewerb Warschau 2005 gehört der 31-jährige Rafal Blechacz zu den Großen seiner Zunft. Zuletzt hat seine schlicht mit "BACH" betitelte Album-Einspielung für Furore gesorgt. Auf dieser fördert er auch vier rätselhafte Duette aus dem dritten Teil von Bachs Clavier-Übungen hervor, die teilweise den schlichten Charakter der Inventionen haben und teilweise an die Komplexität der großen Fugen erinnern.

Blechacz spielt zum Auftakt seines Konzerts vor allem die Fugen mit hartem Anschlag und minimalem Pedaleinsatz, so dass sie wuchtig wie eine späte Beethoven-Sonate geraten. Das selten gespielte Beethoven-Rondo in G-Dur op. 51/2 klingt in der Folge ob seiner Lieblichkeit und weichen Verspieltheit dann eher nach dem jungen Mozart.

Erst in der Sonate in C-Dur Nr. 3 op. 2/3 kommt der typische Beethoven-Charakter zum Tragen: Nach einem kurzen Vorspiel scheint der Kopfsatz, ein Allegro con brio, förmlich zu explodieren: Atemberaubende Läufe und immer wieder heftige Akzentuierungen durch Triller geben der Musik eine tiefe Emotionalität.

Die zweite Hälfte des Konzerts widmet Rafal Blechacz ganz Frédéric Chopin. Er erweist sich hier als ein brillanter Interpret des romantischen Nebels und der freien Form der Fantasie.

Selbst dem berühmten zweiten Satz der Sonate Nr. 2 in b-Moll, dem durch viele Einsätze auf Beerdigungen oder in Beerdigungs-Szenen in Filmen eigentlich abgedroschenen Trauermarsch, vermag er neue und spannende Aspekte zu entlocken. Die eigentlich gesangliche rechte Hand der Nocturne in fis-Moll op. 48/2 gerät bei Blechacz hingegen manchmal etwas zu mechanisch. Mit den energisch geforderten Zugaben, einem Chopin-Walzer und einem Scherzo Beethovens beweist er allerdings auch seine Könnerschaft im Tänzerisch-Gesanglichen.

Ruhrnachrichten, Max Florian Kühlem

 
Wir danken unserem Sponsor-Partner

Newsletter Anmeldung

Neuigkeiten zum Programm, zu einzelnen Konzerten, zu Festival-CDs oder allgemeine Infos vom Klavier-Festival Ruhr erhalten Sie schnell und direkt mit unserem Newsletter.

Abonnieren Sie den Newsletter

Social Media

Verfolgen Sie die Aktivitäten, Tipps und Neuigkeiten rund um das Festival und seine Künstler auch im Social Network.
Wir freuen uns auf Sie!

Facebook Twitter YouTube

Das Programm zum Blättern

Damit Sie auch in diesem Jahr unser Gesamtprogramm online bequem durchblättern können, klicken Sie bitte auf den nachfolgenden Link.

Gesamtprogramm

© 2019 Stiftung Klavier-Festival Ruhr  |  Alfred Herrhausen Haus  |  Brunnenstraße 8  |  45128 Essen

© 2019 Stiftung Klavier-Festival Ruhr
Alfred Herrhausen Haus
Brunnenstraße 8
45128 Essen

Kontakt

oneSheet Kontakt
Kontaktformular

Klavier-Festival Ruhr
Alfred Herrhausen Haus
Brunnenstraße 8
45128 Essen
Tel. +49 (0)201-89 66 80

Sie können uns Ihre Anfrage gerne per Kontaktformular senden.
Datenschutzerklärung   *
zukünftige Werbung:   
Ich bin damit einverstanden, dass das Klavier-Festival Ruhr Sponsoring und Service GmbH, Brunnenstraße 8, 45128 Essen, meine Daten auch verwendet, um mich künftig per E-Mail über Veranstaltungen des Klavier-Festivals Ruhr zu informieren. Meine Einwilligung kann ich jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z. B. per Brief an die o.g. Anschrift oder per E-Mail an info@klavierfestival.de oder telefonisch unter T. 0201/896680, ohne dass mir hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
Tragen Sie hier bitte das Ergebnis der Rechenaufgabe ein!
captcha

Für eine Programmbestellung benötigen wir - neben den Pflichtfeldern (*) - auch Ihren Wohnort mit Straße, Ort und Länderangabe.