Mit wachem Geist und kritischem Blick versteht Igor Levit seine Kunst nicht losgelöst von der Welt, sondern als Teil gesellschaftlicher Wirklichkeit. Für ihn gehören Musik und gesellschaftliches Engagement untrennbar zusammen. Die New York Times bezeichnet ihn als einen der „wichtigsten Künstler seiner Generation“, der New Yorker als einen Pianisten „wie keinen anderen“.
Im Beethoven-Jahr 2027 knüpft Igor Levit an seine vielbeachteten Gesamtaufführungen der Beethoven-Sonaten in Salzburg und Hamburg an und nimmt erneut den gesamten Sonatenzyklus in Angriff. Die insgesamt acht Konzertabende umfassende Reihe ist zwischen Oktober 2026 und Juni 2028 in New York, London, Wien, Berlin, München, Hamburg und Nordrhein-Westfalen zu erleben. Darüber hinaus wird Levit in der Saison 2026/27 mit weiteren Beethoven-Programmen unter anderem in Amsterdam, Frankfurt, Hannover, Katowice, Leipzig, Lissabon, Nürnberg, Mailand, Paris, Prag, Rom, Warschau und Zürich gastieren sowie auf eine Nordamerika-Tournee gehen. Im Dezember 2026 ist er gemeinsam mit Sir Antonio Pappano und dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra beim Nobelpreiskonzert in Stockholm zu erleben.
Auch als Aufnahmekünstler setzt Igor Levit Maßstäbe. Seine Einspielungen wurden mit zahlreichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet, darunter vier Opus-Klassik-Auszeichnungen, der Titel „Artist of the Year 2020“ des Magazins Gramophone, „Recording Artist of the Year 2020“ von Musical America sowie die Ehrungen „Recording of the Year“ und „Instrumental Award“ des BBC Music Magazine. Seine 2019 bei Sony Classical erschienene Gesamteinspielung der Beethoven-Klaviersonaten erreichte unmittelbar Platz eins der Klassik-Charts.
Seit der Saison 2022/23 ist Igor Levit Co-Künstlerischer Leiter des Festivals Heidelberger Frühling. Gemeinsam mit dem Lucerne Festival initiierte er ein Jahr später das „Piano Fest“. Zu seinen außergewöhnlichen Projekten zählen spartenübergreifende Arbeiten mit der Performance-Künstlerin Marina Abramović. Im Frühjahr 2025 präsentierten beide im Londoner Southbank Centre eine 13-stündige Aufführung von Erik Saties legendärem Werk Vexations. Bereits zehn Jahre zuvor waren sie gemeinsam mit Bachs Goldberg-Variationen in der Park Avenue Armory in New York aufgetreten.
Auch jenseits der Konzertbühne sucht Levit immer wieder neue Ausdrucksformen. 2021 erschien im Hanser Verlag sein gemeinsam mit Florian Zinnecker verfasstes Buch Hauskonzert. Im Herbst 2022 folgte der Dokumentarfilm Igor Levit – No Fear, der sowohl im Kino als auch auf DVD veröffentlicht wurde.