Do. 11. Juli '24 20:00 Uhr
Düsseldorf Robert-Schumann-Saal im Kunstpalast

Sir András Schiff

Hammerflügel

Gnossiennes

Arcadi Volodos auf dem Klavierfestival Ruhr 2020

Hammerflügel von Franz Brodmann, 1821

Franz Schubert: Allegretto c-moll D. 915
Ludwig van Beethoven: Bagatelles op. 126
Franz Schubert: Drei Klavierstücke, D. 946
Franz Schubert: Klaviersonate G-Dur D. 894

Zugabe:
Franz Schubert: Ungarische Melodie h-Moll D817

Schon Joachim Kaiser würdigte den jungen Ungarn, als dieser noch auf dem Weg zu internationaler Reputation war: »Er besitzt eine lockere Gleichmäßigkeit und eine klare Artikulationskraft. Sein Musizieren kann von faszinierender Beredsamkeit sein.«

Mit ebendieser faszinierenden Beredsamkeit hat András Schiff insbesondere die Werke von Bach, Haydn, Mozart, Beethoven und Schubert durchdrungen. Gepaart ist sie mit einem Hang zum Introvertiert-Sinnierenden, der den Rausch meidet. Für Rauschzustände ist die Kunst, so Schiffs feste Überzeugung, nicht zuständig; diese liegen, wenn überhaupt, in der Sphäre des Metaphysischen, die er aber zu betreten eigentlich nie gewillt ist. Ihn interessiert einzig das Notierte. Und seine Aufgabe als Interpret sieht er in erster Linie darin, dieses Notierte nachzuschöpfen. Er sucht den Notentext mit stets kritisch hinterfragender Distanz zu durchdringen. Aber er vertraut ihm dabei auch (freilich nicht blindlings), taucht mit ihm ab in eine andere Tiefe. Alfred Brendel, mit dem Schiff die Liebe zu Schubert, Haydn und Beethoven teilt, hat das einmal sehr schön in Worte gefasst: Der Interpret müsse vor und hinter dem Werk stehen. Vor ihm stehe er wie ein stolzer Ritter, um es gegen die Anwürfe der Welt zu verteidigen, die nur das Wahre, Schöne und Gute zu sehen wünscht, denn es gebe in der Kunst nie nur diese Trias. Gebe es sie, sei es keine Kunst; Kunst sei immer durchbrochener Spiegel, Widerstand gegen sich selbst. Zugleich müsse der Interpret hinter dem Kunstwerk stehen, um es nicht an sich selbst auszuliefern, um seinen Inhalt gleichsam als Beglaubigungsschreiben in die Welt zu setzen. Hört man András Schiff bei seinen »Erzählungen« zu, dann spürt man diese Ambiguität, diesen unbedingten Willen zur Auseinandersetzung. Und Schiff ist der Ritter mit der Lanze, die dieses Gefecht austragen muss, damit er zu einem guten Resultat gelangt.

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Sir András Schiff

Über das Thema ließe sich problemlos ein ganzes Buch schreiben: Pianisten und ihre Instrumente. Empfindsame Naturen wie beispielsweise Vladimir Horowitz, Arturo Benedetti Michelangeli oder Glenn Gould reisten stets mit einem eigenen Flügel und dem dazugehörigen Techniker um den Globus. Für sie war das Instrument weit mehr als ein Gegenstand, er war beseelte Materie. Andere wiederum ließen sich nie von dem Vorgefundenen irritieren. Für diese Tastenkünstler kam es weniger auf das schwarze Ungetüm an, das mit gebleckten Zähnen in einem Saal wartete; sie vertrauten einzig und allein ihrem Können. Legendär ist in diesem Zusammenhang die leicht spöttische Sottise eines Detmolder Klavierprofessors, der – nachdem er während eines Konzertexamens auf einem altbackenen Klavier das Orchester in Brahms’ zweitem Klavierkonzert »imitiert» und dabei dem tapferen Examens-Kandidaten, der auf einem funkelnagelneuen Steinway musizierte, die Show gestohlen hatte – zu dem Urteil gelangte, es gäbe keine schlechten Instrumente, sondern nur schlechte Pianisten.

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